Ungarn – der Norden – Szentendre
Szentendre liegt am Donauknie, etwa 20 km nordwestlich von Budapest, an einem Seitenarm der Donau. Die barocke Kleinstadt mit ihren 23 000 Einwohnern ist heute ein Ort der Künstler. Historischen Ursprungs sind die vielen orthodoxen Gotteshäuser. Trotz des mittlerweile bröckelnden Charmes ist Szentendre einen Besuch wert. Landschaftlich ist die Gegend um die Stadt auch sehr reizvoll. Szentendre liegt am östlichen Rand des ungarischen Mittelgebirges in der Übergangsregion zur Pannonischen Tiefebene. Die Stadt liegt am rechten Ufer des Seitenarmes der Donau. Auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt befindet sich die Szentendre- Insel (Szentendrei Sziget), die von beiden Donauarmen umschlossen wird. Die Stadt ist ein beliebtes Ausflugsziel vor den Toren der Hauptstadt. Die historische Altstadt mit den schmalen Gassen ist ein beliebtes Fotomotiv.
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Reiseziele Ungarn – der Norden – Szentendre kurz zusammengefasst:
Geschichte der Stadt Szentendre
Sehenswürdigkeiten der Stadt Szentendre
- Hauptplatz / Fö tér
- Mariä – Verkündung – Kirche
- Ferenczy – Museum
- Salzhaus mit Poststation – Kovács – Museum
- Pfarrkirche Johannes der Täufer
- Mariä Himmelfahrt – Kirche
- Preobraĺenska – Kirche
- Požarevažka – Kirche
- Čiprovažka – und Opovažka – Kirche
- Anna – Margit – Ámos – Imre – Museum
- Freilichtmuseum Skansen
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Geschichte der Stadt Szentendre
Die ersten Besiedlungen gehen auf das 4. Jh. v. Chr. zurück. Es waren die Kelten, die das Gebiet beanspruchten. Nach ihnen kamen die Römer, die an einem kleinen Fluss mit Namen Bükkos im 1. Jh. ein Militärlager anlegten. Nach der Niederlage der Römer nahmen die Magyaren die Siedlung in ihren Besitz. Eine erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte durch den Bischof von Veszprém im Jahr 1146. Später im 14. Jh. zog es viele griechisch – orthodoxe Christen aus serbischen Gebieten in die Stadt. Sie flüchteten vor den Türken aus den besetzten Gebieten des Balkans und kämpften auch an der Seite der Habsburger gegen das Osmanische Reich. Im 18. Jh. erblühte die Stadt durch den Handel und die vielen Menschen, die in der Stadt eine neue Heimat fanden. Ein Zeichen des Wohlstandes waren die vielen barocken Kirchen. Im 17. Und 18. Jh. war Szentendre ein kulturelles und christliches Zentrum der ungarischen Serben. Im 19. Jh. waren es nicht die Kriege sondern Überschwemmungen und eine Reblauspest, die den wirtschaftlichen – und gesellschaftlichen Fortschritt beeinträchtigten. Erst zu Beginn des 20. Jh.s eroberten viele Künstler die Stadt und sorgten für den Bekanntheitsgrad als Künstlerkolonie.
Sehenswürdigkeiten der Stadt Szentendre
Hauptplatz / Fö tér
Der Platz ist in seiner Gesamtheit denkmalgeschützt und die Häuser an den drei Seiten, des einem Dreieck gleichenden Platzes, sind im Barock- und Zopfstil gehalten. Die Kaufmannshäuser sind in der Zeit zwischen dem 16. bis 18. Jh. entstanden. Sehr schön ist das Pestkreuz aus dem Jahr 1752. Es wurde von einer bedeutenden serbischen Handelsgesellschaft gestiftet.
Mariä – Verkündung – Kirche
Zur Donauseite erstreckt sich die spätbarocke Mariä – Verkündung – Kirche. Erbaut hat man sie in den Jahren 1752 bis 1754. Das Seitenportal wird von Figuren Kaiser Konstantins und seiner Mutter geschmückt. Die reich mit Gold verzierte Ikonostase gestaltete der serbische Künstler Michael Živković.
Ferenczy – Museum
Links neben der Kirche steht das ehemalige serbische Gymnasium. Heute beherbergt es das Ferenczy – Museum. Das Museum zeigt Werke des ersten impressionistischen Malers Ungarns, Károly Ferenczy.
Altes Handelshaus
Das einzeln stehende Gebäude rechts neben der Kirche ist ein altes Handelshaus, das einer altansässigen, südslawischen Kaufmannsfamilie gehörte.
Salzhaus mit Poststation – Kovács – Museum
Rechts neben der Marien – Kirche führt die Griechengasse zur Donau hinunter. Hier findet man das alte Salzhaus, das heute das Kovács – Museum beheimatet. Das Museum zeigt keramische Kunst und Malerei der Künstlerin Margit Kovács, die zwischen 1902 und 1977 lebte und aus Györ stammte. Ihre Kunstwerke verbinden ungarische Volksmotive mit serbischer Ikonenmalerei.
Pfarrkirche Johannes der Täufer
Vom Hauptplatz aus in nordwestlicher Richtung erhebt sich die Pfarrkirche Johannes der Täufer. Sie wurde von katholischen Kroaten, die aus Dalmatien stammten, im 18. Jh. im barocken Stil errichtet.
Mariä Himmelfahrt – Kirche
Nur wenige Schritte weiter in nördlicher Richtung steht der spätbarocke Bau der Mariä Himmelfahrt – Kirche. Die Einheimischen nennen sie „Belgrad Kirche“, da sie die Kathedrale der serbisch – orthodoxen Christen ist. Gleich neben der Kirche befindet sich das Serbische Kirchenkunstmuseum. Es ist im ehemaligen Bischofspalais untergebracht.
Preobraĺenska – Kirche
Im Norden der Altstadt kann man noch die Preobraĺenska – Kirche , ein im spätbarocken Stil erbautes Gotteshaus der serbisch – orthodoxen Kirche besichtigen. Es ist die Kirche der Gerber und Tabakproduzenten. Jährlich finden hier traditionelle Kirchenfeste statt.
Požarevažka – Kirche
Im Süden der Altstadt, südlich des Flusses Bükkös- patak, befindet sich die Požarevažka – Kirche. Sie war früher eine orthodoxe Kirche. Heute dient sie einer anderen Glaubensgemeinschaft als Gotteshaus.
Čiprovažka – und Opovažka – Kirche
Zwei weitere ehemalige Kirchen, die Čiprovažka – und Opovažka – Kirche, befinden sich auch noch im Bereich der Altstadt von Szentendre. Auch diese Kirchen zeugen vom Reichtum der Stadt im späten Mittelalter.
Anna – Margit – Ámos – Imre – Museum
Etwa 150 m nördlich des Hauptplatzes liegt das Anna – Margit – Ámos – Imre – Museum. Neben den Gemälden des Ehepaares Ámos – Imre werden auch die Arbeiten des Malers Jenő Barcsay gezeigt.
Freilichtmuseum Skansen
Das Freilichtmuseum wird seit 1970 aufgebaut. Man findet es an der Straße, die von Szentendre nach Visegrád führt. Nach etwa 3 km erreicht man das Museum. Das Freilichtmuseum zählt zu den größten seiner Art in Ungarn. Es zeigt historische Bauten aus allen Landesteilen, die man hier an dieser Stelle wieder aufgebaut hat. Besonders Stolz ist man auf die griechisch – katholische Kirche, die man hier wieder errichtet hat. Sie ist die älteste barocke Kirche Ungarns und stammt aus der Zeit um 1670. Sie stammt aus der Gebirgsregion der Karpaten.
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