Batalha ist ein kleines Landstädtchen, das zwischen Lissabon und Coimbra liegt. Etwa 5 000 Bewohner hat der kleine Ort im fruchtbaren Tal der Lena. Es ist das weltberühmte Kloster Batalha, ein ehemaliges Dominikanerkloster, das zu den größten und bedeutendsten Klöstern Portugals zählt. Seit dem Jahr 1983 gehört es zum Weltkulturerbe der UNESCO.
- Geschichtliches vom Kloster Batalha
- Mosteiro de Santa Maria da Vitória
Es war die legendäre Schlacht von Aljubarrota, in der die Unabhängigkeit Portugals von Spanien erkämpft wurde. König Joâo I. hatte am 14. August 1385 das Gelübde abgelegt, im Falle eines Sieges, der Jungfrau Maria ein Dominikanerkloster zu stiften. Nahe des Schlachtfeldes wurde 1388 mit dem Bau der Klosteranlage begonnen. Es waren 15 Baumeister, die den Klosterkomplex im Laufe von 200 Jahren fertig stellten. Verheerende Schäden richtete das Erdbeben im Jahr 1755 an. Noch schlimmer wüteten die französischen Truppen im Jahr 1810. Bis 1934 wurde die Klosteranlage von Prediger – und Bettelmönchen genutzt. Heute ist das sorgsam restaurierte Kloster Batalha ein Nationaldenkmal Portugals.
Das Kloster von Batalha gehört zu den größten mittelalterlichen Klosteranlagen Portugals. Der gesamte Komplex besteht aus zahlreichen Bauwerken. Besonders edel wirkt die mächtige Klosterkirche, die im gotischen Stil errichtet wurde. Der außerordentlich große Innenraum ist 80 m lang und 32,5 m hoch und wird von mächtigen Pfeilern getragen. Besonders prächtig ist das Portal, durch das man in die Capela do Fundador, die Stiftungskapelle, gelangt. Hier befinden sich neben dem Sarkophag von Joâo I. und seiner Gemahlin Filipa zahlreiche weitere Königsgräber. Auch Heinrich der Seefahrer fand hier seine letzte Ruhestätte. Ein Prachtstück der portugiesischen Gotik ist der Claustro Dom Joâo I., der königliche Kreuzgang. Das filigrane Bauwerk besteht aus weißem Marmor. In der nordwestlichen Ecke des königlichen Kreuzganges befindet sich das kapellenartige, zauberhafte Brunnenhaus. Im Osten schließt sich dem Kreuzgang der Sala do Capítulo, der Kapitelsaal an. Beeindruckend sind hier die bunten Fenstergemälde, die das Leiden Christi darstellen. Der königliche Kreuzgang führt im Nordwesten zum Claustro Dom Afonso V., der schlichter ausgeführt ist. Ein weiterer angrenzender Kreuzgang wurde Anfang des 19. Jh.s durch einen Brand zerstört. Überbordenden manuelinischen Stil zeigen die Capelas Imperfeitas, die unvollendeten Kapellen, deren Zugang sich an der Nordfassade befindet. Der oktogonale Innenraum wird von sieben großen Kapellen umgeben. Dort befinden sich unter anderem die Grabmäler von König Duarte, dem Sohn Joãos I. und seiner Gattin Leonor von Aragón.
Ein Reiterstandbild vor dem Kloster zeigt den Feldherrn Nuno Álvares Pereira, den Feldherrn Joãos I., der in der Schlacht von Aljubarotta die Portugiesen zum Sieg gegen Spanien führte.
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