Ungarn – der Norden – Mosonmagyaróvár
Die Stadt Mosonmagyaróvár mit etwa 31 000 Einwohnern liegt in unmittelbarer Nähe zur österreichischen und slowakischen Grenze. Mosonmagyaróvár ist ein bekannter Kurort. Es gibt Heilquellen, deren Wasser Erkrankungen des Bewegungsapparates lindert. Mosonmagyaróvár liegt am Zusammenfluss der Mosoner Donau und dem Flüsschen Leitha. Von Österreich kommend erfolgt die Einreise nach Ungarn über den Grenzübergang Nickelsdorf- Hegyeshalom. Die Stadt Mosonmagyaróvár ist ein Zusammenschluss zweier Ortschaften. Es ist der Ort Moson (Wieselburg) und der Ort Magyaróvár (Ungarisch- Altenburg), die 1939 ihre Eigenständigkeit verloren und zum Ort Mosonmagyaróvár vereint wurden. Vor 1939 war Wieselburg auch Verwaltungssitz eines der vier Komitate (Regionalverwaltungen). Sie bildeten das österreichische Bundesland Burgenland. Vor 1939 waren es die Komitate Wieselburg, Pressburg, Ödensburg und Eisenburg, die das Burgenland umfasste.
Mehr Reiseziele aus Ungarn:
Pécs, Vértes / Schildgebirge, Stiftskirche Zsámbék, Tata, Ráckeve, Székesfehérvár, Gorsium- Herculia, Martonvásár, Visegrád, Esztergom, Szentendre, Budapest rechtes Donauufer, Lébény, Budapest linkes Donauufer, Ják (St. Georgen), Szombathely (Steinamanger), Sárvár, Kőszeg (Güns), Fertőrákos, Sopron (Ödenburg), Nagycenk (Großzinkendorf), Schloss Fertöd, Benediktinerabtei Pannonhalma, Györ, Mosonmagyaróvár
Reiseziele Ungarn – der Norden – Mosonmagyaróvár kurz zusammengefasst:
- Geschichte der Stadt Mosonmagyaróvár
Sehenswürdigkeiten der Stadt Mosonmagyaróvár
- Historische Altstadt
- Alte Burg
- Deák Platz
- Cselley Haus
- Archäologisches Museum
- Thermalbad von Mosonmagyaróvár
- Tipp
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Geschichte der Stadt Mosonmagyaróvár
Bereits im 1. Jahrtausend wurde das Gebiet besiedelt. Es war die gute strategische Lage am Seitenarm der Donau und am Zusammenfluss der Mosoner Donau und der Leitha, die von den Römern genutzt wurde. Sie erbauten ein Kastell mit Namen „Arx Flexum“. Auf den Resten des römischen Kastells erbauten die Magyaren später die Festung Porta Hungarica. Im Jahr 1354 erhielt die Siedlung das Stadtrecht verliehen. In den darauf folgenden Jahrhunderten war die Festung mehrfach umkämpft. So auch beim Vormarsch der Türken auf Wien im 17. Jahrhundert. Trotz der vielen Versuche, die Stadt zu vernichten, wurde sie immer wieder aufgebaut. Mosonmagyaróvár war nicht nur militärisch wichtig sondern auch wirtschaftlich. Die Stadt lag an einem wichtigen Handelsweg, der von Süden aus in Richtung Norden nach Bratislava und nach Nordwesten in Richtung Wien führte. Heute sind diese alten Handelswege durch Autobahnen, wie die E 60 in Richtung Wien und die E 65 nach Bratislava, ersetzt worden. Im Jahr 1818 war es der Herzog von Sachsen- Teschen, der in der Stadt eine landwirtschaftliche Lehranstalt gründete. Man bezeichnet sie auch als die Vorgängerin der West- Ungarischen Universität für Agrarwissenschaften. Die Fakultät der Universität ist heute in der Burg untergebracht. Der berühmte österreichischen Dichter Nicolaus Lenau verbrachte hier in den Jahren 1822 bis 1823 einen Teil seiner Studienzeit.
Sehenswürdigkeiten der Stadt Mosonmagyaróvár
Historische Altstadt
Sehr sehenswert sind die im Mittelalter erbauten Häuser in der Altstadt. Auf dem Hauptplatz der Stadt steht die Pfarrkirche. Sie ist im spätbarocken Stil erbaut worden. Die Fresken der Kirche sind von dem Künstler Franz Schellmayer erschaffen worden. Die Sankt Gotthard Kirche ist auch die letzte Ruhestätte von Friedrich von Habsburg und seiner Frau Isabella. In der Hauptstraße der Stadt, in unmittelbarer Nähe des historischen Gasthauses, dem Schwarzen Adler (Fekete Sas), befinden sich noch einige barocke Häuser, die ebenfalls sehr sehenswert sind.
Alte Burg
In der Nähe des Stadtzentrums, auf einer kleinen Insel, befindet sich das alte Schloss von Mosonmagyaróvár. Man erreicht die Burg (Óvár) entweder über eine Brücke oder einen tunnelartigen Torbogen. Die Burg liegt auf einer Insel, die vom Fluss Leitha umschlossen wird. Der Bau ist zweigeschossig und nach Süden sind an den Ecken zwei Türme angebaut worden.
Deák Platz
Auf dem ehemaligen Schlossplatz kann man das Standbild des hl. Johannes von Nepomuk sehen. Das Schloss wurde im 18. Jh. von den Habsburger Erzherzögen bewohnt.
Cselley Haus
In diesem Haus gibt es eine sehenswerte Bildergalerie. Sie zeigt die Werke berühmter ungarischer Maler des 19. Jahrhunderts. Auch die Möbelstücke des Hauses sind aus der gleichen Epoche. So entsteht ein abgerundetes Bild der kunsthistorischen Epoche des 19. Jahrhunderts.
Archäologisches Museum
Im Gebäude des Hansági Museums befindet sich eine bedeutende archäologische und kunstgeschichtliche Ausstellung, die Funde aus der Region zeigt.
Thermalbad von Mosonmagyaróvár
Ein bedeutender touristischer Anziehungspunkt ist das Thermalbad der Stadt. Viele Hotels der Stadt verfügen heute ebenfalls über eigene Behandlungszentren und Thermalbäder.
Tipp
Östlich der Autobahn erstreckt sich zwischen dem Hauptstrom der Donau (Dunaj) und der Kleinen Donau (Mosoni Duna) die Donauinsel Kleine Schütt (Szigetkös). Es ist eine Auenlandschaft mit vielen alten Bäumen. Hier, zwischen Mosonmagyaróvár und Györ, gelangt man zum Renaissanceschloss Hédervár. Im Mittelalter befand sich hier eine der wichtigsten Verteidigungsburgen Westungarns. Heute ist in den historischen Gebäuden des Renaissanceschlosses ein sehr schönes Hotel eingerichtet. Wer mehr dazu wissen möchte, der findet unter www.kastelyszalloda.hu/indexde.php weitere Informationen.
zurück zur Übersicht Ungarn
zurück zur Übersicht Ungarn