Reiseziel Deutschland
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Deutschland - Dömitz

Die 800- jährige Festungsstadt liegt im Kreis Ludwigslust im Südwesten von Mecklenburg – Vorpommern. Die Kleinstadt mit ca. 3000 Einwohnern befindet sich im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal, am Endpunkt der Müritz – Elde – Wasserstraße. Die Schifffahrt auf der Elbe und die Lage als Grenzort im Dreiländereck von Mecklenburg – Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg prägten die Stadt. Fritz Reuters niederdeutsche Literatur machte Dömitz weit über die Grenzen Mecklenburgs hinaus bekannt. Dömitz bietet heute für den Tourismus zahlreiche Möglichkeiten wie Wandern, Radfahren und Wassersport, Fahrgastschiffe verkehren auf der Elbe und auf der Müritz – Elde – Wasserstraße.

Reiseziele Dömitz kurz zusammengefasst:

- Geschichte von Dömitz
- Altstadt
- Museum Festung Dömitz
- Johanniskirche

Ausflüge
- Naturpark Mecklenburgisches Elbetal

mehr zum Reiseziel:

Geschichte von Dömitz

Die Ursprünge des Ortes gehen auf eine slawische Besiedlung zurück. 1237 hatte der Graf von Dannenberg hier eine Elbzollstelle. 1259 wurde Dömitz erstmals als Stadt erwähnt. Das Stadtrecht wurde 1505 vom Grafen von Dannenberg verliehen. Nach mehrfachem Besitzerwechsel gehörte Dömitz ab 1376 endgültig zu Mecklenburg. Die ursprüngliche Burg ließ Herzog Johann Albrecht I. 1554 –1565 zur Festung ausbauen. Ein Umstand, der immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte. 1719 – 1747 war Dömitz Residenz von Herzog Karl Leopold. 1839 – 1840 verbrachte der niederdeutsche Dichter Fritz Reuter hier ein Jahr Festungshaft. Mit Beginn des Eisenbahnbaus 1870 – 1872 wurde Dömitz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Um 1900 entwickelte sich auch der Hafen zu einem der wichtigsten Umschlagplätze an der Elbe zwischen Hamburg und Magdeburg, große Industrieansiedlungen entstanden. Während des Zweiten Weltkrieges mussten über 2000 Zwangsarbeiter in der Munitionsfabrik arbeiten. Zur DDR – Zeit kam es in Dömitz zu Beschränkungen wegen seiner Lage im Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze. Nach der politischen Wende wurde 1997 die Elbbrücke neu errichtet. Die Festung und der historische Stadtkern wurden im Rahmen der Städtebauförderung umfassend saniert.

Altstadt

Der Altstadtkern ist geprägt von zahlreichen Fachwerkhäusern. Das zweigeschossige Rathaus mit Mansarddach wurde 1820 in Fachwerkbauweise errichtet.

Museum Festung Dömitz

Die Festungsanlage Dömitz ist eine der wenigen sehr gut erhaltenen Flachlandfestungen des 16. Jh. in Norddeutschland. Sie wurde von 1559 – 1565 unter Herzog Johann Albrecht I. erbaut, um die Südwestgrenze Mecklenburgs und die Übergänge über die Elbe zu sichern. In Form eines Fünfecks angelegt und mit Bastionen und Kasemattengewölben versehen, zeigt sie die eindrucksvolle Wehrarchitektur der Renaissance. Wegen des außerordentlich guten Erhaltungszustandes wurde die Festung 1975 unter Denkmalschutz gestellt. Seit 1953 gibt es hier ein Museum zur Region und zur Stadt Dömitz.

Johanniskirche

Die Johanniskirche wurde von 1869 – 1872 als neogotische Basilika , nach Plänen des Schweriner Architekten Oppermann, errichtet. Sie wurde im Beisein von Großherzog Friedrich Franz II. 1872 geweiht. Sie ist der vierte Kirchenbau, nachdem die Vorgängerbauten baufällig wurden oder einem Brand zum Opfer fielen.

Ausflüge

Naturpark Mecklenburgisches Elbetal

Den mecklenburgischen Teil des UNESCO – Biosphärenreservats bildet der 426 qkm große Naturpark Mecklenburgisches Elbetal. Er erstreckt sich auf einer Länge von 65 km zwischen den kleinen Hafenstädten Boizenburg und Dömitz entlang der niedersächsischen Grenze. Der größte Teil des Naturparks ist als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Hier finden Kraniche, nordische Schwäne und Gänse geschützte Rastplätze und Weißstörche haben hier ihre Brutplätze. Direkt im Naturpark bei Klein Schmölen befindet sich eine Binnenland – Wanderdüne, die heute noch aktiv ist.

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