Reiseziel Deutschland
Bilder_Deutschland_oben05.jpg

Deutschland - Sternberg

Die Kleinstadt Sternberg liegt im Landkreis Parchim in Mecklenburg – Vorpommern. Sie liegt inmitten der Sternberger Seenplatte, im Naturpark Sternberger Seenlandschaft, am Großen Sternberger See. Es ist die zentrale Lage, die die altehrwürdige Stadt mit ihren hübschen Fachwerkhäusern zum idealen Ausgangspunkt für Touren aller Art macht. Aber auch die unmittelbare Umgebung mit ihrem überschwänglichen Wasserreichtum und der abwechslungsreichen, üppigen Landschaft laden zum Entdecken und Erholen ein. Rund um den „Staatlich anerkannten Erholungsort“ liegt das Sternberger Seengebiet mit mehr als 90 Seen mit Rückzugsgebieten der Natur, die seltener Flora und Fauna eine Heimat bieten. Vielfältige Aktivitäten wie Baden, Angeln, Wandern, Rad – und Bootfahren aber auch Reiten sind möglich und machen den Aufenthalt in der Region zu einem schönen Erlebnis.

Reiseziele Sternberg kurz zusammengefasst:

- Geschichte von Sternberg
- Historischer Stadtkern
- Stadtkirche St. Maria und St. Nikolaus
- Rathaus
- Heimatmuseum
- Sagsdorfer Brücke

Ausflüge
- Freilichtmuseum Groß Raden
- Oldtimer - Museum Groß Raden
- Töpferhof Lenzen
- Schloss und Park Kaarz
- Schweriner Schloss
- Güstrow
- Warnow - Durchbruchstal

mehr zum Reiseziel:

Geschichte von Sternberg

In den Jahren von 1230 bis 1250 wurde Sternberg planmäßig angelegt und erhielt 1248 von Fürst Pribislaw I. das Stadtrecht. Um 1310 wurde Sternberg zur Lieblingsresidenz des Fürsten Heinrich II. (dem Löwen) von Mecklenburg. Später residierten hier die Stargarder Herzöge. Nach deren Tod fiel die Stadt an den Schweriner Herzog Heinrich den Dicken. Die Folgezeit wird von einer angeblichen jüdischen Hostienschändung bestimmt. Im Jahr 1492 wurden in Sternberg 27 Juden aus ganz Mecklenburg verbrannt. Eine Judenverfolgung setzte ein und brachte ein 200 – jähriges Siedlungsverbot für Juden in Mecklenburg mit sich. Aus diesem Grund wurde Sternberg von 1492 bis Mitte des 16. Jh. zum Wallfahrtsort. Ein Umstand, der den Wohlstand der Sternberger mehrte. Seit 1628 fanden in Sternberg und abwechselnd in Malchin die Landtage des zweigeteilten mecklenburgischen Ständestaats statt.
Im Dreißigjährigen Krieg aber auch im Nordischen Krieg musste die Stadt schwer leiden. 1639 brach die Pest aus und 1659 richtete ein verheerender Stadtbrand großen Schaden an. Das 19. Jh. war gekennzeichnet durch die Verbesserung der Infrastruktur, es erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz. Auch Juden wurden bis in die Zeit des Nationalsozialismus wieder ansässig. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt kampflos an die Rote Armee übergeben.
Erst nach der politischen Wende wurde der gut erhaltene Stadtkern gründlich saniert.

Historischer Stadtkern

Der historische Stadtkern mit dem rasterförmigen Straßennetz und der Stadtbefestigung sind noch gut erhalten. Es gibt noch viele Fachwerkhäuser. Sie weisen, für Sternberg typisch, eine Rautenbemalung, das „Sternberger Band“, am Querbalken im ersten Geschoss auf. Ein Beispiel dafür sind die Fachwerkhäuser in der Kütiner Str. 7 und in der Luckower Str. 25.

Stadtkirche St. Maria und St. Nikolaus

Ende des 13. Jh. wurde mit dem Bau der Backsteinkirche als fünf jochige Hallenkirche mit drei Schiffen begonnen. 1322 wurde der quadratische Westturm angefügt und 1750 nach einem Brand restauriert. 1496 entstand die Heiligen – Blut Kapelle und eine Vorhalle. Im Inneren der Kirche findet man die letzte Walker Orgel Mecklenburgs. Ein großes Fresko zeigt die Einführung der Reformation im Jahr 1549.

Rathaus

Das neogotische Rathaus war ursprünglich ein zweigeschossiger Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde 1994 grundlegend saniert. Seit Mitte des 19. Jh. trat hier der Mecklenburger Landtag zusammen, der von 1572 – 1918 abwechselnd in Malchin und Sternberg tagte.

Heimatmuseum

Das Heimatmuseum zeigt in 14 Ausstellungsräumen die Ur – und Frühgeschichte der Stadt. Darunter auch den berühmten „Sternberger Kuchen“, ein 30 Mio. Jahre altes Gestein aus Korallen, Muscheln, Schnecken und Holz.

Sagsdorfer Brücke

Drei Kilometer von Sternberg entfernt, an der Warnow, befindet sich ein Gedenkstein an die Landtage in Mecklenburg, die hier unter freiem Himmel stattfanden. 1549 wurde hier die Einführung der Reformation in Mecklenburg beschlossen.

Ausflüge

Freilichtmuseum Groß Raden

Im 9. und 10. Jh. siedelten nahe Groß Raden die slawischen Obotriten. Das Freilichtmuseum zeichnet ein anschauliches Bild ihrer damaligen Lebensweise. Auf vorgefundenen Fundamenten wurden Tempelstätten, Wohnhäuser, eine Schmiede, ein Backofen, Ställe und Befestigungsanlagen errichtet.

Oldtimer – Museum Groß Raden

Autoliebhabern werden hier anhand von 60 Ausstellungsstücken ganz besondere Einblicke in die Geschichte der Technik vermittelt.

Töpferhof Lenzen

Auf dem Töpferhof beeindruckt der 5000 Liter große, holzgefeuerte Brennofen. Traditionelles Steinzeug wird hier, nach dem Vorbild des „Bunzlauer Braungeschirr“, hergestellt.

Schloss und Park Kaarz

Schloss und Park Kaarz liegen am Rande einer sanften Hügelkette am Rande der Mecklenburgischen Seenplatte. Das Schloss, nahe Sternberg gelegen, ist heute ein Hotel. Im riesigen Park findet der Besucher exotische und naturgeschützte Bäume, einen uralten Obstgarten und einen idyllischen Weiher.

Schweriner Schloss

Das vom Wasser umgebene Schweriner Schloss bietet mit seinen vielen Türmen und Zinnen einen märchenhaften Anblick. Das ehemalige Residenzschloss ist eines der bedeutendsten Bauten des Historismus in Deutschland.

Güstrow

In Güstrow befinden sich ein bedeutendes Renaissanceschloss mit Museum und Schlosspark sowie der Dom als ältestes Bauwerk und die Ernst – Barlach – Gedenkstätte und Atelier, die Pfarrkirche St. Marien, der Natur- und Umweltpark und eine sehenswerte Altstadt.

Warnow – Durchbruchstal

Das größte Durchbruchstal Mecklenburgs ist ein imponierendes Naturschutzgebiet mit bis zu 30 m hohen Steilhängen, das beim Wasserwandern zum unvergesslichen Erlebnis wird.

zurück zur Übersicht Deutschland

ANZEIGE