Dänemark – der Osten – Helsingør
Die Stadt Helsingør liegt auf der Insel Seeland. Helsingør sie besitzt einen geschäftigen Fährhafen, von dem die Fähren über den Øresund verkehren. Bis 1998 war die Überquerung des Øresunds zwischen Helsingør und Helsingborg in Schweden die schnellste und auch preiswerteste Verbindung zwischen beiden Ländern. Damals verkehrten bis zu 200 Fähren täglich zwischen den Häfen. Aber mit der Fertigstellung der mächtigen Beltbrücke, zwischen Kopenhagen und Malmö, nehmen viele Reisende diesen Weg, weil er bequemer und schneller ist. Trotz der modernen Reisemöglichkeit ist Helsingør ein beliebter Ausgangspunkt für Nordlandreisende. Viele Touristen bleiben auch auf der Insel Seeland, die wegen ihrer Geschichte und der sehr schönen Küstenlandschaft eine Reise wert ist. Die etwa 35 000 Einwohner zählende Stadt ist geschichtlich sehr bedeutend. Seit dem 15. Jh. besitzt Helsingør eine Burg, die in den verschiedenen Epochen mehrfach um – und ausgebaut wurde. Heute ist es das Renaissanceschloss Kronborg, das man besichtigen kann. Es ist der Schauplatz von Shakespeares Drama Hamlet. Ein modernes Kunstmuseum, ein Seefahrtsmuseum, mehrere Kirchen und eine Domkirche kann man neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten besichtigen.
Reiseziele Dänemark der Osten Helsingør kurz zusammengefasst:
- Geschichte der Stadt Helsingør
Sehenswürdigkeiten der Stadt Helsingør
- Schloss Kronborg
- Handels – og Søfartsmuseum / Handels- und Seefahrtsmuseum
- Altstadt von Helsingør
- St. Olai Kirke
- St. Mariæ Kirke
- Danmarks Tekniske Museum / Dänemarks Technik Museum
Ausflüge in die nähere Umgebung
- Humlebæk
- Museum Louisiana in Humlebæk
- Helsingborg
- Erkundung der Nordküste der Insel Seeland
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Geschichte der Stadt Helsingør
Auf der Suche nach Macht und Geld ließ der Dänenkönig Erik von Pommern um 1425 die Burg Krog, an der engsten Stelle des Øresunds, durch eine neue und größere Sperrfestung ersetzen. Ziel war es die Durchfahrt durch den Øresund mit einem Zoll zu belegen. Wer dieser Forderung nicht nachkam, wurde festgesetzt und durfte erst nach der Zollentrichtung weiterfahren. Viele Schiffe liefen den Hafen vonHelsingør an und nahmen Proviant und Trinkwasser an Bord. Ein gutes Geschäft für die Kaufleute der Stadt. So wandelte sich das zuvor durch Fischfang bekannte Dorf zum Handelsplatz und zur städtischen Siedlung. Nach der Fertigstellung der Festung Kogen, wie sie später hieß, wurde der Zoll ab 1429 bei Durchquerung des Øresunds erhoben. Um 1574 war es der dänische König Friedrich II., der die Festung erweitern und im Stil der Renaissance neu gestalteten lies. Ab 1577 wurde die Festung auf königlichen Befehl in Festung „Kronborg“ umbenannt. Die Umbauarbeiten dauerten noch bis zum Jahr 1585, obwohl das Schloss schon 1582 eingeweiht und offiziell zum königlichen Wohnsitz ernannt wurde. Ein Großbrand im Jahr 1629 vernichtete die Festung fast völlig. Es war nur die Schlosskapelle, die verschont blieb. Der Dänenkönig Christian IV. lies das Schloss bis 1639 wieder aufbauen. 1658 eroberten die Schweden während des zweiten Nordischen Krieges die Festung. Kronborg blieb bis 1660 durch die Schweden besetzt. In der zweiten Hälfte des 17. Jh.s wurde die Festung ein weiteres Mal bautechnisch verändert. Zusätzliche Wälle wurden aufgeschüttet, so dass eine der mächtigsten Festungen jener Zeit in der Region entstand. Lange Zeit galt Kronborg uneinnehmbar, ein Umstand den man nutzte, in den Mauern ein Gefängnis unterzubringen. Von der ersten Hälfte des 18. Jh.s bis Mitte des 19. Jh.s war Kronborg eine Haftanstalt. Von 1785 bis 1922 nutzte man die Festung als Kaserne.
Seit dem Jahr 2000 gehört Schloss Kronborg zum Weltkulturerbe der UNESCO. Schloss Kronborg ist aber auch von literarischer und kultureller Bedeutung. Man nennt es auch „Hamletschloss“. Historisch betrachte, ist Hamlet ein jütländischer Prinz, der auf einer Insel namens „Mors“ lebte. Der Dichter Shakespeare wählte als Ort der Tragödie des Dramas „Hamlet“ das Schloss Kronborg in Helsingør (Elsinore). Im Jahr 1816 wurde der „Hamlet“ erstmals in der Festung Kronborg gespielt. In den folgenden Jahren wurden immer wieder Theateraufführungen in den istorischen Mauern durchgeführt. Auch heute gehört es zur Tradition, diese Hamletaufführungen auf der Burg zu zeigen.
Sehenswürdigkeiten der Stadt Helsingør
Schloss Kronborg
Die Festung im Renaissancestil liegt auf einer Landzunge am nordöstlichen Rand der Insel Seeland. Bis zum gegenüberliegenden schwedischen Ufer sind es etwa 4 km. Die Festung Kronborg besitzt damit eine exzellente Lage zur Überwachung der Einfahrt in den Øresund und in den Hafen von Helsingør. Die Festungsanlage ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt und von den Mauern der Festung hat man einen sehr schönen Blick auf die Küstenlandschaft und auf die Stadt. Beindruckend ist die aus rotem Sandstein gebauten Anlage mit ihren mit Kupfer gedeckten Dächern. Sehr schön ist auch die Schlosskapelle, die als einziges Bauwerk noch im Original erhalten geblieben ist. Im Inneren des Schlosses beeindrucken die schönen und wertvollen Kunstwerke, wie flämische Gobelins, Porträts der dänischen Könige sowie die wertvollen Kronborgtapeten aus der Renaissancezeit. Sie sind im Rittersaal und den angrenzenden Räumen zu besichtigen sind. Auch ein Besuch der äußeren Wallanlage ist zu empfehlen, um einen Eindruck von den Wehranlagen und somit der Bauarchitektur zu erhalten.
Handels – og Søfartsmuseum / Handels- und Seefahrtsmuseum
Im Nordflügel des Kronborgschlosses ist dieses kulturhistorische Museum untergebracht. Zahlreiche Ausstellungsstücke wie See – und Landkarten, Schiffsmodelle und Navigationsgegenstände geben einen Einblick in die Geschichte der dänischen Seefahrt und über die königlich – dänischen Besitzungen in Übersee.
Altstadt von Helsingør
Vom Schloss Kronborg in südwestlicher Richtung erstrecken sich der Hafen und die Werftanlagen. Daran anschließend gelangt man in die Altstadt von Helsingør. Sehr beliebt bei den Besuchern ist die Fußgängerzone, die zugleich auch die Einkaufsstraße ist. Rund um die Stengade kann man sehr viele Fachwerkhäuser, die aus dem 16. bis 18. Jh. stammen, bewundern.
St. Olai Kirke
Die im spätgotischen Stil erbaute Kirche findet man in der Nähe der Olaigade und der Stengade. Erbaut wurde sie in der Zeit zwischen 1480 bis 1559. Die Außenmauern des Gotteshauses tragen noch die Spuren einer früheren, romanischen Kirche, die schon im 13. Jh. errichtet wurde.
St. Mariæ Kirke
Diese Kirche gehörte im Mittelalter dem Orden der Karmeliter. Mit der Reformation im 16. Jh. gab der Konvent das Kloster auf und es wurde in den Klostergebäuden ein Hospital eingerichtet. Der Innenhof mit seinem Kreuzgang dient heute als Spielstätte für Theater- und Konzertaufführungen in den Sommermonaten.
Danmarks Tekniske Museum / Dänemarks Technik Museum
Dieses Museum hat seinen Platz in einer alten Gießerei gefunden. Das Museum zeigt dem Besucher die Geschichte der Wissenschaft und Technik vom Beginn der Industrialisierung bis in unsere Neuzeit. Unter anderem kann man Dänemarks erstes Flugzeug und Automobil besichtigen.
Ausflüge in die nähere Umgebung
Humlebæk
Um in den etwa 6 km südlich von Helsingør gelegenen Küstenort Humlebæk zu gelangen, kann man die Küstenstraße benutzen. Sie ist ein beliebter Wanderweg und führt direkt am Øresund entlang. Die Dänen nennen diese Region auch „Dänische Riviera“ wegen ihrer vielen noblen Villen und der sehr schönen, frei zugänglichen Küstenlandschaft. Die Straße führt nach etwa 20 km in die Vororte von Kopenhagen. Lange Spaziergänge an ausgedehnten Sandstränden und ein toller Blick auf das gegenüberliegende Schweden lassen das Herz höher schlagen.
Museum Louisiana in Humlebæk
Das Museum verdankt seine Entstehung einer Stiftung. Es war der Industrielle K. Jensen, der in einem Herrenhaus in unmittelbarer Strandnähe eine moderne Kunstausstellung einrichtete. Zu den bedeutendsten Künstlern, die hier ausgestellt werden, zählen Moore, Pablo Picasso, Andy Warhol und viele andere bedeutende Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts. Folgt man der Straße weiter in Richtung Süden, dann kommt man nach Rungstedlund, wo in einem alten Gasthaus zu Ehren der Schriftstellerin Karen Blixen ein Museum eingerichtet ist. Auch das Grab der Schriftstellerin Karen Baronesse Blixen-Finecke, deren Roman „Jenseits von Afrika“ zu einem Welterfolg wurde, befindet sich hier.
Helsingborg
Vom Hafen in Helsingør fahren im Minutentakt die Fähren über den Øresund zum gegenüberliegenden Helsingborg. Die Fähre benötigt etwa 30 Minuten für die 4 km breite Meerenge. Vom Schiff hat man einen sehr schönen Blick auf die Küstenlandschaften Schwedens und Dänemarks. Die schwedische Stadt Helsingborg wurde erstmals um 1070 urkundlich erwähnt und besitzt sehr viele historische Sehenswürdigkeiten, die man sehr gut bei einem Tagesausflug erkunden kann. Wer mehr über die Stadt Helsingborg erfahren möchte, findet in unserm Portal ausführliche Informationen dazu.
Erkundung der Nordküste der Insel Seeland
Die etwa 70 km lange Nordküste ist weitestgehend durch breite Sandstrände geprägt. Nur ein geringer Teil ist steinig und durch schroffe Klippen gezeichnet. Hier, wo die Wettereinflusse des Nordatlantiks in der Bucht des Kattegats spürbar wird, herrscht immer eine frische Brise reiner, unbelasteter Luft. Es riecht nach Tang und Salz und ist vor allem nach Gesundheit. In diesem Küstenabschnitt gibt es viele kleine Badeorte, die man entlang der Landstraße Nr. 237 erkunden kann. Zahlreiche Ferienhäuser bieten einen erholsamen Aufenthalt.
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