Brasilien - Südosten - Minas Gerais
Der Südosten umfasst die Bundesstaaten
Minas Gerais,
Espírito Santo, Rio de Janeiro und
São Paulo. Mit 80 Mio. Einwohnern auf ca. 1 Mio km² ist es die am dichtesten besiedelte Region Brasiliens. Die Region wird landschaftlich hauptsächlich vom
brasilianischen Bergland (500- 1000m) bestimmt. An der
buchtenreichen Küste finden sich oft steile,
dichtbewachsene Berghänge.
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Reiseziele Minas Gerais - Brasilien kurz zusammengefasst:
- Bundesstaat Minas Gerais
- Belo Horizonte
- Das Zentrum Pampulha
- Museu de Arte
- Museu do Mineiro
- Museu de Mineralogia
- Umgebung
- Einkaufen
- Ouro Preto (schwarzes Gold)
- Antigo Paço Municipal
- Museu de Mineralogia
- Museu da Inconfidência
- Praça Tiradentes
- Casa dos Contos
- Teatro Municipal
- Aleijadinho (Krüppelchen)
- Barocke Kirchen
- Igreja São Francisco de Assis
- Nossa Senhora do Rosário dos Brancos
- Congonhas do Campo
- Basilica do Senhor Bom Jesus de Mosinhos
- Mariana
- Basilica da Sé
- São Francisco de Assis
- Museu Arquidiocesano
- Mina de Ouro da Passagem
- São João del Rei
- Museu Regional
- Nossa Senhora do Pilar
- São Francisco de Assis
- Maria Fumaça
- Tiradentes
- Igreja Matriz do Santo Antônio
- Sabará
- Igreja Nossa Senhora do Carmo
- Nossa Senhora da Conceição
- Casa da Intendência
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Bundesstaat Minas Gerais
Mit einer Fläche von ca. 588.000 km² ist Minas Gerais Brasiliens größter Bundesstaat im Südosten. Ca. 18 Mio. Einwohner leben hier. Im landschaftsbestimmenden Hochland erhebt sich das Itatiaia – Gebirge mit dem Pico das Agulhas Negras (ca. 2800m) . Es gibt ein großes Netz an Flüssen aber keinen Zugang zum Meer. Der ursprüngliche Waldreichtum fiel der Holzkohleproduktion, die man zur Eisenerzgewinnung benötigte, zum Opfer. Auf den nun vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen werden Kaffee, Bohnen, Baumwolle, Zuckerrohr, Mais, Reis, Kartoffeln, Zitrusfrüchte und Bananen angebaut. Das Land ist reich an Bodenschätzen wie Eisenerz, Gold, Silber, Edelsteine, Mangan, Bauxit, Zink, Phosphat, Quarz und Nickel. Mittels Wasserkraft ist Minas Gerais einer der größten Energieproduzenten Brasiliens.
Belo Horizonte
Ist eine Stadt, die am Reißbrett entstanden ist. Ursprünglich für 200.000 Einwohner geplant, leben heute ca. 2,2 Mio. Einwohner hier.
Das Zentrum Pampulha
Ist das Kulturzentrum der Stadt, das 1942- 44 errichtet und von Oscar Niemeyer konzipiert wurde. Von ihm stammt auch das ungewöhnliche Konzept für die Kirche São Francisco de Assis, innerhalb des Zentrums.
Museu de Arte
Im Museu de Arte, auch von Oscar Niemeyer geplant und 1990 errichtet, werden Arbeiten einheimischer Künstler gezeigt.
Museu do Mineiro
Im Museu do Mineiro ist die Pinakothek des Bundesstaates, mit Gemälden alter Meister, untergebracht.
Museu de Mineralogia
Eine ständige Ausstellung von Mineralienfunden aus Minas Gerais gibt es im Museu de Mineralogia zu sehen.
Umgebung
Belo Horizonte ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den vielen Grotten in der Umgebung (Rei do Mato, Gruta da Lapinha, Gruta do Maquiné).
Die Stauseen Três Marias und die Stauseen von Furnas bieten Möglichkeiten zum Fischen (allerdings 250 km entfernt).
Im Südteil findet man viele Thermalbäder, die sich an mineralhaltigen Quellen entwickelt haben.
Einkaufen
Edelsteine kann man preiswert in Brasilien einkaufen. Topase, Aquamarine und Turmaline werden überall günstig angeboten.
Ouro Preto (schwarzes Gold)
Im Hochland gelegen, ist sie die meistbesuchte Stadt des Landes. Ouro Preto war einst das Zentrum des brasilianischen Barock. Viele Gold und Diamantenfunde trugen zum Reichtum bei. Heute steht Ouro Preto unter Denkmalschutz und gehört mit seinen zahlreichen Bauten aus der Kolonialzeit zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Antigo Paço Municipal
Der Gouverneurspalast, in der Stadtmitte am Praça Tiradentes gelegen, wird heute von der Universität als Bergbaufakultät genutzt.
Museu de Mineralogia
Es gibt mehr als 12.000 Exponate zu sehen.
Museu da Inconfidência
Das “Museum des Verrats” beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Gegenständen und Möbeln aus dem 18. Jh. und eindrucksvolle Dokumente zur Geschichte des ersten brasilianischen Nationalhelden Tiradentes. Auch eine Gedenkstätte erinnert an ihn.
Praça Tiradentes
Hier findet man auch die Ruine des Hauses des legendären Sklaven Chico Rei, der sich nach Goldfunden freikaufte und königlich lebte. Er und sein Gefolge sind noch heute Vorbild für Karnevalsfiguren in Rio.
Casa dos Contos
Im ehemaligen Bankgebäude, wo auch die Goldfunde kontrolliert wurden, gibt es alte Münzen zu sehen. Neben einer Spezialbibliothek kann man auch das Sklavenhaus sehen.
Teatro Municipal
Das älteste Theater Brasiliens gibt keine Vorstellungen mehr aber man kann es besichtigen.
Aleijadinho (Krüppelchen)
Das war der berühmteste Barockbaumeister seiner Zeit. Er prägte die Baukunst des Barock, die Malerei und die Bildhauerei Brasiliens. Gesundheitlich stark beeinträchtigt durch seine Lepraerkrankung, hatte er schon mit vierzig Jahren keine Finger mehr. Er ließ sich sein Bildhauerwerkzeug an den Armen befestigen.
Barocke Kirchen
Dazu gehören die Kirche Matriz Nossa Senhora da Conceição, in deren Anbau sich ein Aleijadinho Museum befindet. Die Kirche Nossa Senhora do Pilar ist außen eher schlicht aber mit reich vergoldeten Schnitzereien im Innenraum ausgestattet. Mit Gemälden des berühmtesten brasilianischen Barockmalers am Hauptaltar ist die Kirche Nossa Senhora do Monte do Carmo ausgestattet. Im dazugehörigen Museu de Arte Sacra sind Skulpturen von Aleijadinho ausgestellt.
Igreja São Francisco de Assis
Ist die berühmteste Kirche von Ouro Preto. Aleijadinho hat sie konzipiert und vieles auch selbst geschaffen. Sie gilt als sein Meisterwerk und einer der schönsten Sakralbauten von Brasilien.
Nossa Senhora do Rosário dos Brancos
Die kleine, einfache Kirche ist die älteste in Ouro Preto. Einzigartig in Brasilien ist das Dach des Glockenturms, das orientalische Einflüsse aufweist.
Congonhas do Campo
Diese Kleinstadt ist ca. 80 km von Belo Horizonte entfernt.
Basilica do Senhor Bom Jesus de Mosinhos
Die 1757 begonnene Wallfahrtskirche ist UNESCO – Weltkulturerbe. Wunderschöne Specksteinarbeiten am Kirchenportal und die zwölf Apostel davor sind besonders beeindruckend. An den 66 Passionsfiguren wirkte auch Aleijadinho mit, sie sind in sechs Kapellen gruppiert.
Mariana
Etwa 12 km östlich von Ouro Preto, malerisch im Bergland gelegener Ort, der erster Bischofssitz in Minas Gerais war. Benannt nach der Königin Maria Anna von Österreich.
Basilica da Sé
Die Kirche ist bekannt für die schöne Orgel, die in der Werkstatt des Meisters Arp Schnitger, in Nauenfeld, in Deutschland entstand. Das Portal der Basilica stammt vom Barockbaumeister Aleijadinho.
São Francisco de Assis
Die einfache Kirche hat über dem Portal ein Medaillon aus Speckstein, das auch von Aleijadinho stammt.
Museu Arquidiocesano
Das Erzbischöfliche Museum ist in der Casa Capitular, einem reichverzierten Barockbau, untergebracht. Werke von Aleijadinho und Ataide werden neben Kirchengewändern aus dem 18. und 19. Jh. gezeigt.
Mina de Ouro da Passagem
Eine stilgelegte Goldmine, ca. 4 km entfernt , die man besuchen kann.
São João del Rei
Kleine Stadt mit teils gut erhaltenen Bauten aus der Kolonialzeit, wie Kirchen, Herrenhäuser und Sklavenpranger.
Museu Regional
Das Museum zeigt eine Möbelsammlung sowie Exponate sakraler Kunst.
Nossa Senhora do Pilar
Mit dem Bau der Kathedrale, die schöne vergoldete Altäre besitzt, wurde 1721 begonnen. Die Fertigstellung erfolgte erst 100 Jahre später.
São Francisco de Assis
Die Kirche wurde von Aleijadinho begonnen. Sie besticht durch das wunderschön gestaltete Specksteinportal und das Relief des heiligen Franziskus.
Maria Fumaça
Eine Dampflok, die noch heute durch die Berge nach Tiradentes fährt. Ein Eisenbahnmuseum mit Lokomotiven aus dem 19. Jh. findet man an der Bahnstation.
Tiradentes
Sehr gut erhaltenes und restauriertes Kolonialstädtchen in landschaftlich schöner Lage. Man kann es gut zu Fuß erkunden.
Igreja Matriz do Santo Antônio
Der Kirchenbau geht auch auf einen Entwurf von Aleijadinho zurück. Berühmt ist der prächtig vergoldete Barockaltar, für den 400 kg Gold verarbeitet wurden.
Sabará
Ist heute eine Industriestadt mit ca. 80.000 Einwohnern. Hier wurde Aleijadinho 1738 geboren.
Igreja Nossa Senhora do Carmo
Die Kirche wurde nach Entwürfen von Aleijadinho errichtet.
Nossa Senhora da Conceição
Gilt als eine der ältesten Kirchen in Minas Gerais. Außergewöhnlich ist die Innenausstattung mit chinesischer Lackmalerei, der Altar ist üppig vergoldet.
Casa da Intendência
Ein Original erhaltenes Kolonialgebäude aus Holz. Hier gibt es ein Goldmuseum, das auch eine Goldschmelze zeigt.
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