Reiseziel Jordanien
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Jordanien

Das Haschemitische Königreich Jordanien befindet sich in Vorderasien. Es ist ein bekanntes Reiseziel für Kultur- und Pilgerreisen. Im vielgestaltigen Land gibt es zahlreiche Gebirge mit zerklüfteten Bergen bis zu einer Höhe von 1 754 m (Dschabal Rum). Daneben besteht ein Grossteil Jordaniens aus heißen Wüsten. Der Jordangraben führt zum Toten Meer im tiefsten Punkt der Erdoberfläche, 395 m unter dem Meeresspiegel, gelegen. Die Hauptstadt des Hashemitischen Königreiches ist Amman. Die lebendige Stadt empfängt den Besucher als hochmoderne, westliche Großstadt, durchsetzt mit orientalischen Einflüssen. Das Stadtbild wird geprägt von Hochhäusern und Minaretten aber auch von vornehmen Vierteln mit noblen Villen. Hochkultur gab es in Jordanien schon in der Antike. Beispielgebend dafür ist das alte Gerasa, das heutige Jerash, nördlich von Amman. Die Ruinenstadt mit ihren Tempeln, Kirchen und Theatern ist das wichtigste historische Baudenkmal des Landes. Im Kontrast dazu steht das ganz im Süden gelegene Aqaba am Roten Meer. Hier laden die palmengesäumten Sandstrände zum Entspannen und Erholen ein. Im Roten Meer mit seinem kristallklaren Wasser und den herrlichen Korallenriffen kann man die einzigartige Schönheit der Unterwasserwelt entdecken. Ganz in der Nähe findet man das Wadi Rum, es gilt als eine der schönsten Wüstenregionen der Welt, geprägt von rotem Sand und bizarren Felsformationen. Absolutes Highlight für jeden Jordanienbesuch ist Petra, die Hauptstadt der Nabatäer. Von besonderer Faszination ist die im Talkessel versteckte Felsenstadt aus rosa Stein. Biblische Geschichten werden mit Leben erfüllt beim Besuch des Berges Nebo, von dem Moses in das gelobte Land geblickt haben soll. Ebenso beeindruckt Bethanien, hier soll Johannes der Täufer Jesus getauft haben. Trotz seiner schwierigen geografischen Lage, umgeben von den Krisenherden im Nahen Osten, ist es dem Königreich Jordanien gelungen, das Land immer mehr für Besucher zu öffnen. Zahlreiche neue Hotels und Resorts für Kultur- und Pilgerreisende wurden eröffnet. Daneben hat man Naturschutzgebiete mit Wanderwegen eingerichtet, die den Besuchern auf geführten Touren die Schönheiten des beeindruckenden Landes näher bringen.

Reiseinformationen – Jordanien – kurz zusammengefasst:

- Natur
- Politik und Wirtschaft
- Geschichte

Mehr Informationen:

Natur

Die Landschaft Jordaniens wird von Wüste, Gebirge und Meer geprägt. Man unterteilt das Land in drei Großlandschaften, die Große Grabensenke, das jordanische Hochplateau und die Wüstenregion. Die Große Grabensenke, die Jordansenke, erstreckt sich vom See Genezareth über das Tote Meer bis hin zum Golf von Aqaba. Die 400 km lange und bis zu 20 km breite Senke ist ein Erdbebengebiet. Sie erreicht am Grunde des Toten Meeres eine maximale Tiefe von 829m unter dem Meeresspiegel. Das Jordanische Hochplateau zeigt im Westen zum Jordan hin hohe Gipfel und steile Schluchten. Die Ostseite geht moderater zum jordanischen Wüstenplateau über. Es gliedert sich vom Norden nach Süden in die Regionen Gilead, Moab und Edom. Die Gebirgslandschaft Gilead liegt  im Nordosten des Toten Meeres. Im dünnbesiedelten, bewaldeten Norden werden Wein, Obst, Gemüse und Tabak angebaut. Im dichtbesiedelten Süden liegt die Hauptstadt Amman. Im niederschlagsreichen Bergland von Moab wird hauptsächlich Getreide angebaut. In Edom, dem südlichen Teil des ostjordanischen Berglandes befinden sich die berühmte Nabatäerstadt Petra und das Wadi Rum. Entgegen dem wildzerklüfteten und trockenen Süden von Edom wird im niederschlagsreicheren nördlichen Teil auch Landwirtschaft betrieben. Etwa vier Fünftel Jordaniens besteht aus Wüstenregionen, darunter Wüstensteppe, Stein – und Lavawüste. Der Nordosten wird von der Basaltwüste geprägt, südlich schließt sich die schönerer Stein- und Sandwüste um das Wadi Rum an. Die größten Gewässer des Landes sind der Jordan und der Yarmuk, sie sind die einzigen Flüsse, die ganzjährig Wasser führen und somit auch zur Wasserversorgung dienen. Die Wasserversorgung stellt für Jordanien ein großes Problem dar. Es gibt wenig Niederschläge und die Nutzung des Jordan wird von Israel kontrolliert.  Beim Klima von Jordanien herrscht eine Dreiteilung vor. So hat der Nordwesten mit heißen, trockenen Sommern und kühlen, feuchten Wintern ein Mittelmeerklima. Die Niederschlagsmengen betragen jährlich 800 mm. Im Osten und Süden dagegen gibt es wesentlich weniger Niederschläge. Im größten Teil des Landes herrscht kontinentales Wüstenklima. Die mittleren Temperaturen liegen im Sommer bei 31 - 38°C und im Winter bei 13 - 19°C. Die großen Trockengebiete sind nur kärglich mit Dornensträuchern wie Tamarisken und Schirmakazien bewachsen. Eine große Pflanzenvielfalt bietet das subtropische Jordantal und artenreich ist auch die Gebirgsflora im Norden. Das ursprünglich stark bewaldete Land, das in der Vergangenheit systematisch abgeholzt wurde, wird nun auch wieder aufgeforstet. Es gibt überwiegend Kiefern, Zypressen, Eichen und Akazien. Trotz der kargen Vegetation sind zahlreiche Tiere in Jordanien beheimatet. Es gibt Hyänen, Wildkatzen, Wölfe, Gazellen und Steinböcke aber auch Geier, Steinadler, Eidechsen, Skorpione und Schlangen. Vielfältig ist die Unterwasserwelt des Roten Meeres mit seinen artenreichen Korallenriffen, in denen zahlreiche Fische leben. Mit der Schaffung von Naturschutzgebieten ist man bestrebt, die Vielfalt von Flora und Fauna zu schützen und zu erhalten.

Politik und Wirtschaft

Jordanien hat etwa 5,5 Millionen Einwohner. Ungefähr 90% davon leben im fruchtbaren Westen und Nordwesten des Landes. Die Einwohnerzahl Jordaniens hat sich in den letzten 60 Jahren auf das Vierzehnfache erhöht. Ein Umstand, der vor allem auf den hohen Anteil palästinensischer Flüchtlinge zurückzuführen ist. Ihr Anteil beträgt heute bis zu 60% der Gesamtbevölkerung. Nur noch 5% der Bevölkerung sind Beduinen, deren ursprüngliche Lebensweise immer mehr verloren geht. Von der großen Zahl der Palästinenser leben etwa 305 in Flüchtlingslagern, in denen sie schon seit Jahrzehnten darauf hoffen, in ihre Heimat zurückkehren zu können. Ein Großteil der Palästinenser ist heute erfolgreich in Jordanien integriert. Sie bekleiden oft hervorragende Positionen in Politik und Wirtschaft. Das jordanische Königshaus achtet dabei jedoch darauf, dass Schlüsselpositionen in Armee und Verwaltung mit Jordaniern besetzt sind. Jordanien hat, verglichen mit dem benachbarten arabischen Raum, ein hohes Bildungsniveau. Neben staatlichen Bildungseinrichtungen gibt es zahlreiche Privatschulen und mehr als 20 Universitäten. Trotz guter Bildungschancen auch für Frauen ist die jordanische Frau, unter anderem traditionell bedingt, nicht gleichberechtigt. Zahlreiche Frauenprojekte wirken dem entgegen. Noch immer wird der sogenannte Ehrenmord, dem zahlreiche Frauen zum Opfer fallen, wenig oder gar nicht bestraft. Das Haschemitische Königreich Jordanien ist eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der König ist das Staatsoberhaupt, das mit legislativen und exekutiven Befugnissen derart ausgestattet ist, dass er den Regierungskurs des Landes allein bestimmt. Staatsreligion in Jordanien ist der Islam, wobei für andere Glaubensrichtungen Religionsfreiheit besteht. Seit 1999 ist König Abdullah II. im Amt und seitdem um Reformen bemüht, die unter anderem Armut und Arbeitslosigkeit bekämpfen sollen.
Jordanien hat wenig Wasser, fast keine Bodenschätze und auch kein Öl. Eine Ausgangslage, die die Wirtschaft des Landes vor große Herausforderungen stellt.
In den fruchtbaren Gebieten des Jordangrabens wird Landwirtschaft betrieben. Die geringe, verfügbare Fläche reicht jedoch nicht aus den Eigenbedarf zu decken. Die Viehhaltung, die die Nomaden betreiben dient gerade deren Eigenbedarf.
In der Industrie bestimmen hauptsächlich kleine und mittlere Betriebe der Nahrungsmittel – und Bekleidungsindustrie das Bild. Jordanien ist der zweitwichtigste Phosphatproduzent der Welt. Auch die Kunstdünger – und Pottascheherstellung sind von Bedeutung. In der jüngsten Vergangenheit hat der Tourismus einen steten Aufschwung genommen. Zahlreiche Hotelneubauten sind entstanden. Daneben erschließt man die schönsten Naturschutzgebiete für den Tourismus.

Geschichte

Die Geschichte Jordaniens führt bis in die Steinzeit zurück und erste Nachweise von Jägern und Sammlern werden auf 180 000 v. Chr. datiert. Zwischen 8 000 v. Chr. bis 5 000 v. Chr. entstanden die ersten Städte, darunter auch Jericho, die älteste Stadt der Welt. Während der Bronzezeit von 3 600 – 1 200 v. Chr. entwickelten sich neue Siedlungen. Mit der Eisenzeit um 1 200 – 332 v. Chr. soll es unter der Führung von Moses zur Einwanderung des Volkes Israel gekommen sein. Auf der legendären Königsstraße, einer alten Handelsstraße, sollen die Israeliten nach Norden gezogen sein. In der Folgezeit kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Israeliten und den ostjordanischen Reichen. Um 1 000 v. Chr. eroberte König David die ammonitische Hauptstadt Rabbath Ammon, heute Amman. Seit dem 4. Jh. siedelten am Jordan, die von der arabischen Halbinsel stammenden Nabatäer. Unter Kaiser Trajan wurde 106 n. Chr. das jordanische Gebiet zur römischen Provinz Arabia. In der Schlacht am Yarmuk 636 siegten die Muslime über das Oströmische Reich und eine fast ununterbrochene Epoche islamischer Herrschaft nahm ihren Anfang. Von 1250 bis 1516 gehörte die Region als Teil der Provinz Syrien zum Reich der Mamelucken und bis 1918 zum Osmanischen Reich. Im Ersten Weltkrieg kam es zum Araberaufstand gegen die Osmanen und nach Kriegsende erfolgte der Anschluss an das Königreich Syrien. Im Ergebnis der Konferenz von San Remo im Jahr 1920 erfolgte die Angliederung Jordaniens an britisches Mandatsgebiet. Erst am 25. Mai 1946, dem heutigen Nationalfeiertag, wurde das Land unter König Abdullah I. unabhängig. Nach der Ausrufung Israels als souveräner Staat kam es zum ersten israelisch – arabischen Krieg. 1950 wurde der Staat in Haschemitisches Königreich Jordanien umbenannt. Wegen der Eingliederung palästinensischer Gebiete kam es zum tödlichen Attentat auf König Abdullah. Im Jahr 1953 wurde Hussein I. König von Jordanien. Im Ergebnis des Sechstagekrieges zwischen Israel und den arabischen Staaten verlor Jordanien das Westjordanland. 400 000 Flüchtlinge kamen ins Land. Mit den palästinensischen Flüchtlingen bildete sich die Palästinensische Befreiungsfront, die PLO, die eine Bedrohung für die Monarchie darstellte. Im „Schwarzen September“ wurde die PLO zerschlagen. 1994 gelang es König Hussein I. mit Israel einen Friedensvertrag abzuschließen. Seit 1999 regiert Abdullah II., nach dem Tod seines Vaters. Mit seiner Machtübernahme begann ein umfassender Modernisierungsprozess des Landes. Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 in den USA lag der Tourismus Jordaniens völlig am Boden. Ein weiterer Schlag für die Tourismusbranche waren die Ereignisse vom 9. November 2005, als Bomben in drei Hotels in Amman explodierten und zahlreiche Touristen und Geschäftsleute ums Leben kamen. Der klugen Politik des Herrscherhauses ist es zu verdanken, dass Jordanien heute trotz allem als eines der sichersten Länder im Nahen Osten gilt.

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Praktische Tipps Jordanien

Einreise nach Jordanien

Für die Einreise nach Jordanien benötigt man als EU Bürger einen gültigen Reisepass und ein Visum. Das Visum wird außerhalb des Landes von den Jordanischen Botschaften ausgestellt. Personen, die das 16.Lebensjahr noch nicht vollendet haben, benötigen einen Kinderausweis mit Lichtbild. Einen Eintrag im Reisepass der Eltern oder eines Elternteiles ist nicht ausreichend.
Alle Personaldokumente müssen bei Einreise noch 6 Monate gültig sein. Für Reisende aus Nicht- EU Staaten gelten gesonderte Reglungen. Weiter Informationen erhalten Sie unter www.auswaertiges-amt.de für die deutsche Staatsangehörigkeit, www.eda.admin.ch für die Schweizer Staatsangehörigkeit und www.bmaa.gv.at für die österreichische Staatsangehörigkeit. Die Ausreise ohne oder ungültigen Ausweis bzw. Pass stellt in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Ordnungsstrafe bis zu 2500 € geahndet wird.

Zollbestimmungen - Einreise nach Jordanien

Bei der privaten Einreise nach Jordanien dürfen Waren, die zum eigenen Verbrauch bestimmt sind, begrenzt mitgeführt werden. Für die Abgrenzung zwischen privat und geschäftlich gelten folgende Richtsatzmengen. 200 Zigaretten oder 200 g Tabak, 1l Alkohol. Die Einfuhr von Waffen, Funkgeräten, Rauschgift oder pornographischen Schriften ist verboten. Weiterhin ist es verboten die Landeswährung „Jordanischer Dinar“ einzuführen. Beträge kleiner als 50€ (entsprechen ungefähr 51 JD) sind davon ausgeschlossen. Bitte beachten Sie, dass der Wechselkurs schwanken kann. Sollten Sie Fragen haben, dann informieren Sie sich unter www.auswaertiges-amt.de für die deutsche Staatsangehörigkeit, www.eda.admin.ch die Schweizer Staatsangehörigkeit und www.bmaa.gv.at für die österreichische Staatsangehörigkeit.

Besondere strafrechtliche Bedingungen

Achtung, für Flugreisende gibt es verschärfte Handgepäck-bestimmungen. Für den Besitz, den Konsum und den Drogenhandel gelten verschärfte Strafen. In Jordanien gibt es noch die Todesstrafe. Hohe Strafen stehen auf Fahren unter Alkoholeinfluss. Es gilt eine 0 Promille- Grenze. Fahren unter Alkoholeinfluss führt zu strafrechtlichen Maßnahmen. Den Betroffenen erwarten hohe Geldstrafen und im Extremfall der Entzug der Fahrerlaubnis und der Personaldokumente. Auch bei unverschuldeten Verkehrsunfällen kann es zur Festnahme der Beteiligten kommen. Der Einzug der Personaldokumente verpflichtet den Reisenden im Land zu bleiben, bis er die Dokumente wieder erhält. Majestätsbeleidigung steht unter Strafe. Das Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Einrichtungen ist unbedingt einzuhalten. Die hier gemachten Angaben sind ohne Gewähr!

Rückreise

Bei der Rückreise nach Deutschland oder einem der EU Staaten können 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250g Tabak, 1l Spirituosen, 2l Wein, 250g Kaffee sowie Waren im Wert bis 300,00 € zollfrei eingeführt werden. Bitte erkundigen Sie sich vor der Rückreise über die aktuellen Zollbestimmungen oder informieren Sie sich unter
www.zoll.de unter Stichwort Reisefreigrenzen oder abgabefreie Einfuhr. Für die von uns gemachten Angaben übernehmen wir keine Gewähr.
Achtung, die Ausfuhr von Antiquitäten ist nicht erlaubt und strafbar. Rauschgiftbesitz oder Handel wird streng bestraft.

Ausreisesteuer

Wer als Tourist das Land verlässt, um in ein benachbartes Land zu reisen, für den werden bei Ausreise eine Ausreisesteuer und Visa- Gebühren fällig. Sie betragen ca. 5 JD (5€) Bei Gruppenreisen über 15 Personen entfällt diese Gebühr.

Auto

Für die Fahrt nach Jordanien oder für das Führen eines Autos in Jordanien benötigen Sie den international gültigen Führerschein.
Eine Haftpflichtversicherung ist bei Einreise gesondert abzuschließen. Die EU Haftpflicht gilt in Jordanien nicht. Die internationalen Mietwagenvermittlungen gibt es am Flughafen oder in den Hotels vor Ort.
Reisen Sie mit dem eigenen PKW ein, dann benötigen Sie für das Fahrzeug eine internationale Zulassung und ein Triptyk / Carnet de Passages (Grenzübertrittsschein). Diese Dokumente sind bei den Deutschen Automobilclubs erhältlich.
Sollten Sie das Fahrzeug länger als drei Monate in Jordanien belassen, so ist es zu verzollen. Die Zollbehörde erhebt den Zoll auf der Grundlage des Wertes. Die Zollgebühr liegt meist über 100 % des Wertes.
Die vorübergehende Einfuhr von Dieselfahrzeugen ist nur mit Sondergenehmigung möglich. Die Sondergenehmigung wird an der Grenze direkt ausgestellt.

Flugzeug

Alle großen und renommierten sowie die landeseigenen Fluggesellschaften fliegen von Europas Großstädten in das Königreich Jordanien. Die Flugzeit beträgt ungefähr vier Stunden. Wer früh bucht, der kann sparen. Die Flüge in Jordanien kommen auf dem Queen Alia International Airport an. Er liegt südlich der Hautstadt und bis ins Zentrum der Stadt sind es etwa 40 km, für die man mit dem Taxi 40 Minuten braucht. Wer es preiswerter haben will, der kann auch mit dem Bus vom Flughafen zur Stadt fahren. Die Busse fahren im 30 Minutentakt. Wer das Reiseziel Aqaba ansteuert, der kann von Amman aus einen Inlandsflug nach Aqaba benutzen.

Taxi

In Jordanien gibt es verschiedene Taxiunternehmen. Sie sollten versuchen den Taxipreis vor Antritt der Fahrt auszuhandeln. Es ist auch üblich den Taxometer bei Fahrbeginn nicht einzuschalten. Fordern sie den Fahrer höflich auf ihn einzuschalten. Ab Mitternacht werden Nachtzuschläge erhoben. Man unterscheidet in gelbe und weiße Taxen. Die Privattaxen sind gelb und haben ein grünes Viereck auf der Tür. Sammel- und Service Taxis sind weiß. Fahrten mit Privattaxen kosten innerhalb Ammans 1- 2,5 JD und Fahrten mit dem Sammeltaxi 0,5- 1 JD.

Mietwagen

In allen größeren Orten, in Hotels und am Flughafen in Amman sind die renommierten, internationalen Autovermieter ansässig. Das Mieten eines Fahrzeuges sollte man schon von zu Hause erledigen, da es preiswerter ist als im Reiseland. Sollten Sie eine Rundreise durch Jordanien beabsichtigen, muss das mit der Mietwagenfirma abgeklärt sein. Prüfen Sie vor Übernahme die Fahrtüchtigkeit und Vollständigkeit des Fahrzeuges und dokumentieren Sie alle Mängel. Für einen Mittelklassewagen zahlt man ungefähr 30 JD pro Tag dabei sind Steuern und Versicherung im Preis enthalten. Ein Grenzübertritt zwischen Israel und Jordanien ist mit dem Mietwagen nicht möglich.

Straßenverkehr in Jordanien

Das Straßennetz ist in gutem Zustand. Die normalen Landstraßen sind zweispurig ausgebaut und die Autobahn (Desert Highway) ist vierspurig. Für die Pistenstraßen ist Allrad- Antrieb zu empfehlen. Die Fahrweise in Jordanien ist moderat aber etwas gewöhnungsbedürftig. Man kann selbst fahren. In Jordanien herrscht Rechtsverkehr. Die Verkehrsvorschriften sind ähnlich den europäischen Vorschriften. Es herrscht Gurtpflicht. Außerhalb der Ortschaften gilt ein Limit von 80 km/ h und Innerorts 50 Km/ h als Höchstgeschwindigkeit. In Amman gibt es sehr viele Radarkontrollen. Wer erwischt wird, der zahlt meist eine Geldstrafe. Die Verkehrsschilder sind zweisprachig in Arabisch und Englisch. In den Großstädten fehlt meist die englische Beschriftung und es erschwert die Orientierung.
Die Treibstoffversorgung ist flächendeckend gut ausgebaut, es gibt in Jordanien kein bleifreies Benzin. Bei Fahrten in die Wüste oder über Piste sollten sie über genügend Trinkwasser, Treibstoff und ein intaktes Ersatzrad verfügen. Auch GPS oder Navigationshilfen sind angebracht, um sich besser orientieren zu können.

Banken und Geld

In den größeren Städten existieren Bankautomaten, an denen man mit der EC- oder Kreditkarte Bargeld abheben kann. Die Geldautomaten haben einen internationalen Standard und man kann mit ihnen in Englisch oder Deutsch kommunizieren. In vielen Reisebüros, Hotels und Restaurants wird die Zahlung mit Kreditkarte akzeptiert. In den Geschäften auf den Märkten bevorzugt man die Landswährung. Weiterhin gibt es viele Wechselstuben, in denen man zu offiziellen Kursen tauschen kann.
Die Währung in Jordanien ist der Jordanische Dinar (JD)oder auch (JOD). Der Kurs ist 1 JD = 1,07 Euro dabei ist 1 Euro = 0,93 JD
1 JD wird in 1000 Fils unterteilt und 10 Fils werden auch als Piaster unterteilt. Ein JD hat demnach 100 Piaster.
Es gibt Münzen zu 10,25,50,100,250,500 Fils und 1 Dinar; Geldscheine zu 500 Fils und 1,5,10,20 und 50 Dinar.

Telefon, Notrufe

Telefonkarten werden in Kiosken, Postämtern (geöffnet 8-17 Uhr), Tankstellen und Tabakläden verkauft. Die öffentlichen Telefonzellen funktionieren mit Telefonkarte oder Bargeld. Auch die Mobiltelefone funktionieren sehr gut.
Ihre Mobilfunkanbieter informieren Sie über den günstigsten Tarif.
Deutsche Botschaft in Amman, Tel. 065930367 Fax. 06 5939413
Österreichische Botschaft in Amman, Tel. 06 4601101 Fax.06 4612725
Botschaft der Schweizer Eidgenossenschaft in Amman Tel. 06 5931416 Fax 06 5930685
Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Internet

In vielen Städten Jordaniens gibt es Internetcafés, in denen man surfen kann. Viele Hotels haben auch Internetzugang. Die Preise sind ähnlich wie in Europa.

Post

Die Öffnungszeiten sind Mo.-Fr. von 8.00 bis 17.00 Uhr, in den Wintermonaten 7.00 bis 19.00 Uhr.
Man kann Post versenden aber keine durch die Post empfangen. Wer Post erwartet, der braucht ein Postschließfach oder lässt es seinem Hotel zustellen. Postwertzeichen erhält man auf Postämtern oder im Hotel. Die meisten Hotels kümmern sich um die Post ihrer Gäste. Luftpost dauert meist 1-2 Wochen bis Europa.

Strom

Die Netzspannung beträgt 230 V bei 50 Hz, wie in Deutschland. Die Steckdosen entsprechen der EU- Norm für Flachstecker. Für Schukosteckdosen benötigt man eventuell einen Adapter.

Wie sollte man sich verhalten

Man erwartet von den ausländischen Gästen, dass sie die Feinheiten der arabischen Umgangsformen beherrschen. Ob Mann oder Frau, abseits des Strandes nicht allzu viel nackte Haut zeigen. Abseits der Metropolen sollte man die Haut mit leichter, undurchsichtiger Kleidung bedecken. Dies gilt umso mehr in der Zeit des Ramadan. Beim Besuch von Moscheen ist es notwendig, nackte Arme und Beine zu verdecken, beim Betreten der Heiligtümer sollten die Schuhe ausgezogen werden und die Frauen müssen ihr Haar bedecken
Sich in Landestracht zu hüllen ist keine gute Idee.
Sollten Sie Gastgeber sein, so erwartet man, dass sie Getränke wie Kaffe oder Tee reichen. Es ist umgekehrt so, dass sie gebotene Speisen und Getränke nicht ablehnen sollten. Beim Begrüßen oder Trinkgeld reichen, niemals die linke Hand benutzen.
Alle Angaben sind ohne Gewähr.