Ungarn – der Nordwesten – Lébény
Etwa 21 km nordöstlich von Györ, in unmittelbarer Nähe der Autobahn Wien - Györ - Budapest (M1), liegt die Großgemeinde Lébény. Der Ort besitzt eine Autobahnanbindung, von der das Ortszentrum nur 5 km entfernt ist. Historische Bedeutung erlangte Lébény durch die im 13. Jh. erbaute Abteikirche eines Benediktinerklosters. Mit dieser ist eine der bedeutendsten romanischen Kirchen in Ungarn erhalten geblieben. Auf dem Weg nach dem Süden und nach Budapest zieht diese Sehenswürdigkeit jährlich Tausende Besucher an.
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Reiseziele Ungarn – der Nordwesten – Lébény kurz zusammengefasst:
Sehenswürdigkeiten
- Romanische Kirche von Lébény
- Prämonstratenserkloster Csorna
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Romanische Kirche von Lébény
Den Auftrag zum Bau der Kirche erteilte eine wohlhabende Adelsfamilie aus Györ. Die Kirche zeigt sich heute als dreischiffige Basilika mit einer halbkreisförmigen Absiede im Osten und zwei mächtigen Kirchtürmen im Westen, als ein beeindruckendes sakrales Bauwerk. Die Kirche ist die älteste Geschlechterkirche im Gebiet von Westungarn. Sie ist um 1210 erstmals erwähnt worden. Die Architektur des Gotteshauses steht als Vorbild für weitere Kirchenbauten. So ist die Kirche in Ják, in der Nähe von Szombathely in Westtransdanubien, ähnlich erbaut worden. Während der Türkischen Eroberungskriege im 17. Jh. wurde die Kirche mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut. Die Jesuiten waren es, die 1631, nach der Zerstörung des ursprünglichen Kreuzgewölbes, ein Tonnengewölbe in barocker Architektur erbauten. Im 19. Jh. war es der Restaurator und Direktor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, August Essenwein, der die Kirche in zwei Etappen restaurieren ließ. Sehr schön und sehenswert ist das Westportal der Kirche. Es wird eingerahmt und begrenzt von den beiden mächtigen Türmen zur rechten und zur linken Seite. Das prächtige und reich gegliederte Portal ist sehr beeindruckend. Den Mönchen war das südliche Eingangsportal vorbehalten. Es ist im Stil der normannischen Romantik gehalten und mit plastischen Pflanzenornamenten und einem Zackenmuster verziert. Im Inneren der Kirche werden die Decken der Kirchenschiffe durch Bündelpfeiler, die mit sehr schönen Kapitellen verziert sind, getragen. Die alten Glasfester der Kirche wurden 1953 ersetzt.
Prämonstratenserkloster Csorna
Etwa 30 km westlich von Györ liegt die Kleinstadt Csorna. Historisch wertvoll in der 12 000 Einwohner Stadt ist das im 13. Jh. gegründete Prämonstratenserkloster. Neben dem Kloster gibt es noch die Klosterkirche zu besichtigen. Das im Mittelalter erbaute Kloster fiel einem Brand zum Opfer und wurde wenig später im barocken Stil wieder erbaut. Heute beherbergen die Klostergebäude ein Kunstmuseum. Die hier ausgestellten Exponate stammen aus dem János- Xantus Museum und tragen volkstümlich – lokalgeschichtlichen Charakter. Sehenswert im Inneren der Kirche ist noch ein romanisches Relief des hl. Michael, es stammt aus dem 13. Jahrhundert.
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