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Deutschland - Ludwigslust
Die Kreisstadt Ludwigslust liegt im Westen von Mecklenburg – Vorpommern am Ludwigsluster Kanal. Sie befindet sich am östlichen Rand der „Griese Gegend“ (grauen, kargen Gegend) ca. 40 km von der Landeshauptstadt Schwerin entfernt. Etwa 12.000 Einwohner leben im Gebiet der Stadt, das von Laub- und Nadelwäldern, Wiesen und Obstplantagen umgeben wird. Hauptanziehungspunkt ist das Schloss Ludwigslust, die ehemalige barocke Residenz wurde nach Versailler Vorbild geschaffen. Ludwigslust bietet sich für PKW Touristen als idealer Ausgangspunkt für Entdeckungstouren in die nähere Umgebung an. Aber auch mit dem Rad kann man auf abwechslungsreichen Touren die Gegend erkunden.Reiseziele Goldberg (Mecklenburg) kurz zusammengefasst:
- Geschichte von Ludwigslust
- Schloss Ludwigslust
- Schlosspark
- Die Altstadt
Ausflüge
- Schwerin
- Glaisin
- Jagdschloss Friedrichsmoor
- Grabow
- Dömitz
- Neustadt - Glewe
- Wiesenmeisterei Tuckhude
- Redefin
- Wöbbelin
mehr zum Reiseziel:
Geschichte von Ludwigslust
Ursprünglich gab es 1333 das Gut Klenow in der Region, aus dem im 16. Jh. das Dorf Klenow hervorging. 1724 ließ Prinz Christian Ludwig II. hier ein Jagdschloss erbauen. 1754 wurde auf Anweisung des Herzogs der Ort Klenow in Ludwigslust umbenannt. Unter Herzog Friedrich dem Frommen, dem Sohn von Christian Ludwig, wurde die Residenz und Hofhaltung von Schwerin nach Ludwigslust verlegt. Man begann mit der planvollen Errichtung der Hofresidenz. Erst 1837 verlegte Herzog Paul Friedrich die Residenz nach Schwerin zurück. Seit dieser Zeit bis 1992 war Ludwigslust Truppenstandort. Mit etwa 6000 Einwohnern erhielt Ludwigslust erst 1876 das Stadtrecht und entwickelte sich in der Folgezeit zur Kreisstadt.
Noch 1945 wurde nahe dem Stadtzentrum das Konzentrationslager Wöbbelin als Außenlager des KZ Hamburg Neuengamme errichtet.
Während der DDR – Zeit wurden neue Wohngebiete in Plattenbauweise gebaut. Erst nach der politischen Wende wurde ab 1991 der historische Stadtkern der Residenzstadt gründlich saniert.
Schloss Ludwigslust
Herzog Christian Ludwig II. Ließ das Schloss nach Plänen des Architekten Johann Joachim Busch von 1772 – 1776 erbauen. Hauptattraktion des Schlosses ist der Goldene Saal, der im Stil des Rokoko gestaltet ist. Die Schlossanlage umfasst auch die Stadtkirche, die 1765 – 1770 ebenfalls nach Plänen des Baumeisters Busch in barock – klassizistischem Stil erbaut wurde. Daneben gehören der Marstall, das Spritzenhaus, die ehemalige Hauptwache und das ehemalige Waschhaus ebenfalls zum Schlossareal.
Schlosspark
Baumeister Busch legte den Park als französischen Barockgarten mit Alleen und Springbrunnen an. Von 1852 – 1860 hat Peter Joseph Lenné die Anlage umgestaltet. Der Schlosspark mit 150 ha ist der größte seiner Art in Mecklenburg – Vorpommern. Kaskaden, Brücken, Kanäle und Figuren zwischen herrlichem altem Baumbestand erfreuen den Besucher beim Parkspaziergang.
Die Altstadt
Die Altstadt wurde vom Hofbaumeister Busch und ab 1809 von Baumeister Johann Georg Barca zunehmend im Stil des Klassizismus errichtet. Mit ihrem schachbrettartigen Grundriss stellt sie eine planvolle städtebauliche Meisterleistung dar.
Ausflüge:
Schwerin
Die Landeshauptstadt Schwerin, umgeben von Wäldern und Seen, ist eine der schönsten Städte des Landes. Ein zauberhaftes Schloss, Theater und Museen erwarten den Besucher.
Glaisin
Auf der Fahrt nach Glaisin beeindruckt die herbe Schönheit der „Griese Gegend“ (grauen, kargen Gegend) Westmecklenburgs. Auf dem Forsthof findet man noch ein Backhaus aus Raseneisenstein, einem typischen Baumaterial dieser Gegend. In der Heimatstube kann man sich über die Auswanderung von Bauern und Tagelöhnern nach Amerika informieren.
Jagdschloss Friedrichsmoor
Der kleine Ort Friedrichsmoor liegt abgeschieden im Niederungsgebiet der Lewitz. Die ruhige Lage macht ihn zu einem beliebten Ausflugsziel für Erholungssuchende. Das Jagdschloss, ein dreiflügeliger Fachwerkbau, wurde 1791 von Herzog Friedrich Franz I. nach Plänen von Christoph Heinrich von Seydewitz errichtet. Bemerkenswert ist die farbenprächtige Jagdtapete im Gartensaal, die den Verlauf einer höfischen Rotwildjagd darstellt. Seit seiner Renovierung im Jahr 2000 gibt es hier auch ein Hotel und ein Restaurant.
Grabow
In Grabow lockt die sehenswerte, denkmalgeschützte historische Innenstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern die Besucher an. Auf dem Marktplatz befindet sich das im 18. Jh. errichtete Rathaus. Das Heimatmuseum informiert über die Geschichte der Stadt.
Dömitz
In den Jahren 1559 bis 1565 entstand die Festung Dömitz, die heute ein Museum beherbergt. Die vom italienischen Festungsbaumeister Bornau erbaute Festung ist eine der stärksten in ganz Mecklenburg und gilt als Kleinod italienischer Festungsbaukunst. Der Naturpark Elbtalaue lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein, bei denen man die nahezu unberührte Natur mit einer Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten entdecken kann.
Neustadt – Glewe
Nahe dem Landschaftsschutzgebiet „Lewitz“ befindet sich die mittelalterliche Stadt. Die im 13. Jh. errichtete Burganlage ist alljährlich am zweiten Juniwochenende Schauplatz des historischen Burgfestes.
Ein neugestalteter Bootsanleger lädt zum Wasserwandern auf der Müritz – Elde – Wasserstraße ein. Für Badefreunde ist der Neustädter See zu empfehlen.
Wiesenmeisterei Tuckhude
Die Wiesen – und Teichlandschaft der „Lewitz“ birgt einen seltenen Reichtum an Pflanzen – und Tierarten. Das 1862 errichtete Gebäude der Wiesenmeisterei ist ein beliebtes Ausflugsziel. Neben historischen landwirtschaftlichen Geräten kann man auch einen alten Webstuhl und eine Töpferei besichtigen, auch Führungen sind möglich. Beliebt sind auch die zahlreichen Veranstaltungen, wie das Erntefest, das Kartoffel – und das Schlachtfest.
Redefin
In Redefin ist seit Anfang des 18. Jh. die mecklenburgische Pferdezucht beheimatet. Beliebt sind die Hengstparaden, die an den Septemberwochenenden durchgeführt werden. Im Rahmen der Musikfestspiele Mecklenburg – Vorpommern werden hier Konzerte mit hochkarätigen Künstlern veranstaltet.
Wöbbelin
In der kleinen Gemeinde Wöbbelin findet man das Grabmal des Dichters und Freiheitskämpfers Theodor Körner. Die Gedenkstätte Wöbbelin erinnert an die zahlreichen Opfer, die im Mai 1945 im nahegelegenen Konzentrationslager umgebracht worden waren.
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Reiseinfos
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