Ungarn – Budapest – rechtes Donauufer

Die Hauptstadt Ungarns ist Budapest. Sie ist eine der beliebtesten europäischen Hauptstädte und jedes Jahr besuchen viele ausländische Touristen die Donau – Metropole. Die Stadt ist eines der beliebtesten Kurzreiseziele europäischer Touristen. Die Donau prägt das Stadtbild einzigartig und wer die Möglichkeit hat, der sollte eine Bootsfahrt auf dem majestätischen Fluss genießen. Der Fluss gehört zur Stadt. Er ist einerseits die Lebensader aber er trennt sie auch in die Stadtteile Buda und Pest. Auf der Budaer- Seite erstreckt sich auf einer Anhöhe das historisch - mittelalterliche Burgviertel mit vielen sehenswerten Gassen, der Fischerbastei, der Matthias-Kirche sowie dem Burgpalast. Auf der gegenüberliegenden Seite der Donau, auf der Pester Seite findet man das andere, aus dem 18. und 19. Jh. stammende, kontrastreiche Gegenstück der Hauptstadt. Hier gewinnt der Besucher den Eindruck von einer Großstadt. Breite Straßen, großzügig angelegte Plätze und prunkvolle, meist im klassizistischen Stil erbaute Paläste prägen das Bild. Wer die Donaumetropole besucht, der wird von ihrem unverwechselbaren Charme beeindruckt. Es ist eine Symbiose aus ungarischen und österreichischen Lebensgewohnheiten und Lebensformen, die meist Ruhe und Gelassenheit ausströmen. Am Besten man besucht eines der Cafés oder der wunderschönen Thermalbäder, um diese Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Als Welt- und Wirtschaftmetropole im Osten Mitteleuropas ist Budapest noch gar nicht einmal so alt. Die Entwicklung geht auf das Jahr 1873 zurück. Es war der Umstand, dass die selbständigen Orte Óbuda, Buda und Pest unter dem Namen Budapest vereinigt wurden. Mit der Vereinigung der Stadtteile und seiner Gründung wurde Budapest auch zur größten ungarischen Stadt und zugleich zum Mittelpunkt des Landes. Heute besitzt die Hauptstadt Ungarns etwa 1,8 Millionen Einwohner. Sie ist Regierungssitz des Landes. Sie ist Sitz der Nationalversammlung und vieler Ministerien und besitzt zahlreiche Universitäten und Fachschulen, an denen Studenten aus aller Welt ihr Wissen erwerben. Auch die Akademie der Wissenschaften hat ihren Sitz in Budapest. Neben der Nationalbibliothek kann man in der Stadt auch viele bedeutende Museen besuchen. Hinzu kommen noch vielseitige Kulturangebote wie Oper, Theater, Ballett und Konzerte. Für die Touristen, die auch einen Besuch der ungarischen Metropole zum Shopping nutzen möchten ist das Regierungsviertel (zentrale Geschäftsviertel) im Stadtbezirk V die richtige Adresse. Das Einkaufs- Areal erstreckt sich an der Pester- Donauuferseite auf etwa 2,5 Quadratkilometern. Hier liegen die teuersten Hotels und bekanntesten Kaufhäuser, Boutiquen und Shops, wie sie in allen Metropolen der Welt zu finden sind.
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Reiseziele Ungarn – Budapest – rechtes Donauufer kurz zusammengefasst:
- Geschichte der Stadt Budapest
Sehenswürdigkeiten Budapest – rechtes Donauufer
Das Burg- Viertel im Stadtteil Buda
- Paradeplatz
- Palais Batthyány und Kremsmünsterhaus
- Honvéd Denkmal
- Tárnok utca
- Apotheke „Zum Goldenen Adler“
- Úri utca
- Denkmal András Hadik
- Dreifaltigkeitsplatz (Szentháromság tér)
- Altes Rathaus von Buda
- Matthias Kirche (Mátyás templom)
- Fischerbastei (Halászbástya)
- Reiterstandbild des ersten Ungarischen Königs Stephan I.
- Mittelalterliches Dominikanerkloster
- Haus zum Roten Igel
- Palais Erdödy
- Mittelalterliches Jüdisches Museum
- Wiener Torplatz
- Turm der Maria Magdalena Kirche
- Kriegshistorisches Museum
- Anjou Bastei
- Promenade Tóth Árpád Sétány
- Landhausgasse (Országház utca)
- Glücksgasse (Fortuna utca)
- Sehenswertes südlich des Paradeplatzes
- Burgtheater
- Sándor Palais
- Standseilbahn Bergstation.
- Burgpalast
- Prinz – Eugen – Reiterstandbild
- Ungarische Nationalgalerie (Magyar Nemzeti Galéria)
- Mathias oder Jagd – Brunnen
- Nationalbibliothek Széchenyi
- Historisches Museum der Stadt Budapest
Sehenswürdigkeiten von Budapest westlich und südlich der Burg
- Christinenstadt
- Südbahnhof von Budapest
- Herz – Jesu – Kirche
- Stadtteil Tabán
- Semmelweis – Museum für Medizingeschichte
- Gellért – Berg
- Zitadelle auf dem Gellért – Berg
- Rudas – Bad , Raitzen – Bad (Rácz fürdö), Gellért Bad
- Freiheitsbrücke
- Wasserstadt (Viziváros) und der Rosenhügel (Rózsadomb)
- Kettenbrücke, Tunnel unter dem Burgberg
- Fö utca
- Königsbad und Kaiserbad
- Rosenhügel mit Grabmal
Margareteninsel
- Margaretenbrücke
Stadtteil Óbuda
- Ehemalige Synagoge
- Schloss Zichy
- Fö tér
- Kiscelli Museum
Historische Römerstadt Aquincum
- Militärlager und Bürgerstadt Aquincum
- Römisches Militärbad
- Amphitheater
- Herkules Villa
- Aquincum Museum
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Geschichte der Stadt Budapest
Ausgrabungen und archäologische Funde weisen schon auf eine Besiedlung seit der späten Steinzeit hin. Siedlungsfunde wurden im Stadtteil Óbuda entdeckt. In diesem Gebiet hatten die Römer ihre Befestigungsanlagen und eine Bürgerstadt errichtet. Die Römer nannten sie Aquincum und sie war die Hauptstadt der Provinz Pannonia. Diese Provinz hatte ihre Blütezeit im 9. Jahrhundert. Neben den Römern siedelte aber auch der Volksstamm der Awaren im Zeitraum vom 6. bis 9. Jahrhundert. Danach kamen die Magyaren um 900 in die heute ungarischen Gebiete. Die historischen Orte von Buda und Pest waren zu dieser Zeit separate und unabhängig voneinander bestehende Siedlungen. Nach der Staatsgründung um das Jahr 1000 waren es Kaufleute, die sich zu beiden Seiten der Donau niederließen. Sie kamen aus den Gebieten der Hanse, aus dem italienischen Raum sowie aus den südöstlichen Regionen des Schwarzen Meeres. Die kulturelle Vielfalt bestand nebeneinander bis zu den Eroberungsfeldzügen der Mongolen (1241 -1242). Buda sowie Pest wurden von den Mongolen eingenommen. Um die beiden Siedlungen besser verteidigen zu können, wurde durch König Béla IV. eine Burg auf der Anhöhe von Buda errichtet. Zur gleichen Zeit entstand auch die Königsstadt Buda auf dem Berg. Auf der Pester Seite entstand ein Handelszentrum. In der zweiten Hälfte des 15. Jh.s sorgte Matthias Corvinus für den Bau des Königpalastes und Buda wurde zum Zentrum der Renaissancekultur an der Donau. Ein zweites Mal siegten die Türken um 1541 und wiederum wurden Buda und Pest von den Türken eingenommen. Der Sultan Süleyman I. ließ die christlichen Bauten zu Moscheen umbauen und in beiden Siedlungen entstanden unter anderem prachtvolle Badehäuser. Buda war zu dieser Zeit der Regierungssitz des Großwesirs. Erst 1686 wurden die Türken von Karl von Lothringen besiegt und Buda für das Haus Habsburg zurückerobert. Später dann unter dem Machteinfluss der Kaiserin Maria Theresia wurde die Donauregion zu einer aufstrebenden wirtschaftlichen Macht. Es war eine Epoche der Neubesielung des Landes aus hauptsächlich deutschsprachigen Gebieten. Die Pester Siedlung wurde mehr und mehr zum Zentrum der politischen Macht. Die bürgerliche Revolution 1848/49 führte zu Spannungen zwischen Ungarn und Österreich. Dabei wurde die ungarische Reformbewegung mit dem Ziel eines liberalen Staatsgefüges blutig niedergeschlagen. Erst mit der Krönung des Königpaares Franz Joseph und Elisabeth in der Matthias Kirche in Buda im Jahr 1867 wurde ein politischer Ausgleich zwischen dem kaiserlichen Österreich und dem Königreich Ungarn herbeigeführt. Danach stabilisierte sich die politische Lage. Während der ersten Hälfte des 19. Jh.s wuchs die Stadt immer mehr zu einer Großstadtmetropole zusammen. Besaß die Stadt um 1873 etwa 300 000 Einwohner, so waren es um 1920 schon etwa 750 000. Man errichtete das Nationalmuseum und die Nationalbibliothek, es entstand die Akademie der Wissenschaften und die Kettenbrücke als die erste feste Verbindung zwischen den Stadtteilen. Später entstanden elegante Boulevards, Theater und Caféhäuser, neben prunkvollen Geschäfts- und Wohnhäusern. Budapest verfügte zu dieser Zeit auch schon über die erste Untergrundbahn Europas. Es war das Zeitalter der Wirtschaftskraft der Gründerzeit. Mit dem Zerfall der Donaumonarchie 1918 blieb Budapest jedoch das Zentrum des Geldadels. Ungarn war ein Vielvölkerstaat. Der erste Weltkrieg brachte die erste wirtschaftliche Rezession und während des Zweiten Weltkrieges wurde Budapest zur Frontstadt und trug schwerste Verwüstungen davon. So wurden alle Donaubrücken zerstört und über die Hälfte der Stadt lag nach dem Krieg in Schutt und Asche. Mit der Kapitulation und der Beendigung des Krieges 1945 wurde am 1. Februar 1946 die Ungarische Volksrepublik mit Budapest als Hauptstadt gegründet. In den Nachkriegsjahren, unter kommunistischer Herrschaft sowie in den Jahren der Marktwirtschaft, erfuhr die Stadt einen bewundernswerten Wiederaufbau und im Jahr 2000, anlässlich der 1000 Jahrfeier, präsentierte sich Budapest im alten Glanz.
Sehenswürdigkeiten Budapest – rechtes Donauufer
Das Burg- Viertel im Stadtteil Buda
Die Burg erhebt sich im Westen auf dem Burghügel (Várhegy) Das Burgplateau besitzt eine Länge von etwa 1,5 km und erhebt sich bis zu 60 m am Donauufer empor. Der Kalksteinfelsen wird zu zwei Dritteln von der Burg beherrscht. Das südlich gelegene Drittel beginnt mit dem Burgtheater, das an den Paradeplatz angrenzt.
Paradeplatz
Von hier aus beginnt man am besten den Rundgang über die historische Burganlage. Wer von der Kettenbrücke am Fuße des Burghügels kommt, der benutzt meist die Standseilbahn, den Aufzug zur Burg. Wer mit dem eigenen Fahrzeug den zentralen Parkplatz in der Nähe des Cafés Korona benutzt, gelangt auch erst zum Paradeplatz. Nur wenige Schritte vom ältesten Café der Stadt befindet sich die Bronzestatue des Alten Husaren.
Palais Batthyány und Kremsmünsterhaus
Auf Donauseite (im Osten) schließen sich das Palais Batthyány und das Kremsmünsterhaus innerhalb der Burgmauern an. Die in den Torwegen und Fluren eingebauten Sitznischen des Kremsmünsterhauses dienten in den vergangenen Jahrhunderten als Aufenthaltsräume für Wächter und Dienstboten oder als provisorische Händlerstände an denen man Waren für die Bürger der Stadt verkaufte.
Honvéd Denkmal
In der Úri Utca, in unmittelbarer Nähe zum Paradeplatz, ist das Honvéd Denkmal aufgestellt. Es erinnert an den Freiheitskampf während der bürgerlichen Revolution 1848-1849. Erbaut wurde das Denkmal 1893 von György Zala.
Tárnok utca
Sie ist die breiteste Gasse im Burg- Viertel. In ihr wohnten im Mittelalter hauptsächlich deutsche Kaufleute.
Innenhof in der Tarnok utca
Apotheke „Zum Goldenen Adler“
Heute ist in den mittelalterlichen Verkaufs- und Lagerräumen der Apotheke ein Apothekenmuseum untergebracht.
Apotheke "Zum Goldenen Adler"
Úri utca
Westlich der Tárnok utca verläuft die längste Gasse des Burg- Viertels. Es ist die Úri utca. Einige der hier zu besichtigen Häuser sind architektonisch sehr wertvoll, da sie aus der Stilepoche der Gotik stammen. Im Gebäude Nr. 9 befindet sich noch der Eingang zu einem unterirdischen Höhlensystem.
Denkmal András Hadik
Westlich der Matthias- Kirche in der Úri utca steht das Denkmal von András Hadik. Das Denkmal soll an den tollkühnen Husarengeneral erinnern, der im Siebenjährigen Krieg gegen Preußen Verdienste erworben hat. Er war es auch, der für die Abschaffung der Leibeigenschaft in Ungarn kämpfte.
Dreifaltigkeitsplatz (Szentháromság tér)
Im Mittelalter war der Platz noch nicht vorhanden und mit Häusern dicht bebaut. Entstanden ist der Freiraum erst mit der Herrschaft der Türken. Die Dreifaltigkeitssäule wurde in Gedenken an eine große Pestepidemie im Jahr 1709 errichtet. Der Bildhauer Philipp Ungleich hat dieses Kunstwerk geschaffen. In der unmittelbaren Nähe zum Dreifaltigkeitsplatz befindet sich die im Biedermeier Stil erbaute Konditorei Ruszwurm. Hier kann man bei einer Tasse Café den Füßen ein wenig Ruhe gönnen.
Altes Rathaus von Buda
Im südwestlichen Bereich des Dreifaltigkeitsplatzes steht das Alte Rathaus von Buda. Es ist im barocken Stil vom kaiserlichen Hofarchitekten Venerio Ceresola erbaut worden. Beeindruckend ist auch die Statue der Stadtheiligen und Göttin Athene vom Bildhauer Carlo Adami aus dem Jahr 1785. Die Statue unter dem Erker ist heute eine Kopie.
Matthias Kirche (Mátyás templom)
Eine Zeit lang diente sie als Krönungskirche der ungarischen Könige. Die Gelder zum Bau stammten von der deutschen Bürgerschaft, die die Kirche (Liebfrauenkirche) um 1255 von König Béla IV. erbauen ließ. Um 1370 baute man sie zu einer gotischen Hallenkirche um. Der König Mattias Corvinus verfügte den Anbau des königlichen Oratoriums an die bestehend Kirche. Nach dem Einzug der Türken in Buda nutzten diese sie als Moschee. Nach der Rückeroberung der Stadt wurde die barocke Form des Gotteshauses wieder hergestellt. Das heutige neogotische Erscheinungsbild ist das Ergebnis eines Umbaues in den Jahren 1874 bis 1896. Heute trägt das Bauwerk eine nationalungarische Note, die sich in der bunten Ziegelkeramik des Daches widerspiegelt. Sehr wertvoll ist auch das Tympanonrelief über dem Südportal. Es hat den Marientod zum Thema und ist aus gotischen Originalteilen geschaffen. Im Innenraum zieren teppichartige Ornamente die Wände. Andere Wandmalereien stellen historisch bedeutende Begebenheiten dar. So zum Beispiel den Krönungsakt des Königspaares Franz Joseph und Elisabeth im Jahr 1867. Die Emmerich – Kapelle mit dem Altarbild stammt von dem Künstler Zichy. Sehenswert sind auch die, in der Dreifaltigkeitskapelle befindlichen neoromanischen Hochgräber. Hier sind neben den Gebeinen von König Béla III. (1172 bis 1196) auch dessen Gemahlin in der Chorkrypta beigesetzt. Im königlichen Oratorium und in einigen Nebenräumen ist der Kirchenschatz zu besichtigen.
Teilansicht der Matthias Kirche
Fischerbastei (Halászbástya)
Sie ist wohl der berühmteste und bekannteste Teil der Burganlage von Buda. Ihr Name ist nicht eindeutig historisch nachvollziehbar. Eine Variante deutet auf den früheren Fischmarkt an der Liebfrauenkirche hin. Andere wieder verbinden den Namen Fischerbastei mit dem Festungsabschnitt, den die Fischer im Mittelalter zu verteidigen hatten. Die heutige architektonische Form zeigt den neoromanischen Stil . Die Fischerbastei entstand zu der Zeit (1874 – 1896), zu der auch die Umbauarbeiten an der Matthias Kirche erfolgten.
Blick von der Fischerbastei
Blick von der Donau auf die Fischerbastei
Blick von der Donau auf die Fischerbastei
Reiterstandbild des ersten Ungarischen Königs Stephan I.
Teil der Fischerbastei ist auch das bekannte Reiterstandbild des ersten Ungarischen Königs Stephan I. Das Standbild wurde 1906 von Alajos Stróbl geschaffen. Zum Zeichen der Christianisierung Ungarns trägt er als Bekehrer das Apostolische Doppelkreuz.
Reiterstandbild König Stephan I.
Reiterstandbild König Stephan I.
Mittelalterliches Dominikanerkloster
Mit dem Bau des Hotels Hilton Budapest wurden Teile des Klosters in das Hotel integriert. So kann man nur noch Teile der Zopfstil- Fassade des Jesuitenkollegs besichtigen, wenn man das Hotel betritt. Ähnlich wurde mit dem Turm der Nikolaus- Kirche, die aus dem 15. Jh. stammt, verfahren. Der Kreuzgang aus dem 12. Jh. und die Kirche der Dominikaner aus dem Mittelalter sind heute nur noch über die Hotelhalle oder über die Donauterrassen zugänglich.
Haus zum Roten Igel
Schräg gegenüber dem Hotel befindet sich das „Haus zum Roten Igel“. Vor dem Haus steht das Denkmal des Papstes Innozenz XI.. Man errichtete das Denkmal wegen seiner Verdienste bei der Rückeroberung Budas von den Türken. Innozenz der XI. war der Begründer und Initiator der Heiligen Liga, die für die Zerschlagung der Türkenherrschaft von Bedeutung war.
Palais Erdödy
Dieses Gebäude ist eines der schönsten barocken Häuser auf dem Burgberg. Heute beherbergt das Palais das Institut für Musikwissenschaften. Erbaut wurde es durch den Architekten und Bauherren Matthäus Nepauer im Jahr 1750.
Mittelalterliches Jüdisches Museum
Im nordöstlichen Teil der Burganlage lebten in der Mitte des 14. Jh.s viele jüdische Familien. Im Kleinmendelhaus, dem Haus Nr. 26, wohnte im Mittelalter die Familie Mendel. Es wurde in der Zeit vom 16. bis 17. Jh. zur Synagoge der Sephardischen Juden, die im Mittelalter aus Spanien vertrieben wurden. Heute befindet sich hier das Mittelalterliche Jüdische Museum. Im Gebäude gegenüber, im Hof des ehemaligen Palais Zichy, kann man noch die Fundamente der alten, spätgotischen großen Synagoge besichtigen.
Wiener Torplatz
Hier im nördlichsten Teil der Burganlage wurde 1896 die evangelische Kirche erbaut. Sie trägt Stilelemente des Neoklassizismus. Etwas unausgewogen erscheint der wuchtige Gebäudekomplex des Ungarischen Staatsarchivs gleich neben der Kirche. Sehenswert ist auch das Lobner Haus (Nr. 5). Dieses Haus mit den sehr schönen Freigängen im Obergeschoss des Innenhofes sind typisch für die im Mittelalter entstandene Häuserarchitektur.
Das Ungarische Staatsarchiv
Turm der Maria Magdalena Kirche
Nordwestlich des Wiener Torplatzes in der Úri utca steht heute noch der Turm der Maria Magdalena Kirche. Die im 13. Jh. erbaute Kirche ist während des 2. Weltkrieges bis auf den Turm zerstört worden. Im Mittelalter war das Gotteshaus eine Pfarrkirche des einfachen Volkes. Während der türkischen Besetzung Budas war die Kirche für Katholiken wie auch für Protestanten die einzige Kirche. Sie war auch die Krönungskirche für Kaiser Franz II., der hier 1792 zum ungarischen König ernannt wurde. Im späteren 19. Jh. war das Gotteshaus eine Garnisonskirche.
Turm der Maria Magdalena Kirche
Kriegshistorisches Museum
Im nordwestlichsten Zipfel der Burg befand sich im 19. Jh. die Ferdinand- Kaserne. Heute ist in den Gebäuden das Kriegshistorisches Museum untergebracht. Hier befindet sich auch das Standbild des heiligen Franziskanermönches Giovanni Capistrano. Er war es, der in der Mitte des 15. Jh.s zum Kreuzzug gegen die Türken aufrief. Das Standbild wurde 1922 von dem Bildhauer Józef Damkós geschaffen.
Anjou Bastei
Die Burgbefestigung der Anjou Bastei schließt sich an der Nordseite der Burg an. Hier befindet sich ein Grabstein mit einem Turban, der als Erinnerung an den türkischen Stadthalter Abdurrahman Ali errichtet wurde.
Promenade Tóth Árpád Sétány
Entlang der Promenade an der Westseite der Burganlage bietet sich dem Betrachter ein wunderbarer Ausblick auf die Budapester Berge. Der höchste von ihnen ist der Jánoshegy mit einer Höhe von 529 m.
Landhausgasse (Országház utca)
Sie liegt im nördlichen Zentrum der Burganlage und war im Mittelalter den Kaufleuten aus Norditalien vorbehalten. In dieser Gasse befand sich im 18. Jh. ein Klarissenkloster, das Kaiser Joseph II. zum Landhausgebäude umbauen lies. Heute beeindrucken den Besucher die sehr schönen Stilelemente der Gotik und des Barock, die hier nebeneinander harmonieren.
Glücksgasse (Fortuna utca)
Die östlich, parallel zur Országház utca, verlaufende Gasse bewohnten die wallonischen- und französischen Kaufleute. Heute ist im Haus Nr. 4 das Ungarische Handels- und Gastgewerbemuseum untergebracht. Auch in dieser Gasse tragen die Häuser den unverkennbaren Baustil des Mittelalters. Sehr schöne, ruhig gelegene Innenhöfe mit Arkaden erwarten den Besucher.
Sehenswertes südlich des Paradeplatzes
Burgtheater
Nachdem der Rundgang im nördlichen Bereich der Burganlage abgeschlossen ist, gelangt man wieder zum Paradeplatz und kann sich nun den Sehenswürdigkeiten im Süden der Burg widmen. In diesem Bereich sind die Gebäude erst in jüngerer Zeit entstanden. Das Burgtheater lies Kaiser Joseph II. als ständiges Theater in Buda errichten. Dafür wurde das Karmeliterkloster umgebaut. In den ersten Jahren des Bestehens wurden am Theater nur in deutscher Sprache gespielt. Erst 1790 spielte man das erste Stück in ungarischer Sprache.
Sándor Palais
Dieses im klassizistischen Stil erbaute Palais wurde um 1806 für den ungarisch- mährischen Grafen Vincent Sándor von Szlawnicza erbaut. Bedeutung erlangte das Gebäude als Regierungssitz des ungarischen Ministerpräsidenten in der Zeit von 1867- 1944.
Standseilbahn Bergstation
Wer die Burg im Stadtteil Buda von der Donauseite erklimmen will, der nimmt meist die Standseilbahn, um von der Talstation an der Kettenbrücke zur Bergstation zu gelangen. Oben angekommen trifft man als erstes auf die Bronzeplastik des Turul- Vogels. Dieses Geschöpf stammt aus der altmagyarischen Sagenwelt und ähnelt einem Riesenhabicht oder Falken. Er besitzt eine halbgöttliche Bedeutung für die Abstammung des Árpáden Geschlechtes (erster Stammesfürst Ungarns um 900).
Standseilbahn an der Kettenbrücke mit Turul
Burgpalast
Ganz im Süden des Burgberges erhebt sich der gewaltige Bau des Burgpalastes. Den alten Burgpalast zerstörten die Türken bis auf die Grundmauern. Der neue Palast entstand in verschiedenen Bauphasen. Zuerst entstand das Barockschloss an der Donauseite. Danach, in den Jahren 1875 bis 1904, wurde es fast um das Doppelte vergrößert. Im Stil des Historismus entstand der heutige Palast, den die weithin sichtbare, markante Mittelkuppel ziert. Nur 40 Jahre dauerte Pracht. 1944 brannte der Burgpalast völlig nieder. Mit dem Wiederaufbau des Burgpalastes fand man bei der Restaurierung auch Teile des mittelalterlichen Burgpalastes, die heute besichtigt werden können.
Prinz – Eugen – Reiterstandbild
In der Nähe der Kuppel des Burgpalastes steht das Prinz – Eugen – Reiterstandbild. Es ist Prinz Eugen von Savoyen gewidmet, der in der Schlacht bei Zenta an der Theiß 1697 die Türken besiegte.
Ungarische Nationalgalerie (Magyar Nemzeti Galéria)
An der Donau zugewandten Seite, im Süden der Burganlage, befindet sich die Ungarische Nationalgalerie. In dieser Galerie werden Werke weltbekannter Künstler des Mittelalters bis hin zur Gegenwart gezeigt. Einer der wertvollsten Kunstschätze sind die spätgotischen Flügelaltäre und ein Tafelbild der „Mariä Heimsuchung“ von 1506. Erschaffen wurden diese bedeutenden Werke vom Meister MS aus der bedeutenden Donauschule. Eine weitere Ausstellung ist den Werken des Mihály von Munkácsy (Michael von Lieb) vorbehalten. Er lebte in den Jahren 1844 bis 1900 und zählt zu den führenden Malern Ungarns im 19. Jahrhundert.
Burgpalast mit Nationalgalerie
Matthias oder Jagd – Brunnen
Wer die Galerie besucht, sollte aber auch den Blick in den äußeren Burghof richten. Hier befindet sich der Matthias oder auch Jagd – Brunnen. Erschaffen wurde er von Alajos Stróbel im Jahr 1904. Die Figuren sind nach Motiven eines Werkes des Dichters Mihály Vörösmarty entstanden. Der Geschichte nach hat sich das Mädchen Ilona in einen Jäger verliebt. Als Ihr bewusst wurde, dass es der König Matthias war, der in Gestalt eines Jägers ihre Liebe erfuhr, nahm sie sich vor Kummer das Leben.
Nationalbibliothek Széchenyi
Vorbei am Löwenportal mit weiteren Plastiken, die von János Fadrusz geschaffen wurden, eröffnet sich der Innenhof. Zu den kostbarsten Werken, die in der Nationalbibliothek aufbewahrt werden zählen Handschriften des Königs Matthias Corvinius, die aus der Mitte des 15. Jh.s stammen und zuvor in der Renaissance Bibliothek „Corviniana“ aufbewahrt wurden.
Historisches Museum der Stadt Budapest
Im Südflügel des Burgpalastes befindet sich das Historische Stadtmuseum von Budapest. Der Eingang zum Museum befindet sich im Ehrenhof . In den unteren Ausstellungsräumen wird die Geschichte der mittelalterlichen Burg erzählt. Zu den schönsten Räumen des Burgpalastes zählt der Rittersaal, der im gotischen Stil restauriert. Mit Originalteilen aus der Zeit König Sigismunds von Luxemburg erstrahlt er heute wieder im alten Glanz.
Sehenswürdigkeiten von Budapest westlich und südlich der Burg
Christinenstadt
Vom Burghügel aus in westlicher Richtung erstreckt sich der Stadtteil der Christinenstadt (Krisztina- város). Am Fuße des Burghügels, im Nordwesten, liegt in einem kleinen Park die Blutwiese. Sie trägt ihren Namen wegen der hier hingerichteten Anführer des ungarischen Jakobiner- Aufstandes im Mai 1795.
Südbahnhof von Budapest
Nur wenige Schritte westlich der Blutwiese befindet sich der Südbahnhof (Déli pályaudvar). Von diesem Bahnhof fahren die Züge in Richtung Süden zum Balaton. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch eine Metrostation der Linie 2 (Rote Linie). Sie führt über den Moszkya ter zum alten Marktplatz am rechten Donauufer bis zur Metrostation am Parlament, das am linken Donauufer liegt.
Herz – Jesu – Kirche
Die Herz – Jesu – Kirche steht im Wohngebiet Városmajor (Stadthain Csaba utca). Diese Kirche stammt aus dem 20. Jh. und ist ein Werk moderner ungarischer Architekten.
Stadtteil Tabán
Südlich des Burghügels liegt der Stadtteil Tabán. Dieser Stadtteil liegt zwischen dem Burgberg und dem Gellért Berg. Er ist im 12. Jh. erstmals unter der Bezeichnung Klein Pest(Pest minor) erwähnt worden. Dieser Stadtteil wurde im 19. Jh. durch einen Großbrand zum Teil vernichtet. Heute prägen Parkanlagen das Bild dieses Stadtteils. Sehenswert ist noch die aus dem Mittelalter erhalten gebliebene spätbarocke Pfarrkirche St. Katharina. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zum rechten Flussufer der Donau. Etwa 250 m südwestlich der Kirche gibt es noch einen historischen Gasthof mit dem Namen „Zum Goldenen Hirsch“. Von hier aus führen die Treppenstufen auf den Burgberg.
Semmelweis – Museum für Medizingeschichte
Vom Gasthaus „Zum Goldenen Hirsch“ sind es nur wenige Schritte bis zum Zopfstilhaus in der Apród utca Nr. 1-3, wo das Semmelweis – Museum für Medizingeschichte eingerichtet ist. In einem der Häuser ist der weltbekannte Mediziner Ignaz Philipp Semmelweis geboren worden. Hier am Museum führt auch die Freitreppe zum Burgberg entlang. Sie wird von vielen Basaren und Läden gesäumt.
Gellért – Berg
Noch weiter südlich schließt sich dann der Gellért – Berg an. Er ist mit seiner Höhe von 130 m die höchste Erhebung. Vom steil zur Donau abfallenden Dolomitfelsen hat der Betrachter einen traumhaften Ausblick auf die Stadt. Auf halbem Weg zur Spitze steht das Denkmal des hl. Géllert. Geschaffen wurde die Bronzestatue von Gyula Jankovits im Jahr 1904. Das Denkmal ist dem Benediktinerabt Gerhardus gewidmet.
Blick auf den Gellértberg
Freiheitsstatue auf dem Gellértberg
Zitadelle auf dem Gellért – Berg
Die Zitadelle, wie sie sich dem Besucher heute zeigt, ließ Kaiser Franz Joseph nach den revolutionären Erhebungen von 1848/ 49 errichten. Er erbaute das Bollwerk als drohendes Mahnmahl. Er selbst war es, der bereits 1867 den Rückbau der Festungsanlage veranlasste, nachdem sich die politischen Verhältnisse zwischen Ungarn und Österreich normalisierten.
Zitadelle auf dem Gellértberg
Rudas – Bad , Raitzen – Bad (Rácz fürdö), Gellért – Bad
Das Gebiet um den Gellért – Berg ist reich an Thermalquellen. So befindet sich südlich der Elisabethbrücke das Rudas – Bad , das einem türkischen Kuppelbau ähnelt. Am Fuß der Auffahrt zum Gellért – Berg befindet sich das Raitzen – Bad (Rácz fürdö). Jedoch das schönste und anmutigste der Thermalbäder ist das Gellért – Bad. Das Bad und Hotel Gellért sind im Jahr 1912 im Jugendstil errichtet worden. Das Hotel und auch das Bad sind ein Besuchermagnet. Sie besitzen eine prunkvolle Innenausstattung, die vor etwa 25 Jahren restauriert wurde.
Freiheitsbrücke (Szabadság hid)
Die Freiheitsbrücke ist die zweitälteste Donaubrücke der Hauptstadt Budapest. Sie liegt südlich der Kettenbrücke, die die Älteste ist.
Die Freiheitsbrücke und Hotel Gellért
Wasserstadt (Viziváros) und der Rosenhügel (Rózsadomb)
Am östlichen Fuße des Burghügels, zwischen dem rechten Donauufer und dem Burgberg, liegen die Wasserstadt (Viziváros) und der Rosenhügel (Rózsadomb). Hier lebten im Mittelalter die Händler, Handwerker und Fischer.
Kettenbrücke, Tunnel unter dem Burgberg
Die Wasserstadt beginnt im Süden mit der Kettenbrücke und erstreckt sich von der „Null- Plastik“ entlang der Fö utca, die die Hauptstraße des Stadtteils ist. Null- Plastik heißt sie deshalb, weil von ihr die km bis zu jedem anderen Ort in Ungarn gemessen werden. Die benachbarte Kettenbrücke (Lánchid) und der 350 m lange Tunnel (Alagút) unter dem Burgberg wurden vom Architekten Adam Clark erbaut. Er leitete die Arbeiten über den Zeitraum von 1839 bis 1849. Noch heute bezeichnet man den ersten festen Donauübergang als technische und ästhetische Meisterleistung.
Fö utca
Lenkt man den Weg auf der Fö utca in nördlicher Richtung, so führt der Weg vorbei am ehemaligen Kapuzinerkloster und der neogotischen Kirche. Auf halbem Weg zwischen Kettenbrücke im Süden und der Margaretenbrücke im Norden gelangt man zum alten Marktplatz. Südlich wird der Marktplatz von der spätbarocken St. Annen – Kirche begrenzt. Sie entstand um 1740. Markant sind ihre beiden Doppeltürme und der etwas ungewöhnliche Baustil des ovalen Kirchenraumes. An der Westseite des Platzes gab es früher den Gasthof „Zum Weißen Kreuz“. Er diente Kaiser Joseph II. als Unterkunft. Auch der liebenswerte Casanova logierte einst in diesem Haus. An der Nordseite befand sich früher ein Kloster und ein Krankenhaus. In den vergangenen Jahrhunderten, als die Postkutsche das bequemste Reisemittel war, war der Platz die Haltestelle für Reisen nach Wien.
Königsbad und Kaiserbad
Nur wenige Schritte in Richtung Norden gelangt man an das Königsbad (Király fürdö). Es ist heute das am besten erhaltene Thermalbad aus türkischer Zeit. Erbaut wurde es um 1550 von Arslan Pascha. Als beliebtestes Heilbad gilt jedoch das Kaiserbad (Császár fürdö). Es liegt rechts des Donauufers in Höhe der Margareteninsel . Die heilenden Quellen schätzten schon die Römer und Türken. Seit dem Jahr 1806 waren es die barmherzigen Brüder, die den Kurbetrieb leiten.
Rosenhügel mit Grabmal
Westlich des Kaiserbades schließt sich der wunderschön angelegte Rosenhügel an. Die Anlage erinnert an Gül Baba(Rosenvater) den Schutzheiligen von Buda. Schmale Gässchen und Treppen führen aufwärts zu seinem Grabmal, einem achteckigem Kuppelbau mit dem Namen „Gül Baba Türbe“.
Margareteninsel
Die Margareteninsel liegt eingeschlossen von zwei Donauarmen wie ein großes Schiff im Fluss. Zu ihr führen zwei Brücken. Es sind dies, die Margaretenbrücke und die Árpád – Brücke , die die Insel mit den Stadtteilen verbindet. Die Margareteninsel besitzt eine Länge von etwa 2,5 km und ist bis zu 500 m breit. Die Insel ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Ausgedehnte Parkanlagen mit Tennisplätzen Schwimmbädern (Thermalbäder) und eine große Freilichtbühne kann man hier finden. Auf der Insel befinden sich auch zwei der renommiertesten und traditionsreichsten Kurhotels der Stadt. Sie heißen, Hotel Danubius Grand Hotel Margitsziget und Danubius Thermal Hotel Margitsziget. Heute ist die Insel mit ihren Kultur, Sport – und Kureinrichtungen für alle zugänglich. Im 12. Jh. war dem Adel vorbehalten, die Insel zu Jagdausflügen zu betreten. Im 12. Jh. siedelten sich auch Christen auf der Insel an, die Wehrklöster errichteten. Nach der Mongolenherrschaft im 13. Jh. lies König Béla IV. ein Dominikanerkloster errichten, in dem seine Tochter Margarete in den Jahren 1242- 71 lebte. Heute ist nur noch die beeindruckende Klosterruine mit dem Grabmal von Margarete zu besichtigen. In der Mitte der Insel gibt es auch noch die Überreste der frühgotischen Franziskanerkirche zu besichtigen. Das Zentenarium – Denkmal an der Südspitze der Insel ist der Stadtgründung gewidmet. 1972, zur Einhundertjahrfeier der Stadt, wurde dem Zusammenschluss von Buda, Pest und Óbuda mit diesem Denkmal gedacht.
Margaretenbrücke
Die Margaretenbrücke, die in den Jahren 1872 bis 1876 vom französischen Baumeister und Architekten Renest Gouin erbaut wurde, musste nach dem Zweiten Weltkrieg, nach der Sprengung durch deutsche Truppen, wieder neu erbaut werden.
Stadtteil Óbuda
Der alte Stadtteil, der Óbuda genannt wird, liegt im Norden des Stadtzentrums. Hier gibt es noch den kleinstädtischen, ländlichen Charme, der im Zentrum der Millionenstadt verloren gegangen ist. Die Hauptstraße dieses Stadtteils liegt auf der rechten Donauseite und läuft parallel zum Fluss. Es ist die Lajos utca. Hier lebten früher die Deutschen und die Juden. Es war ein Stadtviertel der Händler und Handwerker. Am nördlichen Ende der Lajos utca liegt die ehemalige Synagoge.
Ehemalige Synagoge
Erbaut wurde sie durch Spenden der großen jüdischen Gemeinde um 1830. Es ist ein eindrucksvoller klassizistischer Bau. Heute dient das Gebäude als Fernsehstudio.
Schloss Zichy
Nördlich der ehemaligen Synagoge liegt der eigentliche Mittelpunkt des Stadtteils. Es ist das barocke Schloss Zichy, von dem die Macht im 16. und 17. Jh. ausging. Im Südflügel des Schosses ist heute das Vasarely Museum untergebracht. Es zeigt Werke von Victor Vasarely, der in Pécs geboren wurde. Schloss Zichy liegt am Fö tér, der sich westlich an das Schlossgelände anschließt.
Fö tér
Der Platz wird eingefasst von flachen, gemütlich ausschauenden Häusern. Zu Beginn des 19. Jh.s, so vermutet man, sah es wohl in diesem Stadtteil überall so aus.
Kiscelli Museum
Etwa 1, 5 km entfernt von Flórián tér (Platz am Römischen Militärbad) ist in einem ehemaligen Kloster der Trinitarier ein Teil des Historischen Museums von Budapest untergebracht. Hier werden kulturhistorisch wertvolle Ausstellungsgegenstände des 18. und 19. Jh.s gezeigt.
Historische Römerstadt Aquincum
Militärlager und Bürgerstadt Aquincum
Im heutigen Stadtgebiet von Óbuda errichteten die Römer etwa 19 v. Chr. ein Militärlager. Es war eines der größten römischen Militärlager, denn es sollte die östliche Flanke des römischen Reiches vor Angriffen aus den südlichen Steppengebieten schützen. Das Militärlager glich in der Blütezeit einer Militärstadt mit ca. 30 000 Bewohnern. Zur gleichen Zeit entstand etwa 2 km nördlich eine Bürgerstadt. Unter dem römischen Kaiser Hadrian erhielt sie im Jahr 124 nach Chr. den Status eines Municipiums (eine von Rom abhängige Stadt). Im Jahr 194 erhob sie Kaiser Septimus Severus zur Colonia. Bis in das 4. Jh. blieb Aquincum die Hauptstadt der Provinz Unterpannonien (Pannonia inferior).
Römisches Militärbad
Im Bereich der Fußgängerunterführung am Flórián tér fand man bei Ausgrabungen die Überreste des großen Militärbades der Römer. Neben der Besichtigung der Ausgrabungsstätte gibt es auch ein kleines Museum, das die Geschichte der römischen Bädermedizin sowie Bäderkunde vermittelt.
Amphitheater
Das Amphitheater gehört zum Komplex der Militärstadt. Die Überreste der riesigen ovalen Anlage aus dem 2. Jh. findet man heute an der Ecke Pacsirtamezö utca zur Nagyszombat utca. Bei Ausgrabungen 1935 wurden Teile der 131m x 107m großen Anlage freigelegt, die man besichtigen kann. Nach Schätzungen bot die ovale Kampfarena etwa 13 000 Besuchern Platz.
Herkules Villa
Eine weitere Sehenswürdigkeit der Römersiedlung ist die Herkules Villa. Es war die pompöse Villa eines reichen Römers, der Ende des 2. Jh.s hier wohnte. Die Ausgrabungsstätte findet man nördlich des Flórián tér. Beeindruckend sind die sehr schönen und künstlerisch wertvollen Mosaiken.
Aquincum Museum
Wer dieses Museum besucht, erhält einen umfangreichen historischen Einblick in die römische Epoche. Neben technischen Geräten, wie einer Feuerwehr kann man auch ein Mithras- Heiligtum und Wandgemälde aus der Villa des Stadthalters besichtigen.
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