Ungarn – Budapest – linkes Donauufer

Die Hauptstadt Ungarns ist Budapest. Sie ist eine der beliebtesten europäischen Hauptstädte und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Donaumetropole wird das ganze Jahr über von vielen ausländische Touristen besucht. Die Stadt ist eines der beliebtesten Kurzreiseziele europäischer Touristen. Die Donau prägt das Stadtbild einzigartig und wer die Möglichkeit hat, der sollte eine Bootsfahrt auf dem majestätischen Fluss genießen. Der Fluss ist die Lebensader der Stadt. Er trennt die noch junge Hauptstadt in die Stadtteile Buda und Pest. Auf der Budaer- Seite erstreckt sich auf einer Anhöhe das historische mittelalterliche Burgviertel mit vielen sehenswerten Gassen, der Fischerbastei, der Matthias-Kirche sowie dem Burgpalast. Auf der Buda- Seite liegt nördlich der Burg auch das alte Óbuda, dessen Ursprünge bis in die Römerzeit zurückgehen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Donau, auf der Pester- Seite, findet man heute das andere Budapest, das aus dem 18. und 19. Jh. stammende, kontrastreiche Gegenstück der Hauptstadt. Man hat nicht den Eindruck, dass auch der Pester Stadtteil Belváros im Mittelalter schon bestanden hat. Dieser historische Stadtkern lag ringförmig zwischen der Freiheitsbrücke im Süden und zog sich bis zum Redoutenplatz (Vigádo tér) hin. Mittelpunkt dieses Altstadtkerns ist die Pfarrkirche in der Nähe der Elisabethbrücke. Heute im 21. Jh. hat der Besucher den Eindruck, dass der Stadtteil mehr einer Großstadtmetropole gleicht, als einer historischen mittelalterlichen Stadt. Breite Straßen, großzügig angelegte Plätze und prunkvolle, meist im klassizistischen Stil erbaute Paläste prägen das Bild und nur wenige Überreste erinnern in Pest noch an das 13. Jahrhundert. Wer die Donaumetropole besucht, der wird von ihrem unverwechselbaren Charme beeindruckt. Es ist eine Symbiose aus ungarischen- und österreichischen Lebensgewohnheiten und Lebensformen, die meist Ruhe und Gelassenheit ausströmen. Am Besten, man besucht eines der Cafés oder eines der wunderschönen Thermalbäder, um diese Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Als Welt- und Wirtschaftmetropole im Osten Mitteleuropas ist Budapest noch gar nicht einmal so alt. Die Entwicklung geht auf das Jahr 1873 zurück. Es war der Umstand, dass die selbständigen Orte Óbuda, Buda und Pest unter dem Namen Budapest vereinigt wurden. Mit der Vereinigung der Stadtteile und der Gründung wurde Budapest auch zur größten ungarischen Stadt und zugleich Mittelpunkt des Landes. Heute besitzt die Hauptstadt Ungarns etwa 1,8 Millionen Einwohner. Sie ist Regierungssitz des Landes. Sie ist Sitz der Nationalversammlung und vieler Ministerien und besitzt zahlreiche Universitäten und Fachschulen, an denen Studenten aus aller Welt ihr Wissen erwerben. Auch die Akademie der Wissenschaften hat ihren Sitz in Budapest. Neben der Nationalbibliothek kann man auch viele bedeutende Museen in der Stadt besuchen. Hinzu kommen noch vielseitige Kulturangebote wie Oper, Theater, Ballett und Konzerte. Für die Touristen, die auch einen Besuch der ungarischen Metropole zum Shopping nutzen möchten, ist das Regierungsviertel (zentrale Geschäftsviertel) im Stadtbezirk V die richtige Adresse. Das Einkaufs- Areal erstreckt sich an der Pester- Donauuferseite auf etwa 2,5 Quadratkilometern. Hier liegen die teuersten Hotels und bekanntesten Kaufhäuser, Boutiquen und Shops, wie sie in allen Metropolen der Welt zu finden sind.
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Reiseziele Ungarn – Budapest – linkes Donauufer kurz zusammengefasst:
Sehenswürdigkeiten von Budapest - linkes Donauufer
- Pfarrkirche (Belvárosi Plébániatemplon)
- Contra- Aquincum
- Griechen- Kirche
- Pester Redoute (Pesti Vigadó)
- Konditorei Gerbeaud
- Vörösmarty tér
- Shopping- Meile , Einkaufsstraße, Boulevard
- Elisabethbrücke (Erzébet hid)
- Zentrales Rathaus
- Franziskaner Kirche
- Universitätskirche und Serben- Kirche
- Kleiner Ring (Kisközút)
- Große Markthalle
- Kálvin tér- Kalvinplatz (früherer Heumarkt)
- Ungarisches Nationalmuseum
- Große Synagoge
- Orthodoxe Synagoge
- Evangelische Kirche und Evangelisches Landesmuseum
- Danubius – Brunnen auf dem Elisabeth – Platz
- Akademie der Wissenschaften
- Gresham Palast
- St. Stephan – Basilika
- Parlament
- Großer Ring (Nagykörút)
- Westbahnhof
- Oktogon
- Musikakademie
- Modehalle
- Ungarische Staatsoper
- Heldenplatz
- Kunsthalle
- Museum der Bildenden Künste
- Café New York
Városliget/ Stadtwäldchen
- Széchenyi fürdö
- Zoologischer und botanischer Garten / Zoo
- Historisches Restaurant „Gundel“
- Budapester Zirkus
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Sehenswürdigkeiten von Budapest - linkes Donauufer
Pfarrkirche (Belvárosi Plébániatemplon)
Am linken Donauufer, in der Nähe der Elisabethbrücke, wurde die Innerstädtische Pfarrkirche erbaut. Der heutige Bau, mit seinen zwei Türmen stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die romanische Vorgängerkirche war 1211 von politisch- historischer Bedeutung. In ihr wurde Elisabeth, die später heilig gesprochene vierjährige Tochter von König Andreas II., mit dem künftigen Landgrafen Ludwig von Thüringen verlobt. Sie wird heute als hl. Elisabeth verehrt. Sehenswert im Inneren des Gotteshauses ist der hochgotische Chor aus dem 14. Jh. sowie die wertvollen Überreste von Fresken aus italienischer Schule. Eine Gebetsnische im Chor deutet auf die Nutzung der Kirche als Moschee während der türkischen Herrschaft hin. Künstlerisch bedeutend sind die zwei, aus rotem Marmor hergestellten, Sakramentsnischen aus der Zeit der Frührenaissance um 1500.
Die innerstädtische Pfarrkirche
Die innerstädtische Pfarrkirche
Contra- Aquincum
Gleich neben der Pfarrkirche kann man die Ausgrabungsreste der römischen Festung besichtigen, die gegen die Barbaren errichtet wurde.
Griechen- Kirche
Die im ungarischen Zopfstil 1791 von griechischen Kaufleuten erbaute Kirche, wurde später im Stil des Historismus von außen neu gestaltet. Der Südturm der Kirche stürzte 1944 ein.
Pester Redoute (Pesti Vigadó)
Das erste Ballhaus auf dem Vigadó tér überlebte die Bürgerliche Revolution von 1848 nicht. Im Jahr 1864 errichtet man an gleicher Stelle das neue Ball – und Konzerthaus. Es ist ein architektonisches Meisterwerk des romanischen Historismus. Der Baustil ist der erste Profanbau im ungarischen Nationalstil. Zu den bekanntesten Künstlern, die in der Pester Redoute auftraten bzw. gastierten zählen Franz Liszt, Johann Strauß, Richard Wagner sowie Béla Bartók. Wie viele kulturell wertvolle Bauten, war auch das Ball – und Konzerthaus nach dem Krieg schwer beschädigt und wurde mühevoll im alten Glanz wieder aufgebaut. Heute dient der Kulturtempel als Konzerthalle und Galerie.
Pesti Vigadó - Pester Redoute
Vörösmarty tér
Das Zentrum der Innenstadt von Pest ist der Vörösmarty tér. Der Platz trägt den Namen eines bekannten Dichters. Hier findet man auch ein technisches Wunderwerk unter der Erde, die „Kleine U- Bahn“, die als erste U- Bahn auf dem europäischen Festland1896 in Betrieb genommen wurde.
Das Vörösmarty Denkmal am Vörösmarty Platz
Metrostation am Vörösmarty ter
Konditorei Gerbeaud
Östlich der Pester Redoute (Pesti Vigadó), nur wenige Schritte entfernt vom Ballhaus, befindet sich die in Budapest sehr bekannte Konditorei Gerbeaud. 1858 gegründet, ist es heute eines der renommiertesten Caféhäuser in Budapest. Im 19. Jh. war sie ein k.u.k. Hoflieferant. Heute ist es eine Institution. Für jeden Caféliebhaber ein Muss, wenn er Budapest besucht. Sehenswert ist die Innenausstattung des Cafés im historischen Stil. Nicht nur das Interieur, sondern auch die angebotenen Konditorwaren und die vielen Kaffeesorten lassen das Herz höher schlagen.
Das Café Gerbeaud am Vörösmarty ter
Das Café Gerbeaud von innen
Shopping- Meile , Einkaufsstraße, Boulevard
Die Váci utca ist Budapests Einkaufsmeile. Sie liegt zwei Straßenzüge von der Elisabethbrücke entfernt in östlicher Richtung und verläuft parallel zur Donau. Zu beiden Seiten säumen Häuser im Stil des Historismus und des Jugendstils den Boulevard. Sehenswert sind auch die beiden Handelshäuser an der Auffahrt zur Elisabethbrücke. Man nennt sie Klothilden- und Mathildenpalast.
Handelshaus an der Elisabethbrücke
Elisabethbrücke (Erzébet hid)
Sie liegt südlich der Kettenbrücke und musste nach dem Krieg wegen der Schäden neu erbaut werden. Architekt und Baumeister war der Ingenieur Pál Sávoly.
Ausflugskai an der Elisabethbrücke
Ausflugsboot auf der Donau
Zentrales Rathaus
In der Városház utca, der Rathausgasse, gibt es mehrere Verwaltungsgebäude. Der klassizistische Bau mit seinen drei Innenhöfen ist zu Beginn des 19. Jh.s erbaut worden. Nördlich schließt sich dann die 190 m lange Außenfassade des Zentralen Rathauses an. Das Gebäude ließ Kaiser Karl VI. in den Jahren 1725 bis 1735 erbauen. Der Bestimmung nach war es als Invalidenheim für Kriegsversehrte aus den Türkenkriegen erbaut worden. Die südliche Toreinfahrt ziert die Statue der Stadtgöttin Athene. Sie ist das Werk von Carlo Adami, der die Statue einst für den Brunnen vor der Matthias Kirche erschaffen hat.
Franziskaner Kirche
In unmittelbarer Nähe des Klothilden- und Mathildenpalastes liegt am Franziskaner Platz (Ferenciek ter) die barocke Franziskaner Kirche. Sie wurde um 1727 erbaut. An gleicher Stelle befand sich zuvor eine frühgotische Kirche.
Universitätskirche und Serben- Kirche
Nur wenige Schritte in südöstlicher Richtung und man gelangt zu zwei weiteren Kirchenbauten.
Die Universitätskirche zählt zu den schönsten Barockkirchen der Hauptstadt Budapest. Man erbaute sie im Auftrag des Pauliner- Ordens um 1725. Es dauerte dann noch bis ins Jahr 1771 bis beide Türme fertig gestellt waren. Im Inneren gibt es sehr schöne Fresken und eine prachtvolle Kanzel, die ebenso wie die Pauliner Bibliothek mit kunstvollen Schnitzereien verziert sind.
Gleich neben dem Hauptgebäude der Universität führt eine schmale Gasse (Szerb utca) zur Orthodoxen Serben Kirche. Sie erstrahlt im spätbarocken Stil und ist auch im Inneren sehenswert.
Kleiner Ring (Kisközút)
Von der Freiheitsbrücke, im Süden der Pester Altstadt, führt die Vámház körút bis zum Kálvin tér und von hier aus weiter über Müzeum körút, der Károly krt. bis zum Deák tér. Diese Straßenverbindungen bezeichnet man als Kleinen Ring (Kisközút).
Im Süden, in unmittelbarer Nähe zur Freiheitsbrücke, liegt die Universität für Wirtschaftswissenschaften. Das Gebäude ist ein im Neorenaissance Stil um 1874 erbaut worden.
Große Markthalle
Gleich neben dem Universitätsgebäude steht die Große Markthalle der Stadt. Sie ist eine große gusseiserne Stahlkonstruktion und hier bekommt man einen umfassenden richtigen Eindruck vom ungarischen Markttreiben.
Kálvin tér Kalvinplatz (früherer Heumarkt)
Er trägt den Namen nach den Calvinisten, die eine religiöse Strömung innerhalb des Christentums einnehmen. Ihre Kirche ist im klassizistischen Stil um 1830 erbaut worden.
Ungarisches Nationalmuseum
Wie der Straßenname schon andeutet, ist das Nationalmuseum in der Müzeum körút zu finden. Das Gebäude zählt zu den Hauptwerken des ungarischen Klassizismus. Erbaut wurde es vom Wiener Architekten Mihály Pollack. Die Freitreppe und die Treppenhäuser sind wegen ihrer künstlerischen Gestaltung sehenswert. Die Ausstellung umfasst eine archäologische, historische und naturkundliche Abteilung sowie eine Schatzkammer. Im Kronsaal werden ein Teil der Krönungsinsignien aufbewahrt, der andere Teil ist im Parlamentsgebäude ausgestellt. Das Ungarische Nationalmuseum zählt zu den am meisten besuchten Museen der Stadt.
Große Synagoge
Folgt man dem kleinen Ring weiter in Richtung Norden, so gelangt man nach etwa 600 m zur Großen Synagoge. Sie befindet sich in der Dohány utca. Die Synagoge ist eines der größten Gebetshäuser der Welt. Man erbaute sie in den Jahren 1854 bis 1859. Architektonisch ähnelt sie maurischen und byzantinischen Bauten. Das Gebetshaus ist im Inneren in eine dreischiffige Halle unterteilt.
Im Obergeschoss gibt es noch ein Jüdisches Museum. Das Museum gibt einen Überblick über den Lebensraum der Juden im Gebiet Südosteuropas. Ein 1990 eingeweihtes Holocaust- Mahnmal erinnert an die Judendeportation, die von hier aus 1944 in die Konzentrationslager erfolgte. Ein Heldentempel, ein Jugendstilbau, der 1930 als Ehrenmal für die gefallenen jüdischen Soldaten im Ersten Weltkrieg errichtet wurde, kann ebenfalls besichtigt werden.
Orthodoxe Synagoge
Sie liegt etwa 400 m nördlich der Großen Synagoge in der Rumbach Sebestyén utca. Früher, im 19. Jh., waren die Stadtteile Elisabeth- und Theresienstadt fast ausschließlich den jüdischen Bewohnern vorbehalten. So ist es verständlich, dass es auf engstem Raum zwei Synagogen gibt.
Evangelische Kirche und Evangelisches Landesmuseum
Das Gotteshaus liegt direkt auf dem Deák tér. Die Kirche wurde im Jahr 1808 erbaut und 1856 durch einen Umbau in die heutige Form versetzt.
Sehenswert ist auch die historische Dokumentensammlung im Evangelischen Landesmuseum. Hier befindet sich ein, von Martin Luther im Original verfasstes, Neues Testament aus dem Jahr 1542.
Danubius – Brunnen auf dem Elisabeth – Platz
Der Danubius Brunnen bildet das Zentrum des Erzsébet tér. Der Brunnen stellt mit seinen Figuren die Hauptflüsse Ungarns dar. Es sind die Donau, die Theiß, die Drau und die Save.
Akademie der Wissenschaften
Das Gebäude der Akademie der Wissenschaften liegt nur wenige Meter nördlich von der Kettenbrücke entfernt. Es war Erzherzog Joseph, der 1808 ein Wirtschafts- und Finanzzentrum nördlich des alten Pester Stadtteils erschaffen wollte. 1864 war es der in Berlin wirkende Architekt Friedrich August Stüler, der den Prachtbau im Neorenaissancestil entwarf. Er ist im Jahr 1800 in der Thüringer Stadt Mühlhausen geboren worden und hat später in Berlin Architektur studiert. Seine bekanntesten Bauten in Berlin sind das Neue Museum und das Stadtschloss in Berlin.
Akademie der Wissenschaften
Gresham Palast
Der daneben liegende Gresham Palast, der seinen Namen nach der englischen Versicherungsgesellschaft trägt, ist hingegen im reinen Jugendstil im Jahr 1907 erbaut worden. Heute befindet sich hier eines der elegantesten Hotels von Budapest das Luxushotel Four Seasons. Die Denkmäler auf dem Platz sind den verdienten ungarischen Bürgern, ván Széchenyi und dem Staatsmann Ferenc Déak, die im 18. und 19. Jh. lebten, gewidmet.
der Gresham Palast / Luxushotel Four Seasons
St. Stephan – Basilika
Etwa 400 m östlich der Akademie der Wissenschaften wurde die St. Stephan – Basilika in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s erbaut. Die knapp 100 m hohe Kuppel erblickt man schon von Weitem. Sie liegt in der Flucht zur Kettenbrücke in östlicher Richtung. Die Basilika beherrscht und dominiert das Pester Stadtbild. Sie wurde von reichen Pester Bürgern gestiftet und diente als Pfarrkirche. Man wollte sich nicht eingestehen, dass kleinere ungarische Städte wie Esztergom und Eger monumentale Kirchenbauten besaßen und mit der St. Stephan – Basilika sollte sich das ändern. Nachdem die Pläne 1851 von Józef Hild im klassizistischen Stil fertig gestellt waren, begann man mit dem Bau. Nach dem Tod des Baumeisters 1868 wurden die Bauarbeiten im Neorenaissancestil von Miklós Ybl fortgeführt. Sehenswert sind die Plastiken an der Westfassade und die Glasmosaiken im Inneren des Gotteshauses. In der St. Stephan – Basilika wird auch die Handreliquie des heilig gesprochenen Ungarnkönigs Stephan aufbewahrt und verehrt.
Blick von der Basilika St. Stephan
Blick von der Basilika St. Stephan
Blick von der Basilika St. Stephan
Parlament
Das Gebäude des Ungarischen Parlamentes ist das berühmteste und eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Budapest. Es ist im neogotischen Stil erbaut. Mit einer Breite von 268 m, einer Tief von 188 m und einer 96 m hohen Kuppel erstreckt es sich unverkennbar und unmittelbar am linken Donauufer. Nichts kann das Gesamtensemble verdecken. So ist es verständlich, dass es eines der beliebtesten Fotomotive und zugleich eines der Wahrzeichen der Stadt Budapest ist. Das Gebäude, das nach Plänen des Architekten Imre Steindl in den Jahren 1884 bis 1904 erbaut wurde, besitzt 690 Räume, 27 Tore und 10 Höfe. Das beeindruckende ist jedoch die 96 m hohe Kuppel, die sich in der Mitte des Gebäudekomplexes erhebt. Zu beiden Seiten schließen sich die symmetrisch angelegten beiden Türme und Seitenflügel an. Im südlichen Seitentrakt tagt das Abgeordnetenhaus und im nördlichen Seitenflügel ist der Kongresssaal untergebracht. Beeindruckend ist auch die Außenfassade des Gebäudes. Sie wird durch 88 Statuen verziert, die von verschiedenen ungarischen Künstlern erschaffen wurden. An der Uferseite zur Donau wurden die ungarischen Stammesfürsten und Könige dargestellt. An der östlichen Fassade, die zum Kossuth tér zeigt, hat man die ostungarischen Heerführer und Fürsten dargestellt, die im 17. und 18. Jh. für die Freiheit Ungarns gekämpft haben. Für Besucher der Stadt besteht die Möglichkeit, das Gebäude auch von innen zu besichtigen. Vorraussetzung, es finden keine Plenarsitzungen oder andere Regierungsveranstaltungen statt. Sollten sie die Möglichkeit einer Besichtigung haben, dann versäumen sie nicht die Hauptattraktion, die Krönungsinsignien, anzusehen. Dazu gehören die Krone, das Zepter, das Schwert und der Reichsapfel. Der eigentlich noch fehlende Krönungsmantel ist im Nationalmuseum zu besichtigen. Weitere Sehenswürdigkeiten im Inneren des Parlamentsgebäudes sind die weitläufigen Treppenaufgänge mit den beeindruckenden Deckenfresken und der Kuppelsaal. Ob er zu besichtigen ist kann meist nicht eindeutig vorausgesagt werden, da er hauptsächlich für Repräsentationszwecke genutzt wird. Bevor man eine Besichtigung des Parlamentes in Erwägung zieht, sollte man vor Ort in den Tourismuszentralen nachfragen.
Blick von der Fischerbastei auf das Parlament
Großer Ring (Nagykörút)
Eine weitere etwas größere halbkreisförmige Ringstraße der Pester Innenstadt verläuft von der Margareten – Brücke im Norden bis zur Petöfi – Brücke im Süden. Entlang dieser großzügig angelegten Ringstraße befinden sich noch weitere Sehenswürdigkeiten.
Westbahnhof
In Verlängerung der Straßenführung der Margareten – Brücke in östlicher Richtung gelangt man zum Westbahnhof. Er wurde als eine Gusseisen – und Glaskonstruktion in den Jahren 1874 bis 1877 von dem Pariser Architekturbüro Eiffel erbaut.
Oktogon
Folgt man dem Großen Ring Richtung Süden weiter, so gelangt man an eine Kreuzung mit vier halbkreisförmigen Wohnhäusern. In der Nähe dieses Gebäudekomplexes befindet sich das Hopp Ferenc Museum (Ostasiatisches Museum).
halbrunde Häuser am Oktogon
Musikakademie
Etwa 100 m weiter befindet sich die Musikakademie. Sei wurde von Franz Liszt gegründet. Die Akademie mit ihren vielen Konzertsälen ist in einem Bau aus dem Jahr 1904 untergebracht.
Modehalle
Etwa 100 m westlich der Musikakademie befindet sich die Modehalle, ein ehemaliges Großkaufhaus aus dem 19. Jh. das zu Beginn des 20. Jh.s abbrannte.
Ungarische Staatsoper
Weitere 300 m westlich der Modehalle liegt das Gebäude der Ungarischen Staatsoper.
Es zählt zu den prunkvollsten Opernhäusern der Welt. Wer Gelegenheit hat, eine der Aufführungen zu besuchen, wird begeistert sein. Früher war es die Königliche Oper.
Heldenplatz
Folgt man der Andrássy út vorbei am Oktogon in Richtung Nordosten, so gelangt man am Ende dieser Straße zum Heldenplatz. Er ist der krönende Abschluss der Andrássy út. Im Zentrum des Milleniumsdenkmals erhebt sich eine 36 m hohe Säule mit einer aufgesetzten Bronzestatue des Erzengels Gabriel. Dieses Denkmal ist in Gedenken an die Landnahme im Jahr 1896 im Jahr 1927 errichtet worden.
Kunsthalle
Gleich rechts neben dem Milleniumsdenkmal am Heldenplatz befindet sich die Kunsthalle, die 1895 errichtet wurde. Sie dient heute als Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst.
Kunsthalle am Heldenplatz
Museum der Bildenden Künste
Die ursprüngliche Sammlung des Museums stammt aus dem Besitz der Familie Esterházy. Das Museumsgebäude, dass mit seiner Hauptfassade an einen antiken Tempel erinnert, wurde1906 errichtet. Das Museum zeigt im Erdgeschoss antike Kunst, Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts. Im ersten Obergeschoss findet man eine herausragende Gemäldegalerie mit Werken Alter Meister der italienischen, der niederländischen, der spanischen, der deutschen, der englischen und französischen Malerei. Darunter Werke von Raffael, Tizian, Rembrandt, El Greco, Goya, Dürer und Leonardo da Vinci.
Museum der Bildenden Künste
Café New York
Einer der bekanntesten Literatur- und Künstlertreffs des 19. und 20. Jh.s ist das Café New York. In den Jahren 2004/ 2005 wurde es wieder im Stil der Belle Époque restauriert.
Nach etwa 100 m führt eine weitere bedeutende Einkaufsstraße in Richtung des Altstadtzentrums. Es ist die Rákóczi út, die in der Verlängerung auf die Elisabeth – Brücke stößt.
Városliget/ Stadtwäldchen
Gleich hinter dem Heldenplatz, in nordöstlicher Richtung, liegt das beliebte Ausflugsziel der Budapester Bürger, das Stadtwäldchen. Der im 19. Jh. nach französischem Vorbild angelegte Landschaftsgarten ist in den Jahren seines Bestehens um verschiedene Attraktionen bereichert worden. Im Gegensatz zur Margareteninsel ist das Stadtwäldchen ein künstlich entworfener und geschaffener „Erlebnispark". Hier gibt es eine Eislaufbahn, von deren Eröffnung am Ende des 19. Jahrhunderts die Budapester sehr begeistert waren. Sie befindet sich hinter dem Heldenplatz. Seit 1996 werden auf der Eislaufbahn auch internationale Eislaufwettbewerbe veranstaltet.
Die Eislaufbahn ist im Sommer ein See, den man mit Ruderbooten befahren kann.
Széchenyi fürdö
Eines der beliebtesten Ziele der Budapester Bürger wird auch von den Touristen sehr gern aufgesucht. Es ist das Széchenyi Heilbad. Es ist das erste Bad in Pest und heute eines der größten Badekomplexe Europas. Seine Entstehung verdankt es dem Bergingenieur Vilmos Zsigmondy. Durch seine Initiative wurden im 19. Jh. Stadtpark erfolgreiche Tiefbohrungen durchgeführt. Im Jahr 1881 wurde dort bereits ein "artesisches Bad" betrieben. Das heutige Bad, hat man dann 1913, nach Plänen von Gyözö Czigler, erbaut. Das Heilwasser gelangt aus einer Tiefe von etwa 1200 m mit ca. 70°C an die Erdoberfläche und speist die vielen Becken des Bades. 1927 erhielt es den Charakter eines Volksbades und wurde getrennt für Damen und Herren betrieben. Mitte der 60iger Jahre erfolgte ein weiterer Umbau. Es entstand ein Gruppen-Thermalbad und ein Tageskrankenhaus mit einer komplexen Physiotherapie-Abteilung. 1999 wurde es renoviert und restauriert. Heute erstrahlt es im Neo- barocken Stil. Sehr schöne Malereien in der gigantischen Kuppel und auch die zahlreichen Skulpturen leuchten wieder im altem Glanz. Wer Budapest besucht, der sollte eines der vielen Thermalbäder besuchen. Das Széchenyi fürdö ist dabei ohne Zweifel das beliebteste. Es ist unkompliziert mit der Metro der Linie1 in nur 15 min vom Zentrum aus erreichbar. Besonders für Kinder wird das Erlebnisbad zu einem besonderen Urlaubserlebnis.
Das Széchenyi - Thermalbad
Das Széchenyi - Thermalbad
Das Széchenyi - Thermalbad
Zoologischer- und Botanischer Garten / Zoo
Ein weiteres Highlight auf dem Gebiet des Stadtwäldchens ist der Zoo. Es ist die am meisten besuchte Kultureinrichtung ganz Ungarns. Während eines City-Trips in die ungarische Metropole darf also der Tierpark vor allem bei Familien auf keinen Fall im Besuchsprogramm fehlen. Allerlei einheimische und exotische Tierarten wie Beuteltiere, Raubtiere, Seehunde, Huftiere, Nagetiere, sowie die verschiedensten Vogelarten, machen den Budapester Zoo zu einem der führenden Tierparks Osteuropas. Neben Tieren sind im Zoologischen und Botanischen Garten der Donau-Stadt, er existiert seit 1872, auch rund 2 000 Pflanzenarten zu sehen. Eröffnet wurde der Budapester Zoo im Jahr 1866. Er zählt damit zu den ältesten Zoos überhaupt. 100 Millionen Gäste sind seitdem durch die Eingangstore spaziert und haben Giraffen & Co. bestaunt. Im Sommer kommen sie in den Genuss von Seehund-Vorführungen und Elefanten-Fütterungen. Darüber hinaus werden einige Tiere in der Show Tieraktion vorgestellt. Vor allem kleine Besucher sollen so in unterhaltsamer Weise informiert und für Themen wie bedrohte Tiere und Artenschutz sensibilisiert werden.
Übrigens, viele Zoogebäude stehen unter Denkmalschutz, darunter das berühmte Jugendstil-Elefantenhaus. Sehenswert ist auch das restaurierte Palmenhaus. Der Elefantenkopf über dem Eingangsportal stammt aus der traditionsreichen Keramikfabrik Zsolnay. Geöffnet ist der Zoo das ganze Jahr über.
Historisches Restaurant „Gundel“
Am Zoo-Ring, der neben dem See liegt, kann man weitere Sehenswürdigkeiten finden. Hier liegt gleich links neben dem Haupteingang des Budapester Zoos das berühmte Restaurant „Gundel“ und Bagolyvár Restaurants, das 1894 erbaut wurde. Heute ist das „Gundel“ ein Nobelrestaurant und in kurzen Hosen oder im Outdoor - Look hat man schlechte Karten es von innen zu sehen.
Budapester Zirkus
Hinter dem Széchenyi Bad steht das Gebäude des Budapester Zirkus, in dem 1891 die ersten Aufführungen veranstaltet wurden. Seitdem wurden schon 125 verschiedene Shows vorgestellt, die mehr als 25 Millionen Zuschauer bewundert haben. Neben dem Zirkus liegt der Lunapark, dessen Geschichte ins 19. Jahrhundert zurückgeht.
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