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Deutschland - Parchim

Die Kreisstadt Parchim liegt südwestlich der Mecklenburgischen Seenplatte in Mecklenburg – Vorpommern. Die Stadt liegt am Fluss Elde. Sie ist etwa 40 km von der Landeshauptstadt Schwerin entfernt. Die Kreisstadt am Wockersee hat etwa 19.000 Einwohner. Reizvoll ist die historische Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern aus dem 16. und 17. Jh. sowie mächtigen gotischen und spätgotischen Gebäuden. Auch die Umgebung von Parchim mit verschiedenen Landschaftsschutzgebieten und dem großen Wockersee bietet viel Reizvolles und Entdeckenswertes.

Reiseziele Parchim kurz zusammengefasst:

- Geschichte von Parchim
- Historischer Stadtkern
- Mittelalterliche Stadtbefestigung
- St. Marien
- St. Georg
- Das Rathaus
- Museum
- Das Moltkehaus

Ausflüge
- Landschaftsschutzgebiete
- Wockersee
- Ruhner Berge
- Agrarhistorisches Museum Pingelhof

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Geschichte von Parchim

1170 wurde eine Burg Parchim erstmals urkundlich erwähnt. Heinrich Borwin II. erteilte 1225/26 das Stadtrecht. Von 1238 bis 1248 war Parchim Residenz des Fürstentums Parchim – Richenberg. Im Jahr 1282 kam es zum Zusammenschluss der Parchimer Alt- und Neustadt. In den Folgejahren von 1286 bis 1310 wurde eine Stadtbefestigung errichtet, die heute nur noch teilweise sichtbar ist. Der Dreißigjährige Krieg, verheerende Brände und eine Pestepidemie richteten großen Schaden an und forderten zahlreiche Todesopfer. Nach Jahren der Erholung war es die Besetzung durch napoleonische Truppen im Jahr 1806, die der Stadt wiederum zusetzte. Nach 1815 setzte ein allmählicher Aufschwung ein, Fabriken entstanden, die Infrastruktur entwickelte sich. 1925 wurde Parchim Kreisstadt, 1936 wurde ein Flughafen gebaut.
In der Zeit des Nationalsozialismus gab es in Parchim ein Zwangsarbeiterlager und ein Durchgangslager für ausländische Zwangsarbeiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den die Stadt weitgehend unzerstört überstanden hat, kam es wie überall zu Enteignungen. Großwohnsiedlungen in Plattenbauweise wurden errichtet. Erst nach der politischen Wende 1991 wurde die historische Altstadt im Rahmen der Städtebauförderung und des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz gründlich saniert.

Historischer Stadtkern

Der historische Stadtkern ist geprägt von zahlreichen reizvollen Fachwerkhäusern mit teils prachtvollen Giebeln. Das älteste Haus aus dem Jahr 1586 steht in der Heidestraße 15, um 1650 entstanden die Häuser 24, 52, und 55 in der Straße des Friedens. Sehenswert ist auch die Apotheke von 1703 in der Apothekerstraße 1 sowie das ehemalige „Kaiserliche Postamt“ am Schuhmarkt, ein Gründerzeitbau von 1900.

Mittelalterliche Stadtbefestigung

Die alte Wallanlage sowie Teile der ehemaligen mittelalterlichen Stadtbefestigung kann man noch sehr gut erkennen. Sie wurde in der Zeit von 1286 bis 1310 errichtet. Die ehemaligen Stadttore sind nicht mehr erhalten, sie wurden im 19. Jh. abgetragen.

St. Marien

Die Pfarrkirche St. Marien steht in der Neustadt. Sie wurde um 1250 als gotische Backsteinkirche errichtet, jedoch erst im 14. Jh. fertiggestellt. Im 15. Jh. wurde ein hochgotischer Anbau mit Sterngewölbe angefügt und der Chor völlig erneuert. Die Türme der Lübecker Marienkirche dienten als Vorbild für den Westturm. Im Inneren sind der spätgotische Schnitzaltar und die Orgelempore sehenswert.

St. Georg

Die Pfarrkirche St. Georg steht in der Altstadt. Mit dem Bau der gotischen Hallenkirche wurde 1289 begonnen. Der Bau wurde im 14. Jahrhundert vollendet. Im Inneren sind noch Reste von mittelalterlichen Wandmalereien an den Chorpfeilern zu sehen. Vom ehemaligen doppelflügeligem Hauptaltar sind ebenfalls noch Reste als Schrein an der Westseite zu finden.

Das Rathaus

Der zweigeschossige Backsteinbau aus dem 14. Jh. steht am Alten Markt. Er wurde 1818 vom Architekten Johann Georg Barca grundlegend umgebaut, da er als Amtssitz des Mecklenburgischen Oberappellationsgerichts , des höchsten mecklenburgischen Gerichts bestimmt worden war. Von 1993 bis 1998 wurde eine umfassende Sanierung und Modernisierung des Rathauses durchgeführt.

Museum

Das Parchimer Museum zeigt in einer ständigen Ausstellung wissenswertes zur Stadtgeschichte. Im Museumshof sind Handwerk und Gewerbe dargestellt. Das Museum informiert aber auch über Leben und Werk bedeutender Persönlichkeiten der Stadt wie Brehm, Cords, Engel, Gillhoff, Griese, Hinstorff, Moltke, Reuter und Tarnow.

Das Moltkehaus

In der Lange Straße 28, dem Geburtshaus des Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke, ist heute eine Gedenkstätte eingerichtet. Der Besucher erhält einen Einblick in Leben und Werk dieser Persönlichkeit, die am 26. Oktober 1800 in Parchim geboren wurde und am 24. April 1891 in Berlin verstarb. Bereits 1876 wurde in Parchim ein Moltkedenkmal errichtet.

Ausflüge

Landschaftsschutzgebiete

In der unmittelbaren Umgebung von Parchim befinden sich das Landschaftsschutzgebiet und Naherholungszentrum Buchholz und das geschützte Feuchtgebiet Slater Moor. Im Wald – und Naturschutzgebiet Sonnenberg stehen die mit 52 m höchsten und schönsten Douglasien Mitteleuropas. Über Wanderwege kann man auch zur Vietingshöhle und dem Breiten Stein gelangen.

Wockersee

Der 62 ha große Wockersee im Norden von Parchim lädt zum Baden, Rudern, Angeln und Segeln ein. Bei einem Ausflug um den See kann man die Markower Mühle mit Wasserfall entdecken.

Ruhner Berge

Etwa 12 km südlich von Parchim liegt das Landschaftsschutzgebiet Ruhner Berge. Der Ruhner Berg ist mit 176 m Höhe die zweithöchste Erhebung in Mecklenburg – Vorpommern. Vom Aussichtsturm bietet sich ein schöner Rundblick. Ein liebevoll angelegter Naturlehrpfad führt durch das Landschaftsschutzgebiet.

Agrarhistorisches Museum Pingelhof

In Alt Damerow findet man das Agrarhistorische Museum Pingelhof, das zu den ältesten und schönsten bäuerlichen Anlagen Mecklenburgs gehört.

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