Jordanien – Azraq
Azraq liegt in der Provinz Zarqa, im Norden von Jordanien. Die Stadt mit etwa 6 000 Einwohnern liegt ungefähr 100 km östlich von Amman. Früher kreuzten hier die Karawanen ihren Weg. Touristenziele der Region sind die nahegelegenen Festungen Qasr al – Azraq, Qasr Amra und Qasr al – Kharana. Daneben kann man das Azraq Wetland Reserve, ein Naturschutzgebiet, besuchen.
Reiseziele Jordanien – Azraq kurz zusammengefasst:
- Geschichtliches von Azraq
Sehenswürdigkeiten in Azraq
- Azraq Wetland Reserve
- Qasr al – Azraq
- Shaumari Wildlife Reserve
- Qasr Amra / Quasair Amra
- Qasr al – Kharana
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Geschichtliches von Azraq
Besiedlungsfunde in der Region weisen bis in die Steinzeit zurück. Später errichteten die Römer hier eine Festung. Von Bedeutung war die Siedlung als Kreuzungspunkt wichtiger Karawanenwege vom Mittelmeer auf die arabische Halbinsel. Der Ort Azraq besteht aus der Siedlung Azraq Janubi, in der hauptsächlich Tscherkessen leben und der Siedlung Azraq Shamali, die vorwiegend von Drusen bewohnt ist. Hier steht auch die Festung Qasr al – Azraq.
Sehenswürdigkeiten in Azraq
Azraq Wetland Reserve
Das Feuchtgebiet erstreckt sich östlich von Azraq. Es war über Jahrhunderte ein großes Feuchtgebiet und diente unzähligen Zugvögeln als Rastplatz auf ihrer Reise nach Afrika. Der hohe Wasserbedarf der Großstädte, wie Amman, führte dazu, dass die Feuchtgebiete fast eintrockneten. Einheimische Pflanzen und Tiere verloren ihre Lebensgrundlage und die Zugvögel verlegten ihre Rastplätze nach Norden. Zwischenzeitlich ist man bestrebt Teile des Feuchtgebietes wieder zu reaktivieren. Auf einem Wanderweg, der durch das Naturschutzgebiet führt, kann sich der Besucher von der zwischenzeitlich zurückgekehrten Vogelwelt ein Bild machen. In der Zeit von März bis April und Dezember bis Februar lassen sich unter anderem Lerchen, Kiebitze aber auch Adler und viele Enten beobachten.
Qasr al – Azraq
Es waren die Römer, die ursprünglich im 3. Jh. ein diokletianisches Kastell errichteten. Walid II. ließ es 743 in ein Omaijadenschloss umbauen. Den Aijubiden diente Qasr al – Azraq als Trutzburg im Kampf gegen die Kreuzritter. Die Festungsanlage aus schwarzem Basalt erinnert mit ihrem quadratischen Grundriss noch immer an das ursprüngliche römische Kastell. Sie wird von dicken Mauern und Türmen umgeben. Den Winter 1917/18 verbrachte Lawrence von Arabien in der Festung, die damals noch gut erhalten war. Ein Erdbeben im Jahr 1927 richtete schwere Schäden an.
Shaumari Wildlife Reserve
Etwa 15 km südlich von Azraq liegt das Shaumari Wildlife Reserve. Unter der Schirmherrschaft der Royal Society for the Conservation of Nature, RSCN, wurde hier eine etwa 22 km² große Steppen – und Wüstenfläche renaturiert. Ausgestorbene und bedrohte Tierarten wie Gazellen, Strauße, Steinböcke und Wildesel werden im Naturschutzgebiet aufgezogen und geschützt. Der besondere Stolz und Touristenmagnet sind die Oryxantilopen, die man seit 1920 nicht mehr in freier Wildbahn finden konnte. Auf dem Gelände gibt es auch ein Museum und ein Besucherzentrum, es werden auch Safaris angeboten.
Qasr Amra / Quasair Amra
Etwa 20 km von Azraq entfernt, mitten in der Wüste, steht das Qasr Amra oder auch Quasair Amra, das „Schlösschen“. Das Kleinod, das aus mehreren Komplexen besteht, gehört zum UNESCO – Weltkulturerbe. Es wurde um 711 n. Chr. errichtet. Das etwa 80 m² große Schloss in der Wüste besteht aus Audienzhalle, Badeanlage, Caldarium, Heizraum, Vorratsraum, Brunnenhaus und Innenhof. Die dreischiffige Audienzhalle ist der größte Raum der Anlage. Beeindruckend ist die große Zahl an Fresken in den verschiedenen Räumen. Die abgebildeten Menschen und Tiermotive erinnern an Darstellungen aus der Antike.
Qasr al – Kharana
Etwa 35 km von Azraq entfernt, Richtung Amman, liegt Qasr al – Kharana. Die Burg, deren Bau um 700 n. Chr. begonnen wurde, erscheint von Außen als kompaktes, schlichtes Bauwerk inmitten der kargen Wüstenlandschaft. Das Gebäude, das aus zwei Stockwerken besteht, ist mit zahlreichen Räumen ausgestattet. Einige von ihnen sind mit Schmuckmedaillons, Blendnischen und Profilleisten ausgestattet. Bei den Experten bestehen Zweifel zur eigentlichen Funktion des Gebäudes. Die großen Stallungen im Erdgeschoss deuten auf eine Nutzung als Karawanserei, andererseits wird aber auch ein Wüstenschloss der Omaijaden vermutet.
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