Ungarn – der Westen – Sárvár
Die Kleinstadt Sárvár liegt in Westungarn etwa 50 km südöstlich von Sopron und 30 km von der österreichischen Grenze. Die Landstraße Nr. 84, an der Sárvár liegt, verbindet die Stadt Sopron (Ödenburg) mit dem Balaton (Plattensee). Die Kreisstadt mit etwa 15 000 Einwohnern ist ein beliebter Kur- und Badeort in der Region (Komitat) Vas. Unter dem Einfluss der K. u. k. Monarchie hieß der Ort Kotenburg. Heute ist Sárvár ein beliebter Urlaubsort. Ob Kur- oder Badeaufenthalt, ein Aktivurlaub in wunderschöner Umgebung mit dem Rad, dem Pferd oder dem Kanu, alles wird geboten.
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Reiseziele Ungarn – der Westen – Sárvár kurz zusammengefasst:
- Geschichte der Stadt Sárvár
Sehenswürdigkeiten der Stadt Sárvár
- Wasserburg – Schloss Sárvár
- Prunksaal des Barockschlosses
- Nádasdy – Museum
Tipp
- Bükfürdő – Thermalbad Bad Bük
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Geschichte der Stadt Sárvár
Die Stadt Sárvár hat im Spätmittelalter in der ungarischen Geschichte erstmals Bedeutung erlangt. Zu Beginn der historischen Entwicklung, im 11. Jh., erbaute man am Zusammenfluss der beiden Flüsse Raab und Gyöngyös, in einer Moor- und Sumpflandschaft, eine Wasserburg. Archäologen sind der Auffassung, dass am heutigen Standort des Wasserschlosses im frühen Mittelalter eine Burganlage aus Holzpalisaden gestanden hat. Im 16. Jh. wurde das kastellartige Wasserschloss anstelle eines älteren Baues errichtet. In den späteren Jh. erhielt es dann den heutigen barocken Charakter. Im 16. Jh. war die Burg ein kulturelles Zentrum des Buchdruckes in Ungarn. Schon 1639 wurden die ersten Bücher in ungarischer Sprache gedruckt. Eines der ersten Bücher war das Neue Testamen und eine lateinisch - ungarische Grammatik, als Grundlage der Bildung und Aufklärung der Menschen. So war Sárvár ein Ort des Humanismus und der Reformation. 1671 wurde der Burgherr Graf Ferenc III. der Magnatenverschwörung gegen Kaiser Leopold I. bezichtigt und schuldig gesprochen. Man richtete ihn hin. Die Ländereien und der gesamte Besitz wechselte dann mehrfach den Besitzer, bis alles an das Haus Wittelsbach fiel. Zuletzt bewohnte der Bayrische König Ludwig III. das Schloss, bis er hier 1921 verstarb.
Sehenswürdigkeiten der Stadt Sárvár
Wasserburg – Schloss Sárvár
Sehr sehenswert ist die barocke Schlossanlage. Sie besitzt einen fünfeckigen Grundriss und ist auf einer Halbinsel erbaut worden, die vom Fluss Raab umgeben ist. Das Schloss befindet sich inmitten von Grünanlagen.
Prunksaal des Barockschlosses
Sehenswert sind die barocken Räume im Inneren, wobei der Prunksaal seinem Namen alle Ehre macht. Es war der italienische Künstler Andrea Bertinelli, der 1653 die Stuckaturen kreierte. Die an den Seitenwänden des prächtigen Saales erschaffenen Gemälde stammen von Stephan Dorffmeister, der die Werke um 1770 erschaffen hat. Die Bilder thematisieren Szenen aus dem alten Testament.
Nádasdy – Museum
Dieses Museum zeigt die Geschichte des Schlosses auf. Gezeigt werden historische Funde und Objekte, die mit der Burg und der Adelsfamilie Nádasdy in Beziehung stehen.
Tipp
Bükfürdő – Thermalbad Bad Bük
Auf halber Strecke zwischen Sárvár und der Stadt Sopron liegt der Kur – und Badeort Bük. Ein vielfältiges Kurangebot zu moderaten Preisen ist der Vorzug dieser Kleinstadt. Die Heilquellen in dem Gebiet zählen zu den ergiebigsten in Ungarn.
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