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Deutschland – Thüringen – Eisenach

Die kreisfreie Stadt Eisenach liegt im Westen des Bundeslandes Thüringen, dicht an der Landesgrenze zu Hessen. Dort wo die nordwestlichen Ausläufer des Thüringer Waldes im Tal des Flusses Hörsel auslaufen, erstreckt sich die historisch bedeutende Stadt Eisenach. Sie liegt am Fuße der weithin bekannten Wartburg, die sich im Nordwesten der Stadt auf einem gewaltigen Felsplateau erhebt. Im 12. Jh. gegründet, ist Eisenach heute ein kulturhistorisch bedeutender Ort, der sich zum Zentrum des Thüringer Automobilbaus entwickelt hat. Eisenach besitzt heute etwa 43 000 Einwohner. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A 4, die von Frankfurt am Main nach Dresden führt. Von Erfurt, der Landeshauptstadt Thüringens, bis nach Eisenach sind es etwa 55 km und von Frankfurt am Main etwa 275 km. Die Stadt liegt eingebettet zwischen den Höhenzügen des Hainichs im Norden und dem Thüringer Wald im Südosten. In der Nähe der Stadt verläuft auch der bekannte Höhenwanderweg „Rennsteig“ über die Gipfelkämme des Thüringer Waldes. Dieser Fernwanderweg wird jedes Jahr von vielen tausenden Wanderfreunden besucht. Neben den kulturhistorischen Highlights und der Möglichkeit von Theaterbesuchen im Landestheater Eisenach, bietet die Region um Eisenach auch eine Vielzahl von touristischen Möglichkeiten. Neben Wanderungen und Radtouren in der näheren Umgebung zur Wartburg und im Thüringer Wald besitzt die Region auch den Nationalpark Hainich. Dort gibt es unter anderem den beliebten Baumkronenpfad, der einen Spaziergang oberhalb der Gipfel der Bäume erlaubt und eine herrliche Aussicht auf die Umgebung bietet. Sehr beliebt sind auch die Kanutouren auf dem größten Fluss der Region, der Werra, die sich durch ein einzigartiges Urstromtal in Richtung Norden ihren Weg sucht.
Reiseziele Deutschland – Thüringen – Eisenach kurz zusammengefasst:
- Geschichte der Stadt Eisenach
Sehenswürdigkeiten der Stadt Eisenach
- Wartburg
- Geschichte der Wartburg
- Sehenswürdigkeiten auf der Burg
- Lutherhaus Eisenach
- Bachhaus Eisenach
- Georgenkirche
- Creutznacher Haus
- Marktbrunnen
- Stadtschloss Eisenach
- Thüringer Museum Eisenach
- Rathaus
- Residenzhaus
- Schmales Haus
- Predigerkirche
- Kreuzkirche
- Jakobsplan mit Standbild des Panzerreiters
- Annenkirche
- Stadtmauer von Eisenach
- Nicolaikirche
- Bahnhof und Fürstenbahnhof
- Reuter Villa
- Wandelhalle
- Burschenschaftsdenkmal
Feste
- Sommergewinn
mehr zum Reiseziel:
Geschichte der Stadt Eisenach
Bekannt ist die Stadt Eisenach durch die Wartburg. Die Geschichte der Stadt und der Burg sind zum Teil untrennbar miteinander verbunden. Erbaut wurde die Wartburg um 1067 für den Landgrafen von Thüringen. Zur gleichen Zeit entstand am Fuße der Burg aus einer Handwerkersiedlung im 11. und 12. Jh. die Stadt Eisenach. Im Jahr 1250 wurde sie gegründet und 1283 erhielt sie die Stadtrechte verliehen. Eisenach war für eine lange Zeit die Residenzstadt der Thüringer Landgrafen. Sie besaß im Mittelalter eine bevorzugte Lage an zwei wichtigen Handelswegen und war eines der bedeutenden politischen- und kulturellen Zentren des Römisch - Deutschen Reiches zur Zeit der Staufer. Auch mit dem Niedergang Eisenachs als Residenzstadt im 15. Jh. blieb sie, neben der neuen Landeshauptstadt Weimar, ein gleichberechtigtes geistig- kulturelles Zentrum des Landes Thüringen. Höfische Kultur, vereint mit einer langen Tradition und reformistischen Wurzeln, hatte in vielen Jahrhunderten eine große Anziehungskraft auf die Menschen. Die Wartburg ist dafür ein leibhaftiges Symbol. Wie schon der bekannte Minnesänger Walter von der Vogelweide zum Sängerkrieg auf der Wartburg weilte, so besuchten viele bedeutende Persönlichkeiten den „Kulturtempel Wartburg“ nach ihm. So haben zwei bedeutende deutsche Persönlichkeiten, jeder von ihnen in einer anderen historischen Epoche, die Stadt nach ihren Impressionen beschrieben. Martin Luther, bedeutender Reformator, nannte die Stadt Eisenach um 1522 „Meine liebe Stadt“ und Goethe schrieb ca.150 Jahre später über Land und Leute „die Gegend ist überherrlich“. Beide waren von der überaus anziehenden Stadt, eingebettet in eine reizvolle hüglige Landschaft, fasziniert. Eine weitere bedeutende Persönlichkeit, die 1685 in Eisenach geboren wurde, ist Johann Sebastian Bach. Sein Wirken und Schaffen als bedeutendster deutscher Komponist, Orgel - und Klaviervirtuose der barocken Epoche, hat in Eisenach seinen Ursprung genommen. Noch heute verfügt Eisenach über eine Vielzahl authentischer Zeugnisse seines Wirkens. Im 19. Jh. rückte die Stadt Eisenach mit der Wartburg wieder in den Mittelpunkt politischer Ereignisse. Im Jahr 1817, 300 Jahre nachdem die Thesen Luthers an die Eingangspforte der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen wurden, war es die Jenaer Burschenschaft, die die reformistischen Gedanken Luthers zum Anlass nahmen, um zum Wartburgfest einzuladen. 500 Studenten aus allen Teilen Deutschlands, darunter auch einige fortschrittlich denkende Akademiker, trafen sich im Oktober 1817 auf der Wartburg zu Eisenach. Diese politische Demonstration war ausschlaggebend für die Gründung der Deutschen Burschenschaft als Gesamtverband. Getreu dem Wahlspruch „Ehre, Freiheit, Vaterland“ demonstrierten die Teilnehmer gegen reaktionäre Kräfte und die Kleinstaaterei in Deutschland. Ziel war es, Deutschland zu vereinen und einen Nationalstaat mit einer freiheitlichen Verfassung zu gründen. Das Symbol des ersten Wartburgfestes war die schwarz- rot- goldene Fahne, die heute unsere Nationalflagge ist. Dem Ersten Wartburgfest folgte ein Zweites 1848 und ein Drittes 1948. Mit der Teilung Deutschlands 1945 kam es auch zur Spaltung der Studentenvereinigung. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1989 finden auf der Wartburg alljährlich wieder gemeinsame Studententage zum Wartburgfest statt. Die Wartburg ist in ihrer Geschichte der Inbegriff für Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklung. Ihr Symbol ist in der Geschichte aber auch für niedere Zwecke missbraucht worden, die man keinesfalls billigen kann.Die historische Entwicklung der Wartburg geschah unabhängig von den mehrfach wechselnden Herrschaftsverhältnisse in Thüringen. Als selbstständiges Herzogtum Sachsen - Eisenach fiel die Stadt später durch Erbfolge an Sachsen - Weimar und wurde 1748 sogar wieder Residenzhauptstadt. 1838 sorgte der Großherzog von Sachsen - Weimar - Eisenach dafür, dass die Wartburg erneut umfassend aufgebaut und restauriert wurde. Sie erhielt durch diese Maßnahmen das heutige Erscheinungsbild. Die Wartburg wurde 1999 von der UNESCO wegen ihrer Einzigartigkeit und Authentizität in die Welterbeliste aufgenommen.
Im 19. Jh. wurde Eisenach ein Industriezentrum. Die Stadt war das Zentrum des mitteldeutschen Fahrzeugbaus und seit 1896 werden in Eisenach Fahrzeuge gebaut. Heute sind die Adam Opel AG und die Bayrischen Motorenwerke (BMW Group) am Produktionsstandort Eisenach vertreten. Das Gebiet um Eisenach besitzt sehr viele Industriebetriebe, die als Zulieferer der Automobilindustrie wichtige Arbeitgeber für die Region sind.
Sehenswürdigkeiten der Stadt Eisenach
Wartburg
Geschichte der Wartburg
Hoch oben, auf einem über 400 m hohem Felsplateau, erhebt sich im Südwesten der Stadt Eisenach die Wartburg. Es war Ludwig der Springer, der sie um 1067 erbauen ließ. Der Sage nach soll er während einer Jagd den kahlen Hügel erklommen und vor Begeisterung die Worte “Wart’ Berg du sollst mir eine Burg tragen“ ausgerufen haben. Auf diese Art soll der Name Wartburg entstanden sein. Tatsächlich jedoch ist es vermutlich so, dass der Name Wartburg auf die Bedeutung Wach- oder Wächterburg zurückzuführen ist.In der Mitte des 11. Jh.s war es das Adelsgeschlecht der Ludowinger, die ihren Stammsitz auf der Burg hatten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Wartburg 1080. Als Vasall des Erzbischofs von Mainz und Kaiser Lothar III. erhielt der Sohn Ludwig des Springers, Ludwig I., den Landgrafen Titel. Unter Ludwig II. entstand in der Zeit von 1156 bis 1162 der heutige Palas. Später dann, unter Hermann I., wurde die Wartburg zum kulturellen Zentrum der deutschen Dichtung und des Minnegesangs. Die Burg war um 1200 der Ort und der Schauplatz des Sängerkrieges. Unter dem letzten Ludowinger, Heinrich Raspe IV., war die Wartburg die einzige Residenzstätte der Thüringer Landgrafen. Schon im Mittelalter wurde die Geschichte der Burg mehrfach durch bedeutende Persönlichkeiten geprägt. Im Jahr 1206 war es der Sängerkrieg und 1211 bis 1227 war es Elisabeth von Thüringen, die auf der Burg lebte. Ihr christliches Leben, nach den Regeln und Idealen des Franz von Assisi, war ausschlaggebend für ihre spätere Heiligsprechung. Mit dem Tod des letzten Landgrafen von Thüringen und deutschen König, Heinrich Raspe um 1247, begann die Wettiner Herrschaft über Thüringen und die Wartburg. Zu Beginn des 14. Jh.s wurde ein neues Gebäude in der Kernburg errichtet und der Südturm erbaut. Im 15. Jh. verlor die Wartburg als Residenz an Bedeutung. Ein weiteres geschichtsprägendes Ereignis war der Aufenthalt Martin Luthers auf der Wartburg. Während seines Aufenthaltes in den Jahren 1521 und 1522 übersetzte er in nur elf Monaten das Neue Testament in die deutsche Sprache. Auch Johann Wolfgang von Goethe besuchte die geschichtsträchtigen Mauern der Wartburg mehrfach. Sein erster Besuch, der einen fünfwöchigen Aufenthalt einschloss, galt vor allem seinen wissenschaftlichen Studien der Natur. Seinen Aufzeichnungen, Bildern und Skizzen über die Wartburg verdanken wir die Kenntnisse über die Burg in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s. Im Jahr 1817 stand die Burg wieder im Mittelpunkt gesellschaftspolitischer Veränderungen. Es war das Wartburgfest 1817 zu dem die Jenaer Studenten (Burschenschaft) deutschlandweit aufriefen. Der Aufruf geschah anlässlich des 300. Reformationsjubiläums und anlässlich des vierten Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig. Aus allen Teilen Deutschlands kamen 500 Studenten und kämpften für ein geeintes Deutschland. All diese bedeutenden historischen Ereignisse machten die Wartburg zum Symbol deutscher Geschichte. Die Wartburg war aber auch vielfach in der ersten Hälfte des 19. Jh.s ein literarischer Schauplatz geworden. So schrieb Richard Wagner in der Zeit von 1842 bis 1845 die romantische Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“. Als Vorlage für dieses Werk dienten das Deutsche Sagenbuch und die historisch bedeutende Wartburg. Sie ist das Synonym für Fortschritt und steht für gesellschaftliche Veränderung. Um die Bedeutung der Wartburg zu erhalten, wurde sie mehrfach im 19. und 20 Jh. erneuert und restauriert. Mit der Abdankung der Fürsten und der Ausrufung der Republik im Jahr 1918 war es notwendig auch das Kulturerbe neu zu verwalten. Seit 1922 gibt es die Wartburgstiftung. Sie verwaltet das Kulturgut bis heute unangefochten. Seit 1999 unterliegt diese Tätigkeit noch stärker der allgemeinen Aufmerksamkeit, da die Wartburg 1999 von der UNESCO wegen ihrer Einzigartigkeit und Authentizität in die Welterbeliste aufgenommen wurde.
Sehenswürdigkeiten auf der Burg
Jährlich besuchen hunderttausende Besucher die Wartburg. Eine Vielzahl von ihnen sind Tagestouristen. Neben der Anfahrt zur Burg mit dem Auto oder Bus bis zum zentralen Parkplatz, gibt es noch die Möglichkeit über verschiede Wanderwege die Burg zu erreichen. In jedem Fall muss das letzte Stück zu Fuß absolviert werden. Der etwas anstrengende Anstieg zur Burg wird durch die historische Burganlage und den sehr schönen Ausblick entschädigt. Auf der Burg finden täglich mehrfach Führungen statt, die auch für ausländische Besucher ausgerichtet werden. Um in der Saison längere Wartezeiten zu vermeiden, sollte man für einen Besuch die frühen Morgenstunden nutzen.
Wer im Vorfeld des Wartburgbesuches einen Einblick in das Burginnere werfen möchte, der findet weitere Informationen unter www.wartburg-eisenach.de

Eisenach - die Wartburg

Eisenach - die Wartburg Innenhof

Eisenach - die Wartburg Innenhof

Eisenach - Wartburg Innenhof

Eisenach - Wartburg Pallas

Eisenach - Wartburg Blick zum Inselsberg

Eisenach - Wartburg Ausblick
Lutherhaus Eisenach
Es waren fünf Jahre seiner Jugend, die Martin Luther in Eisenach verbrachte. Geboren 1483, besuchte er die Georgenschule in Eisenach in den Jahren von 1498-1501. Er galt als begabt, war bescheiden und fleißig. Als kleiner Kurrendesänger lobte man ihn wegen seiner Musikalität. Der Überlieferung nach soll Luther während dieser Zeit in einem Haus in der Nähe des Marktplatzes gewohnt haben. Ihm zum Gedenken wurde das Lutherhaus Eisenach in einem sehr schönen barocken Wohnhaus am Lutherplatz 8, im Zentrum der Stadt, eingerichtet. Das ehrwürdige Gebäude beherbergt heute eine sehr moderne und multimediale Ausstellung, die von tausenden Besuchern im Jahr aufgesucht wird. Besonders junge Menschen werden durch die Ausstellung angesprochen. Sie machen mit den Lehren Luthers und seiner Botschaft Bekanntschaft und erfahren unter welchen Mühen und Entbehrungen Luther zu seiner Zeit die Kirche reformiert hat. Neben der ansprechenden Ausstellung im Lutherhaus hat der Besucher auch die Möglichkeit im benachbarten Bibel- Café in Ruhe zu entspannen und auch die Möglichkeit, eine der Neuauflagen der Bibel zu erwerben. Eine weitere Wirkungsstätte Luthers befindet sich auf der Wartburg. In den Jahren 1521 bis 1522 suchte Martin Luther Schutz auf der Wartburg. Als Junker Jörg lebte er anonym in bescheiden eingerichteten Räumen im Westflügel der Burg und übersetzte die Bibel während dieser Zeit in die deutsche Sprache. Ein weiterer Ort des Gedenkens an den bedeutenden Reformator ist das Lutherdenkmal auf dem Karlsplatz in unmittelbarer Nähe zum Nikolaitor. Errichtet wurde das Martin Lutherdenkmal 1895. Der Besuch des Luther Hauses ist sehr empfehlenswert. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10- 17 Uhr. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.lutherhaus-eisenach.de/

Eisenach - Lutherhaus

Eisenach - Lutherhaus

Eisenach - Denkmal Martin Luther
Bachhaus Eisenach
Seit 1906 gibt es das Bachmuseum am Frauenplan 21 in Eisenach, in dem nachweislich einst Angehörige der Bachfamilie wohnten. Es war die Bachfamilie, die über vier Generationen in der Georgenkirche die Organisten stellte und über einen Zeitraum von 132 Jahren die Kirchenmusik nachhaltig prägte. Der bedeutendste der Bachfamilie war Johann Sebastian Bach. Er wurde 1685 in Eisenach geboren, in der Georgenkirche getauft und er verbrachte hier die ersten 10 Jahre seines Lebens. Es war die Zeit des Schulbesuches in der Lateinschule und der musikalischen Ausbildung. Hier wurde das Fundament für sein Wirken und Schaffen als bedeutendster deutscher Komponist, Orgel- und Klaviervirtuose gelegt. Der bedeutende Komponist Beethoven hat es einmal treffend ausgedrückt; “Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen, wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien“. Diesem bedeutenden Musiker und Komponisten ist das Bachhaus gewidmet. Es ist das weltweit älteste Bachmuseum. Bevor man das Museum betritt, erblickt man das Bach Denkmal aus dem Jahr 1884, das von Adolf von Donndorf erschaffen wurde. Hier finden jährlich zu seinem Geburtstag Ehrungen statt. Die Bürger Eisenachs sind stolz auf den berühmten Bürger ihrer Stadt. Sie sind sich des Erbes bewusst und pflegen die Tradition durch eine Vielzahl von nationalen wie auch internationalen Veranstaltungen.

Eisenach - Bachhaus

Eisenach - Denkmal Johann Sebastian Bach
Georgenkirche
Die Georgenkirche ist der wichtigste Sakralbau der altehrwürdigen Stadt Eisenach. Sie befindet sich im Zentrum der Altstadt am Markt gegenüber dem Stadtschloss. Sie ist die Haupt-, Stadt- und Pfarrkirche. Sie wurde um 1180 erbaut und ist dem Heiligen Georg geweiht. Im Jahr 1221 ließ sich Landgraf Ludwig IV. mit der ungarischen Königstochter Elisabeth in der Georgenkirche trauen. Auch Martin Luther besuchte diese Kirche als Kurrendesänger während seiner Schulzeit mehrfach. Später dann predigte Luther, auf der Rückreise vom Reichstag aus Worms, über seine reformistischen Ideen und den Bauernkrieg. Im Jahr 1685 wurde Johann Sebastian Bach in der St. Georgenkirche getauft. Lange Jahre war die Georgenkirche sehr eng mit dem Namen der Familie Bach verbunden. So wirkten von 1665 bis 1797 Mitglieder der Familie Bach ununterbrochen als Organisten in der Kirchengemeinde. Die äußere Gestalt erhielt die Kirche in den Jahren 1898 bis 1902. Noch heute ist das Gotteshaus ein wichtiger und bedeutender Ort. Hier verabschiedete die Evangelische Kirche Deutschlands 1948 Ihre Grundordnungen.

Eisenach - Georgenkirche

Eisenach - Georgenkirche
Creutznacher Haus
Der Gebäudekomplex des Creutznacher Hauses liegt östlich der Georgenkirche, nur wenige Schritte entfernt. In dem sehr schönen Fachwerkhaus aus der ersten Hälfte des 16. Jh.s sind heute Wohnungen und die Touristinformation der Stadt untergebracht.

Eisenach - Creutznacher Haus

Eisenach - Creutznacher Haus
Marktbrunnen
In der Mitte des Marktplatzes befindet sich der Marktbrunnen, dessen Grundriss achteckig ist. In der Mitte steht auf einer Säule das etwa 1m hohe, vergoldete Standbild des Heiligen Georgs . Der Brunnen wurde 1549 vom Steinmetz Hans Leonhard geschaffen. St. Georg ist der Schutzheilige der Stadt.

Eisenach - Marktbrunnen
Stadtschloss Eisenach
Begonnen hat man mit dem Bau des Stadtschlosses 1742. Trotz leerer Kassen ließ der Herzog Ernst August I. von Sachsen- Weimar- Eisenach noch kurz vor seinem Tod den Bau des Neuen Fürstenhofs beginnen. Der Souverän des Herzogtums ist als Verschwender in die Geschichte eingegangen. Allein wegen seiner Vorliebe für die Jagd hinterließ er nach seinem Tod 1100 Hunde und etwa 370 Pferde. Seit den dreißiger Jahren des 20. Jh.s ist im Stadtschloss das Thüringer- Museum untergebracht.

Eisenach - Stadtschloss
Thüringer Museum Eisenach
Im Stadtschloss untergebracht zeigt es dem Besucher eine kunsthandwerkliche Sammlung von Thüringer Porzellan, Fayence, Gläser und Kunstschmiedestücke. In einer anderen Ausstellung werden Bilder und Grafiken aus der Zeit von 1850 bis in die Neuzeit gezeigt.
Rathaus
An der Ostseite des Marktes, an der Ecke zur Karlstraße (Haupteinkaufsstraße), befindet sich das 1564 erbaute neue Rathaus. Bevor es zum Rathaus wurde, diente es kurzzeitig als Weinkeller. Das Alte Rathaus wurde 1596 zur Fürstlichen Kanzlei bestimmt.

Eisenach - Rathaus
Residenzhaus
Das Residenzhaus liegt südlich des Marktplatzes hinter der Georgenkirche. Das Gebäude mit seinem achteckigen Treppenturm, der oberhalb der Dachtraufe als Fachwerk gestaltet ist, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Heute befindet sich im Gebäude eine Jugendbegegnungsstätte.

Eisenach - Residenzhaus
Schmales Haus
Vom Residenzhaus in östlicher Richtung, entlang der Schmelzerstraße, trifft man direkt auf den Johannisplatz. Hier ist das Schmale Haus zu finden. Es ist nur 2,05 m breit und die Grundfläche des Gebäudes beträgt gerade einmal 20 m². Dafür ist es aber 8,5 m hoch und besitzt zwei Stockwerke. Erbaut wurde es im 18. Jahrhundert. Seit 1991 gibt es eine ständige Bilderausstellung in den Räumen des Hauses.
Predigerkirche
Die Predigerkirche liegt westlich des Marktplatzes, etwa 250 m von der Georgenkirche entfernt. Um sie zu erreichen, geht man durch die Predigergasse. Die Kirche wurde zu Ehren der Heiligsprechung der Thüringer Landgräfin Elisabeth um 1240 erbaut. In den früheren Klostergebäuden ist heute das Luther- Gymnasium untergebracht. Es gibt jedoch noch einen Ausstellungsraum, in dem man Skulpturen und sakrale Gegenstände besichtigen kann.
Kreuzkirche
1692 erbaute man die Kreuzkirche aus den Überresten der Türme der verfallenen Marienkirche. Man findet die Kreuzkirche auf dem alten Friedhof der Stadt, westlich der Georgenkirche, gleich hinter dem Gymnasium. Heute ist die Kirche im Zentrum der Altstadt ein Teil des Thüringer Kirchenarchivs. Das Landeskirchenarchiv wurde 1990 aus der Pflugensburg in die Kreuzkirche umgelagert.
Jakobsplan mit Standbild des Panzerreiters
Folgt man vom Markt aus der Georgenstraße, dann erreicht man nach kurzer Zeit die Wydenburgstraße. Am nördlichen Ende der Straße liegt der Jakobsplan. Im Zentrum des Platzes steht ein Reiterstandbild. Der Name des Platzes geht auf das Mittelalter zurück. Früher stand auf dem Platz eine Kapelle, die durch ein Feuer zerstört wurde. Seit 1839 steht das Standbild des Panzerreiters, das der Bildhauer Erich Windbichler schuf, im Zentrum des Platzes. Der beschauliche Platz ist von Kastanienbäumen und Parkbänken umgeben.
Annenkirche
Folgt man vom Markt aus der Georgenstraße in Richtung Westen, dann erreicht man nach etwa 500 m die Annenkirche. Der Sage nach soll die Heilige Elisabeth die Kirche gegründet haben. Wahrscheinlich ist sie jedoch erst im 15. Jh. als Hospitalkirche entstanden. In der Nähe der Annenkirche befinden sich noch die Überreste der alten Stadtmauer.

Eisenach - Annenkirche
Stadtmauer von Eisenach
Die Stadtmauer Eisenachs wurde um 1130 erbaut. Nach der Fertigstellung im 12. Jh. gab es sieben Wach- und Tortürme und zusätzlich noch zehn Aufstiege zu den Wehrgängen und Zinnen. Die Befestigungsanlage war etwa 3 km lang und bis zu 8 m hoch. Die Mauern hatten eine Stärke von bis zu 2,5 m. Der Stadtchronik zu Folge wurden die Stadttore noch bis in das Jahr 1832 abendlich verschlossen.

Eisenach - Reste der Stadtmauer
Theater
Folgt man der von der Karlstraße in nördlicher Richtung abgehenden Querstraße, so erreicht man nach etwa 600 m den klassizistischen Bau des Theaters von Eisenach. Es war der Baron Julius von Eichel- Streiber, der 1879 das Gebäude des Eisenacher Theaters vom Architekten und Baumeister Karl Weichelt errichten lies.
Heute ist das Eisenacher- und das Meiniger Theater in der „Kulturstiftung Meinigen“ vereint. Die Aufführungen der Kulturstiftung sind sehr zu empfehlen. Ein hochwertiges und vielfältiges Angebot erwartet den Besucher.

Eisenach - Landestheater
Nicolaikirche
Folgt man der Einkaufsstraße, der Karlstraße, Richtung Osten, dann stößt man auf die Johannisstraße. Linker Hand erblickt man das wunderschöne Ensemble historischer Bauwerke. Rechts die Torbögen des Nicolaitores und links daneben den Kirchturm und die dreischiffige Basilika. Erbaut wurde die Nicolaikirche um 1180 als Gotteshaus für das Benediktinerkloster. Das Kloster bestand bis zur Reformation im 16. Jahrhundert. Der Kirchenbau ist der letzte romanische Sakralbau, der in Thüringen erbaut wurde. Der Torbogen, der gleich neben der Kirche durch die Stadtmauer führt, ist das einzig noch erhaltene Stadttor der Wehranlage Eisenachs. Früher gab es einmal fünf Stadttore.

Eisenach - Nicolaikirche

Eisenach - Blick auf die Nicolaikirche
Bahnhof und Fürstenbahnhof
Folgt man dem Weg durch das letzte noch erhaltene Stadttor, so gelangt man nach etwa 400 m an das Bahnhofsgebäude und dem rechts daneben liegenden „Fürstenbahnhof“. Der klassizistische Bau stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die ersten Züge der Bahn fuhren schon 1847. Heute ist Eisenach ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und besitzt einen ICE- Haltepunkt.
Reuter Villa
Südlich der Altstadt, ca. 2,5 km vom Zentrum entfernt, liegt die Reuter Villa. Der Besuch der Villa, die das Reuter-Wagner Museum beherbergt, kann man am besten mit dem Besuch des Bachhauses und der Wartburg verbinden. In unmittelbarer Nähe des Fußweges zur Wartburg liegt am Fuße des Berges die Reuter Villa. In den Jahren 1866 bis 1868 ließ die Familie Reuter die Villa im Neorenaissance - Stil erbauen. Damals gehörte es dazu, an Kulturstätten wie Eisenach, ein Haus zu besitzen. Die Villa des Deutschen Schriftstellers Fritz Reuter enthält eine umfangreiche Sammlung über Richard Wagner. Wagner war wiederum von der Mystik der Wartburg fasziniert. Er machte die Wartburg zum Schauplatz des „Tannhäusers“.
Wandelhalle
Nur etwa 200 m südöstlich der Reuter Villa befindet sich die Wandelhalle der Stadt. Zu Beginn des 20. Jh.s entwickelte sich Eisenach zu einer Kurstadt. Das war der Grund für den Bau der Wandelhalle im Karthausgarten.
Burschenschaftsdenkmal
Im Süden der Stadt Eisenach ragt das Burschenschaftsdenkmal auf der Göpelskuppe empor. Das Ehrenmal wurde am 22. Mai 1902 zu Ehren der 1813 gegründeten Burschenschaften errichtet. Das Denkmal besitzt eine Höhe von 33 m. Am waagerechten Baukörper, oberhalb der Säulen, gibt es die Inschrift „Ehre, Freiheit, Vaterland“. Es ist das Leitbild des Handelns der Burschenschaften im Kampf für ein geeintes und freies Deutschland.

Eisenach - Burschenschaftsdenkmal
Feste
Sommergewinn
Das größte Frühlingsfest Deutschlands, der Sommergwinn, wird jährlich in Eisenach gefeiert. Der liebevoll geschmückte Festzug wird durch den Oberbürgermeister und viele Ehrengäste auf dem Marktplatz empfangen. Es gibt einen großen Festumzug, der in einem Streitgespräch zwischen Frau Sunna und dem Winter endet. Der Winter verliert natürlich und wird symbolisch als Strohpuppe verbrannt. Zehntausende Besucher lassen sich alljährlich, drei Wochen vor dem Osterfest, von diesem schönen Brauchtum begeistern.

Eisenach - Sommergewinn
Weitere schöne Bilder vom Sommergewinn finden Sie unter: Sommergewinn 2009
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Reiseinfos
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