Reiseziel Die Schätze Albaniens
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Die Schätze Albaniens
Bisher ist Albanien touristisch so gut wie gar nicht erschlossen. Obwohl nur eineinhalb Flugstunden von Mitteleuropa entfernt, scheint die Zeit hier stehen geblieben zu sein. Fährt man über Land, so fühlt man sich in das vorletzte Jahrhundert zurückversetzt. Man findet Bauern, die mit dem Ochsen ihr Feld bestellen, junge Mädchen die am Straßenrand auf Käufer Ihrer kunstvollen Kirschgebinde warten und immer wieder stößt man auf Schafherden in einer urwüchsigen Natur.
Nach einem halben Jahrhundert strenger Isolation bemüht man sich in Albanien intensiv auch als Touristenziel entdeckt zu werden. Beste Voraussetzungen bieten dabei die kunsthistorisch bedeutenden Städte wie Berat und Girokaster oder die antiken Ausgrabungsstätten Apollonia und Butrint mit ihrer eindrucksvollen Kulturgeschichte.
Albanien ist ein Land voller Kontraste, mit Bergketten und tiefen Schluchten, mit grünen Hügeln und unverbauten Stränden. Das Straßenbild ist geprägt von Eselskarren und Mercedes, dem absoluten Lieblingsfahrzeug und viel Müll. Doch wer sich davon nicht abschrecken lässt wird die Gelegenheit haben die überaus gastfreundlichen Menschen zu erleben.
Zu einem interessanten Erlebnis gestaltet sich eine Fahrt von der Hafenstadt Vlora in das südlich gelegene, 120 km entfernte, Saranda. Lässt man den Llogara -Pass hinter sich, so kommt man in die albanische Riviera mit imposanter Bergkette auf der einen und unbebauter Küste mit türkisblauen Sandstränden auf der anderen Seite. Die Bewohner der verträumten kleinen Dörfer an den Hängen sind griechischer Abstammung, wovon auch noch die orthodoxen Kirchen zeugen. Direkt gegenüber von Saranda befindet sich die griechische Insel Korfu, zu der eine Fährverbindung besteht.
Anfänge des Tourismus findet man erst in Saranda, wo man viele kleine Hotels findet. 15 km südlich von Saranda kann man die berühmte Ausgrabungsstätte Butrint besuchen, die heute zum Weltkulturerbe gehört. Die von den Illyrern gegründete Siedlung wurde 167 von Rom erobert. Die Römer bauten in Butrint öffentliche Badehäuser und Villen mit Wasserspielen. Leider liegt bedingt durch akuten Geldmangel etwa die Hälfte der Stadt noch unter der Erde begraben.
Besonders sehenswert im Landesinneren ist das Städtchen Girokaster mit einer Altstadt byzantinischen Ursprungs. Überragt wird sie von der Festung aus dem 13. Jahrhundert, die heute als Militärmuseum dient. Als die wohl schönste Stadt Albaniens gilt Berat. Die „Stadt der 1000 Fenster“ erstreckt sich an einem Gebirgshang, sie zählt ebenfalls zum Weltkulturerbe. Die Altstadt türkischen Ursprungs lässt sich am besten von der Burg aus überblicken. Im Onufri - Museum, einer orthodoxen Kirche, findet man gut restaurierte Ikonen.
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