23.03.2010

Türckische Kammer im Dresdner Schloss wiedereröffnet

Bilder_Dresden_Residenzschloss_01.jpg

Seit  dem 7. März kann man im Dresdner Schloss die prächtige Sammlung der Türckischen Kammer bewundern. Mit der Eröffnung  der Türckischen Kammer werden einmalige Schätze präsentiert, die seit siebzig Jahren für die Öffentlichkeit verborgen waren.

Die Sammlung umfasst orientalische Waffen, Beutestücke aber auch Geschenke des türkischen Hofs. In der vom Architekten Peter Kulka neugeschaffenen, zurückhaltenden Raumarchitektur werden die wertvollen Objekte großartig präsentiert. Darunter das Highlight der Ausstellung, das große osmanische Staatszelt. Das 20 Meter lange, acht Meter breite und sechs Meter hohe osmanische Staatszelt mit farbigen Applikationen aus Seide und vergoldetem Leder  war für 3,6 Millonen Euro restauriert worden. Daneben beeindrucken Prunkreitzeuge, die auf lebensgroßen geschnitzten Araberhengsten gezeigt werden. Kunstvoll verzierte Waffen, darunter ein osmanischer Säbel mit goldenen Inschriften, zeugen von der Kunstfertigkeit der türkischen Handwerker. Ein Prunkstück, das August der Starke in der Werkstatt seines Hofjuweliers Dinglinger mit Saphiren besetzen ließ, um es in seine Staatsgarnituren aufzunehmen.

Neben der Kriegsmacht waren es vor allem die osmanische Kultur und die sagenhaften Reichtümer des Orients, die die europäischen Herrscher in ihren Bann zogen. So hielt unter August dem Starken die „Türkenmode“ ihren Einzug in Europa. Er veranstaltete prachtvolle türkische Feste, in denen er als Sultan auftrat. Zu einer prächtigen Truppenschau ließ er eine Zeltstadt mit 300 türkischen Zelten errichten und sächsische Soldaten in Janitscharengewändern aufmarschieren.

Mit einer Mediengalerie bietet die Ausstellung dem Besucher die Möglichkeit, Geschichte und Hintergrundinformationen zur Sammlung zu erfahren.
 

Das Reiseziel Dresden und seine Sehenswürdigkeiten



ANZEIGE


Newsarchiv

Ältere Meldungen finden Sie in unserem Newsarchiv.

Neue Reiseführer

Zypern – Kormakíti – Halbinsel

30.01.2012
Von Kyrenia aus gelangt man Richtung Westen zum Kap der Kormakíti – Halbinsel. Der Weg an der Küste entlang führt nach Lambousa. Dort kann man unmittelbar an der Küste die…

Zypern – Kyrenia

23.01.2012
Kyrenia, türkisch Girne, gilt als die schönste Stadt Zyperns. Seinen ganz eigenen Charme hat der pittoreske, kleine Hafen mit den zahlreichen gepflegten Restaurants und Cafés, entlang des Kais. Von diesen…

Zypern – St. Hilarion

04.01.2012
Im Norden Zyperns, abseits der Straße Kyrenia (Girne) nach Nikosia (Lefkosia), befindet sich die mittelalterliche Burgruine St. Hilarion. Es war der Einsiedlermönch St. Hilarion, zu dessen Ehren im 9./10.Jh. das…

Zypern – Bellapaís

17.12.2011
Es sind nur 6 km von Girne (griechisch Kyrenia) bis zur gotischen Klosterruine in Zyperns Norden. Die Ruine der Abtei Bellapaís liegt am Rande des Pentadaktylos – Gebirges beim kleinen…