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Deutschland - Neubrandenburg
Neubrandenburg befindet sich im Mittelpunkt von Ostmecklenburg in Mecklenburg – Vorpommern. Mit ihren ca. 67.000 Einwohnern ist die Stadt die drittgrößte des Bundeslandes. Neubrandenburg liegt im Südosten Mecklenburgs etwa 135 km von Berlin. Sehenswert ist der historische Stadtkern, der nach schweren Kriegsschäden wieder aufgebaut wurde. Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Neubrandenburg als „Rothenburg des Nordens“. Am stadtnahen Tollensesee findet der Besucher eine echte Erholungslandschaft mit Radrundweg durch die üppige Natur. Außerdem kann man hier vortrefflich Baden, Segeln, Surfen, Angeln und Bootfahren und dabei die idyllische Landschaft genießen.Reiseziele Neubrandenburg kurz zusammengefasst:
- Geschichte von Neubrandenburg
- Stadtmauer
- Hauptpfarrkirche St. Marien
- Schauspielhaus
- Kunstsammlung Neubrandenburg
Ausflüge
- Penzlin
- Burg Stargard
mehr zum Reiseziel:
Geschichte von Neubrandenburg
Neubrandenburg wurde 1248 durch Markgraf Johann I. von Brandenburg gegründet. Um 1300 begann man mit der Errichtung einer steinernen Stadtmauer sowie von drei steinernen Stadttoren. Die Wehranlage wurde mit über 50 Wehrhäusern besetzt. Seit dem Spätmittelalter gehörte Neubrandenburg zu den wichtigsten Verwaltungszentren des mecklenburgischen Binnenlandes. Die Stadt war im 14. und 15. Jh. Hauptresidenz des Herzogtums Mecklenburg – Stargard. Schwere Verwüstungen richteten 1631 die kaiserlichen Truppen unter General Tilly an. Als einzige mecklenburgische Stadt musste Neubrandenburg infolge des Dreißigjährigen Krieges Konkurs anmelden. Noch im 18. Jh. waren die Kriegsfolgen immer noch nicht überwunden. 1676 und 1737 vernichteten verheerende Stadtbrände große Teile der historischen Bausubstanz. Seit Ende der 1730er Jahre wurde die Stadt neu aufgebaut. Ab 1774 entstand unmittelbar auf dem Marktplatz ein fürstliches Residenzschloss, es wurde während der Sommermonate zum Mittelpunkt des höfischen Lebens. Die Industrialisierung im 19. Jh. setzte in dem wirtschaftlich schwachen Gebiet nur zögerlich ein. Ein wichtiger Schritt zum Aufschwung war der Beitritt zum Norddeutschen Bund. Während der regen Bautätigkeit in der Folgezeit widmetet man der historischen Bausubstanz besondere Aufmerksamkeit, der Grundstein dafür, dass die Stadt heute die am besten und vollständigsten erhaltenen mittelalterliche Wehranlage in ganz Norddeutschland besitzt. Nach dem Einmarsch der Roten Armee, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde die historische Altstadt zu mehr als 80 Prozent vernichtet. Seit 1952 bemühte man sich um einen Wiederaufbau des Stadtzentrums unter besonderer Berücksichtigung des Erhalts des historischen Stadtbildes. Während der DDR – Zeit wurden zahlreiche Industriebetriebe und Plattenbausiedlungen errichtet. Nach der politischen wende wurde ab 1991 der Stadtkern saniert und die Plattenbausiedlungen durch Programme zum Stadtumbau erheblich verbessert.
Stadtmauer
Die Stadtmauer von Neubrandenburg ist eine der am vollständigsten erhaltenen mittelalterlichen Wehranlagen aus dem 13.-15. Jahrhundert. Der 2300 m lange und bis zu 7 m hohe Stadtmauerring besitzt vier Tore, das Stargarder Tor, das Friedländer Tor, das Treptower Tor und das Neue Tor. Die imposanten spätgotischen Tore gaben der Stadt auch den Beinamen „Viertorestadt“. Bemerkenswert sind auch die in die Stadtmauer eingelassenen Wiekhäuser (Wehrhäuser).
Hauptpfarrkirche St. Marien
Auch die Marienkirche wurde 1945 stark zerstört, es standen nur noch die Außenmauern. Ab den 1970er Jahren wurde die Kirche als Konzerthalle wieder aufgebaut. Im Jahr 2001 wurde die Konzerthalleeingeweiht und ist seitdem Sitz der Neubrandenburger Philharmoniker. Der skandinavische Baumeister Professor Pekka Salminen aus Helsinki erhielt als Architekt der Konzertkirche weltweite Anerkennung und auch Preise für die gelungene Einheit von historischer Bausubstanz und moderner Gestaltung für die künstlerische Nutzung.
Schauspielhaus
Das Schauspielhaus ist im barocken Fachwerkhaus in der Pfaffenstraße 22 zu finden. Es ist eines der ältesten Gebäude der Innenstadt. Im Jahr 1787 wurde es als „Neues Komödienhaus“ erstmals erwähnt. Lange Jahre zweckentfremdet wurde das Schauspielhaus beispielhaft saniert und 1994 in alten Glanz neueröffnet. Es dient heute dem Schauspiel als auch dem Musiktheater als stimmungsvoller Ort der Kunst und Unterhaltung.
Kunstsammlung Neubrandenburg
Die Kunstsammlung Neubrandenburg befindet sich in der Großen Wollweberstrasse. Sie zeigt städtische, nationale und internationale zeitgenössische Kunst.
Ausflüge:
Penzlin
Penzlin liegt etwa 20 km entfernt von Neubrandenburg. Das malerische kleine Städtchen ist von Seen umgeben. Spannung verspricht ein Besuch im Museum für Magie und Hexenverfolgung in der alten Burg. Am vorletzten Augustwochenende findet alljährlich das Penzliner Burgfest mit historischem Markt statt. Ritter, Gaukler , Musikanten, und Adelsleute treffen sich dann an der Burg.
Burg Stargard
In der pittoresken Kleinstadt Burg Stargard gibt es die herzogliche Burg Stargard, die um 1100 bis 1200 entstand. Sie ist die nördlichste erhaltene Höhenburg Deutschlands. Die romantische Anlage besteht aus Vor- und Hauptburg mit elf noch erhaltenen Gebäuden, darunter einen Marstall mit Museum, eine alte Münze und das Amtsreiterhaus. Unterhalb des Bergfrieds fand man ein 15 m tief gelegenes Gefangenenverlies. Auch auf der Burg Stargard gibt es alljährlich im August ein großes Burgfest.
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