Dänemark – der Osten – Kopenhagen – Museen und Parks im Nordwesten
Es sind die einstigen Wallanlagen Kopenhagens, die die Besucher gern in Augenschein nehmen. Dieser Teil der Stadt erstreckt sich von der Dag. Hammarskjölds Allé, die sich in nordöstlicher Richtung von Churchill – parken befindet. Am Lille Triangel beginnen die Wassergräben und verlaufen in südwestlicher Richtung bis zum Planetarium „Tycho Brahe“ und dem nahe gelegenem Tivoli. Entlang der Wallgräben verläuft parallel die Promenade Søgade. Hinter dem Altstadtzentrum, das durch die Wallanlagen mit ihren Wassergräben begrenzt wird, liegen die Stadtteile Nørrebro und Vesterbro.
Reiseziele Dänemark – der Osten – Kopenhagen – Museen und Parks im Nordwesten
- Geschichte der Stadt Kopenhagen
Sehenswürdigkeiten
- Hirschsprungske Samling
- Statens Museum for Kunst
- Botanisk Have & Museum
- Arbejdermuseet
- Rosenborg Slot / Kongens Have
- Danske Filmmuseum & Cinematek
Stadtteil Vesterbro
- Tivoli
- Tycho Brahe Planetarium
- Københavens Bymuseum / Museum für Stadtgeschichte
- Carlsberg Bryggerierne / Brauerei Carlsberg
- Zoologisk Have / Zoo
Brückenviertel / Nørrebro und Østerbro
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Geschichte der Stadt Kopenhagen
Es war der Bischof Absalon, der im 12. Jh. unter dem dänischen König Valdemar I., der auch Waldemar der Große genannt wurde, das Fischerdorf Hafnia am Øresund befestigen ließ. Damit sollten die Überfälle der wendischen Piraten, deren Herkunft die östlichen Gebiete der Ostsee sind, erschwert werden. Der Bischof veranlasste auch den Bau der Burg Havn auf der Insel Slotsholmen. Danach siedelte man Kaufleute und Handwerker an und es entstand die Siedlung „Købmandenes Havn“, was soviel wie Kaufmannshafen bedeutet. Zur Hauptstadt des dänischen Königreiches wurde Købnhavn (Kopenhagen) im Jahr 1416. Die markanten und sehr schönen Gebäude lies König Christian IV. während seine Regentenzeit in der Stadt erbauen (1588- 1648). Noch heute sind ein Teil der Gebäude, wie der Runde Turm, die alte Börse und das Schloss von Rosenborg, aus dieser Zeit erhalten und prägen eindrucksvoll das Stadtbild. Im 17. Jh. waren es die Schweden, die die nordischen Länder mit Krieg überzogen. So wurde auch die dänische Hauptstadt mehrfach von schwedischen Truppen belagert. Den kriegerischen Handlungen folgten Feuersbrünste und Seuchen, die den Menschen zusetzten. Später, zu napoleonischer Zeit, in den Jahren 1803 bis 1814, waren das Land und die Hauptstadt während der Napoleonischen Kriege mehrfach von britischen und französischen Truppen besetzt und die Menschen litten unter den Besatzungen und dem verlorenen Krieg. In der ersten Hälfte des 20. Jh.s waren es die Deutschen, die während des Zweiten Weltkrieges Kopenhagen besetzten und durch Bunker- und Befestigungsanlagen verschandelten. Heut hat man die alten Verteidigungsanlagen sehr schön zu Parks und Gärten umgestaltet. Nun sind Dänemark und Schweden, die Nachbarländer am Øresund, Mitglieder der Europäischen Union, zu deren Grundprinzipien ein friedliches Miteinander gehört. Seit dem Jahr 2000 sind beide Staaten ein Stück aufeinander zu gegangen. Man kann seit dem Jahr 2000 über imposante Øresundbrücke, die Kopenhagen mit Malmö verbindet, einander besuchen.
Hirschsprungske Samling
Im Nordosten der Wallanlage, in der Østre Anlæg, befindet sich eines der ansprechendsten Kunstmuseen der Stadt. Die Hirschsprung Sammlung, die ihren Namen nach dem gleichnamigen Zigarettenfabrikanten trägt, umfasst hauptsächlich Werke des 19. und 20. Jahrhunderts. Die bemerkenswerte Kunstsammlung zeigt ein Spiegelbild der dänischen Malerei des 19. Jahrhunderts. Zu den Vertretern dieser Zeit zählen unter anderem die Künstler Christoffer Wilhelm Eckersberg, Peter Severin Krøyer, Michael Ancher, Anna Brøndrum, Karl Madsen, der Norweger Christian Krogh und der Schwede Oskar Björk. Alle diese Künstler zählt man zu den Skagenmalern. Wer das Museum besucht, wird noch eine Vielzahl anderer Skagenmaler bewundern können. Die Künstlerkolonie im kleinen Fischerdorf Skagen liegt ganz im Norden Dänemarks. Die einzigartige Natur und das faszinierende Licht dieses Landstriches haben viele Künstler im 18. ,19. und 20. Jh.s in Künstlerkolonie nach Skagen verschlagen. Noch heute ist der Ort ein Zentrum der Maler, Glasgestalter, Keramikgestalter und Schmuckdesigner. In Skagen selbst gibt es seit 1908 das Skagen- Museum. Hier werden die bedeutendsten Bilder dieser Kunstrichtung ausgestellt.
Statens Museum for Kunst
Auch in der Østre Anlæg, nur wenige Schritte von der Hirschsprung Sammlung entfernt, befindet sich Dänemarks größtes Kunstmuseum. Das Museum verfügt über annähernd 300 000 Ausstellungsstücke, darunter Werke von Dürer, Picasso und Giacometti. Kern der Ausstellung ist die Königliche Gemäldegalerie, die in den Jahren 1889- 1896 im italienischen Renaissancestil von Vilhelm Dahlerup erschaffen wurde. Im Jahr 1998 gliederte man dem historischen Gebäude einen Neubau an, da der Platz für das Museum nicht mehr ausreichte. Bei einem Rundgang durchstreift man erst die Räume, in denen unter anderem die Werke der italienischen Meister wie Tizian, Tintoretto, Mantega und Tiepolo zusehen sind. Ihnen schließen sich die bedeutenden niederländischen und flämischen Meister an. Es sind die bedeutendsten unter ihnen, wie Rubens und Rembrandt, deren Werke man hier bewundern darf. Auch die Werke von Lucas Cranach sind hier vertreten. Für die Kunstepochen des 19. und 20. Jh.s stehen die Werke von Picasso, Matisse und Nolde. Sehr schön ist auch die Nachwuchsabteilung des Museums. Im Kinder – Kunst – Museum (Børnenes Kunstmuseum), kommen die Kleinsten unter den Kunstliebhabern auf ihre Kosten. Auf spielerische Art und Weise weckt man das Interesse und die Freude an der Kunst. In Workshops erlernen sie den Umgang mit Pinsel, Farbe, Leinwand oder Modelliermasse.
Botanisk Have & Museum
Der Botanische Garten Kopenhagens wurde 1874 angelegt. In einer Vielzahl von Gewächshäusern kann man von Mai bis September zahlreiche botanische Besonderheiten bewundern.
Von riesigen Palmen und Kakteen bis zu Blütenpracht exotischer Orchideen, alles kann man hier finden. Der botanische Garten liegt gleich neben dem Statens Museum for Kunst.
Arbejdermuseet
Auch dieses Museum befindet sich in der Rømersgade, nur wenige Schritte südlich vom Botanischen Garten. Das Museum gibt einen Einblick in die Geschichte der Dänischen Arbeiterbewegung. Es zeigt auch die Bedeutung und das Leben der Arbeiter Kopenhagens beim Aufbau ihrer Hauptstadt in den einzelnen Jahrhunderten. Das Museum dokumentiert eine Zeitreise von 1870 bis in die unsere Zeit.
Rosenborg Slot / Kongens Have
Das Rosenborg Slot liegt östlich des Botanischen Gartens. Es ist ein Backsteinbau aus dem Jahr 1606 und die Stilelemente sind der Renaissance zuzurechnen. Aus der gleichen Epoche stammt auch der Kongens Have, ein Königlicher Park, der wunderschön angelegt ist. Von innen wie auch von außen ist das Schloss ein Schmuckstück, das einst König Christian IV. als Lustschloss erbauen lies. Unter den malerischen grünen Kupferdächern zeigt sich eine dunkle Backsteinfassade. Mit ihren quadratischen Ecktürmen und dem mittig stehenden, sechseckigen Treppenturm bietet sich ein beeindruckendes Bild vor dem dahinter aufragenden Hauptturm. Das Innere ist ausgestattet mit wertvollen Gobelins und prächtigen Deckengemälden sowie kostbaren Möbeln. In einigen der wertvoll ausgestatteten Räume sind die Kronjuwelen und weitere bedeutende Schätze des dänischen Königshauses ausgestellt.
Danske Filmmuseum & Cinematek
In der Gothersgade, südlich des Rosenborgschlosses, ist das dänische Filmmuseum zu finden. Das dänische Filmarchiv ist sehr umfangreich. Neben etwa 65 000 Filmen und Dokumentationen sowie TV- Aufzeichnungen werden in dem Museum etwa 2. Mio. Fotografien aufbewahrt. In einem weiteren Bereich des Museums werden Filmvorführungen geboten und wechselnde themenbezogene Ausstellungen.
Stadtteil Vesterbro
Im 18. und 19. Jh. war der Stadtteil Vesterbro ein schmutziges Wohngebiet, geprägt von heruntergekommenen Wohnhäusern, Prostitution und Kriminalität. Heute ist dieser Stadtteil grundlegend erneuert worden. Moderne Apartments, Boutiquen, Künstler – und Szenelokale bestimmen nun das Bild dieses Stadtteils.
Tivoli
Neben der historischen Altstadt zählt auch der Vergnügungspark zu den beliebtesten Zielen Kopenhagens. Der Vergnügungspark besitzt den Status eines dänischen Nationalsymbols. Jährlich sind es über 4. Mio. Besucher, die den nostalgischen Märchen – und Vergnügungspark besuchen. Die Tradition reicht bis in das Gründungsjahr 1843 zurück. Von April bis September sind es die Fahrgeschäfte, Pantomimentheater und Harlekine, die Groß und Klein erfreuen. In der Weihnachtszeit von Mitte November bis Ende Dezember findet hier einer der größten Weihnachtsmärkte des Landes statt.
Tycho Brahe Planetarium
Nordöstlich des Hauptbahnhofs, in unmittelbarer Nähe des Skt. Jørgens Sø, befindet sich das Tycho Brahe Planetarium. Es ist ein zylinderförmiger Bau mit einer Höhe von 38 m. Den Namen trägt das Planetarium nach dem dänischen Astronomen Tycho Brahe. Er lebte von 1546 bis 1601. Seine Erkenntnisse und sein Leben werden in einer dauernden Ausstellung gezeigt. In einer weiteren Abteilung werden die Geschichte der Astronomie und der Raumfahrt dokumentiert. Ein weiteres Highlight ist das Planetarium. Hier werden dem Betrachter unser Sonnensystem und weitere Sonnensysteme, die Milchstraße und andere Galaxien auf beeindruckende Weise am künstlichen Himmel des Planetariums dargestellt. Des weiteren kann man auf einer Großleinwand beeindruckend Filme über unsere Erde, ihrer Natur sowie die menschlichen Errungenschaften in der Technik sehen.
Københavens Bymuseum / Museum für Stadtgeschichte
Vom Rathausplatz aus führt die Vesterbrogade in südwestlicher Richtung. Die Straße trifft am Ende auf das Museum. Dieses Museum zeigt die Hauptstadt Kopenhagen als Modell. Eine naturgetreue Nachbildung der Häuser und Gassen, Straßen und Kanäle ist zu sehen, die den Betrachter in das Kopenhagen des 19. Jh.s eintauchen lässt. Das Museum gibt dem Besucher auch einen historischen Einblick in die Geschichte der Stadt.
Carlsberg Bryggerierne / Brauerei Carlsberg
Die berühmte Karlsberg Brauerei liegt am westlichen Stadtrand von Kopenhagen. Der Gebäudekomplex der Brauerei wurde 1847 errichtet und zählt heute zu den Nationalen Industriedenkmälern. In einer der ehemaligen Abfüllhallen ist heute ein Besucherzentrum eingerichtet, in dem man viel über das Thema Bier, das Reinheitsgebot sowie über die Geschichte von Carlsberg Bier erfahren kann.
Zoologisk Have/ Zoo
Südwestlich des Stadtzentrums, im Roskildevej, liegt der Zoo von Kopenhagen. Es ist der Stadtteil Frederiksgerg, in dem der Zoo zu finden ist. Der 1859 gegründete Zoo zählt zu den schönsten Europas. Die großzügig gestaltete Anlage bietet etwa 3 300 Tieren ein Domizil. Seit seiner Gründung ist man bemüht, die Tiere artgerecht zu halten. Jährlich wird der Zoo von mehr als 1 Mio. Gästen besucht. Ein Besuch lohnt sich besonders mit Kindern.
Brückenviertel / Nørrebro und Østerbro
Westlich der ehemaligen Wallanlage mit ihren Wassergräben beginnt das Brückenviertel. Die Stadtteile hier heißen Nørrebro und Østerbro. In diesen Stadtteilen lebten früher die Arbeiter. Wer preisgünstig essen und trinken will, findet hier bestimmt ein interessantes Angebot. Für einen Einkaufsbummel ist dieser Stadtteil auch eine gute Adresse. Viele kleine Boutiquen und Antiquitätenläden erwarten ihre Besucher.
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