Dänemark – der Osten – Kopenhagen – Christianshavn
Ganz im Osten des Landes, auf der Insel Seeland, an der schmalsten Stelle zwischen Schweden und Dänemark, liegt die Hauptstadt des dänischen Königreiches am Öresund. Die traditionsreiche, lebensfrohe und zugleich moderne Hauptstadt des Landes wird von einem historischen Stadtbild geprägt. Es sind die Kirchtürme und historischen Gebäude mit ihren Kupferdächern, die die Silhouette der Stadt bilden. Viele königlichen Schlösser und Museen locken jährlich zahlreiche Touristen an. Im Frühjahr und Sommer ist die berühmte Shoppingmeile „Tørget“ mit ihren vielen Musikklubs und Kneipen ein Besuchermagnet. Kopenhagen zählt zu den kleinen und gemütlichen Hauptstädten Europas. Mit etwa 500 000 Einwohnern im Zentrum und ca. 1,4 Mio. Einwohnern im Großraum von Kopenhagen geht es ruhig zu. Da die Stadt am Øresund liegt und nur eine schmale Meerenge Dänemark von Schweden trennt, bietet sich ein Besuch der schwedischen Metropolen Malmö und Helsingborg an. Malmö erreicht man traditionell mit der Fähre über den Øresund oder über die Öresundbrücke. Das schwedische Helsingborg erreicht man vom dänischen Helsingør aus nur mit der Fähre. Beide Städte liegen an der engsten Stelle des Öresunds.
Kopenhagen - Stadtteil Christianshavn
Reiseziele Dänemark – der Osten – Kopenhagen – Christianshavn kurz zusammengefasst:
- Geschichte der Stadt Kopenhagen
Sehenswürdigkeiten von Christianshavn
- Der Stadtteil Christianshavn
- Gammel Dok
- Orlogsmuseet / Marinemuseum
- Vor Frelser Kirke / Erlöserkirche
- Christians Kirke
- Fristaden Christiania
- Operahus / Opernhaus
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Geschichte der Stadt Kopenhagen
Es war der Bischof Absalon, der im 12. Jh. unter dem dänischen König Valdemar I., der auch Waldemar der Große genannt wurde, das Fischerdorf Hafnia am Øresund befestigen ließ. Damit sollten die Überfälle der wendischen Piraten, deren Herkunft die östlichen Gebiete der Ostsee sind, erschwert werden. Der Bischof veranlasste auch den Bau der Burg Havn auf der Insel Slotsholmen. Danach siedelte man Kaufleute und Handwerker an und es entstand die Siedlung „Købmandenes Havn“, was soviel wie Kaufmannshafen bedeutet. Zur Hauptstadt des dänischen Königreiches wurde Købnhavn (Kopenhagen) im Jahr 1416. Die markanten und sehr schönen Gebäude lies König Christian IV. während seine Regentenzeit in der Stadt erbauen (1588- 1648). Noch heute sind ein Teil der Gebäude, wie der Runde Turm, die alte Börse und das Schloss von Rosenborg, aus dieser Zeit erhalten und prägen eindrucksvoll das Stadtbild. Im 17. Jh. waren es die Schweden, die die nordischen Länder mit Krieg überzogen. So wurde auch die dänische Hauptstadt mehrfach von schwedischen Truppen belagert. Den kriegerischen Handlungen folgten Feuersbrünste und Seuchen, die den Menschen zusetzten. Später, zu napoleonischer Zeit, in den Jahren 1803 bis 1814, waren das Land und die Hauptstadt während der Napoleonischen Kriege mehrfach von britischen und französischen Truppen besetzt und die Menschen litten unter den Besatzungen und dem verlorenen Krieg. In der ersten Hälfte des 20. Jh.s waren es die Deutschen, die während des Zweiten Weltkrieges Kopenhagen besetzten und durch Bunker- und Befestigungsanlagen verschandelten. Heut hat man die alten Verteidigungsanlagen sehr schön zu Parks und Gärten umgestaltet. Nun sind Dänemark und Schweden, die Nachbarländer am Øresund, Mitglieder der Europäischen Union, zu deren Grundprinzipien ein friedliches Miteinander gehört. Seit dem Jahr 2000 sind beide Staaten ein Stück aufeinander zu gegangen. Man kann seit dem Jahr 2000 über imposante Øresundbrücke, die Kopenhagen mit Malmö verbindet, einander besuchen.
Sehenswürdigkeiten von Christianshavn
Der Stadtteil Christianshavn
Direkt gegenüber der Altstadtinsel, im Südosten, auf der Insel Amager, liegt der Stadtteil Christianshavn. Man erreicht die Insel über die Langebro in der Nähe der Ny Carlsberg Glyptotek oder über die Knippelsbro unweit der Børsen. Es war Christian IV., der 1618 den Hafen auf der Insel anlegen lies. Die Wasserstraßen /Kanäle sowie die Straßen verlaufen exakt rechtwinklig zueinander. Nach Südosten ist der Hafen durch Befestigungsanlagen, den alten Schanzen, begrenzt. Dieser Stadtteil ist bei den Touristen sehr beliebt. Zwischen alten Fachwerk- und Patrizierhäusern, in deren Hofanlagen kleine Läden, Cafés und Lokale in idyllischer Lage auf ihre Besucher warten, ist sehr viel Trubel.
Kopenhagen - Stadtteil Christianshavn
Kopenhagen - Stadtteil Christianshavn
Kopenhagen - Stadtteil Christianshavn
Kopenhagen - Stadtteil Chrsitianshavn
Gammel Dok
Es ist ein altes ehemaliges Speicherhaus am Inderhavn, das als Architekturzentrum und Ausstellungsgebäude umgebaut wurde. Wechselnde Ausstellungen und ein schönes Café laden zum Verweilen ein Vom Café aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Altstadt auf der gegenüberliegenden Seite.
Orlogsmuseet / Marinemuseum
Das Museum, das in der Nähe des Christianshavns- Kanal liegt, zeigt die Geschichte der Königlichen Kriegsmarine vom 17. bis zum 20. Jahrhundert.
Vor Frelser Kirke / Erlöserkirche
Südlich des Königlichen Marinemuseums erblickt man schon die Erlöserkirche. Es ist ein sehr schöner kreuzförmiger Backsteinbau. Den Turm erhielt die Kirche 1752. Von weitem erblickt man schon die grün schimmernde Kupferbedachung des Turmes mit der Christusfigur auf einem goldenen Globus. Im oberen Teil des Turmes gibt es ein Aussichtsplateau, von dem man einen sehr schönen Blick auf die Hauptstadt genießen kann. Der Hochaltar der Erlöserkirche stammt vom Stockholmer Künstler Nicodemus Tessin, der ihn1695 erschaffen hat.
Kopenhagen - Vor Frelser Kirke / Erlöserkirche
Kopenhagen - Vor Frelser Kirke / Erlöserkirche
Christians Kirke
Die Christians Kirke liegt direkt gegenüber der Altstadtinsel. Die Außenhülle ist aus Backstein, im Inneren ist sie mit Sandstein verkleidet. Erbaut wurde die Kirche nach Plänen des Architekten und Baumeisters Nicolai Eigtved. Unter seiner Hand erbaute man die Kirche 1759. Beeindruckend im Inneren ist die dreistöckige Empore. Der Architekt entwarf auch die Pläne für das Schloss Amalienborg und für das erste königliche Theater. Ähnlichkeit besitzen die Theaterlogen mit der logenartigen Empore in der Christians- Kirke. Selten ist die Gestaltung auch bezüglich des Altares, der Kanzel und der Orgel, die ebenfalls übereinander angeordnet sind.
Kopenhagen - Christians Kirke
Fristaden Christiania
Im Osten der Insel liegt der Verteidigungswall der ehemaligen Ulriks Bastion, die heute Fristaden Christiania genannt wird. Sie umfasst ein Territorium von ca. 35 ha. Bevor Hausbesetzer in den achtziger Jahren des vorigen Jh. die Häuser besetzten, lebten hier etwa 1 000 Christianitter. Heute haben sich die ehemaligen Kasernen zu einem Vorzeigeobjekt entwickelt, dass durch viele Tausend Besucher Jährlich aufgesucht wird. Es ist eine sehr bunte und eigenwillige Szenewelt, auf die der Besucher trifft.
Operahus / Opernhaus
Auf der Insel Holmen, im Stadtteil Friedrichsholmen, befindet sich der spektakuläre Bau des Opernhauses von Kopenhagen. Es war die Stiftung der Reederfamilie Møller, die den Bau der Oper mit 335 Mio. € förderte und ermöglichte.
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