Reiseziel Deutschland
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Deutschland - Boizenburg/Elbe

Das Städtchen Boizenburg/Elbe liegt im Landkreis Ludwigslust in Mecklenburg – Vorpommern. Etwa 10.000 Einwohner leben in dem hübschen Grenzstädtchen, das auch als Fliesenstadt bekannt ist, zwischen Mecklenburg, Schleswig – Holstein und Niedersachsen. Boizenburg/Elbe ist die westlichste Stadt in Mecklenburg – Vorpommern, sie befindet sich im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal. Direkt durch die Stadt fließt die Boize. Besonders idyllisch ist der historische Stadtkern mit barocken Fachwerkbauten, die von einer mittelalterlichen Wallanlage umgeben werden.

Reiseziele Boizenburg/Elbe kurz zusammengefasst:

- Geschichte von Boizenburg/Elbe
- Historische Innenstadt
- Rathaus
- St. Marien - Kirche
- Heimatmuseum
- Erstes Deutsches Fliesenmuseum
- Elbbergmuseum
- Stadthafen Boizenburg/Elbe

Ausflüge
- Schweriner Schloss
- Biosphärenreservat Schaalsee
- Naturpark Mecklenburgisches Elbetal

mehr zum Reiseziel:

Geschichte von Boizenburg /Elbe

Ursprünglich stand in der Region eine slawische Grenzburg, an deren Stelle im 12. Jh. eine deutsche Burg errichtet wurde. Im Schutz der Burg entwickelte sich im 13. Jh. ein Ort, der 1267 das Lübecker Stadtrecht erhielt. Ab 1227 gehörte der Ort den Schweriner Grafen und später, ab dem Jahr 1358, den Herzögen von Mecklenburg. Das Rathaus, die Kirche und ein Grossteil der Wohnhäuser fielen 1709 einem verheerenden Großbrand zum Opfer. Die Stadt wurde danach in barockem Stil neu errichtet. Bereits 1793 wurde eine Bootswerft gegründet, sie entwickelte sich später zu einem wichtigen Industriebetrieb für Holz – und Stahlschiffbau. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Hunderte von Zwangsarbeitern im Schiffbau eingesetzt. In ihrem Ostarbeiterlager am Elbberg wurde von 1944 –1945 das Außenlager KZ Boizenburg des KZ Neuengamme errichtet. Während der DDR – Zeit wurde Boizenburg zur isolierten Grenzstadt im sogenannten Sperrgebiet, mit verschärften Kontrollen. Nach der politischen Wende wurde ab 1991 der historische Stadtkern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert.

Historische Innenstadt

Der verheerende Stadtbrand von 1709 führte dazu, dass die Stadt schachbrettartig neu aufgebaut wurde. Sie bietet heute ein idyllisches Bild, da die gesamte Innenstadt von einer ringförmigen mittelalterlichen Wallanlage umgeben ist. Die Linden gesäumte Wallanlage ist beidseitig von Gräben umschlossen und über 45 Brücken mit dem Mittelwall verbunden. Im Inneren findet man viele sehenswerte Fachwerkhäuser, die im barocken Stil errichtet wurden. Besonders hübsch ist der „Waldpavillon“, ein sechseckiger Bau über dem Wallgraben, der 1906 für den Richter der Stadt erbaut wurde.

Rathaus

Das Rathaus wurde 1712 errichtet, es ist ein Zeugnis barocker Fachwerksarchitektur. Der zweistöckige Fachwerkbau mit hübschem Laubengang auf hölzernen Stützen hat ein abgewalmtes Mansarddach mit einem Laternentürmchen.

St. Marien – Kirche

Auch die Stadtkirche wurde nach dem großen Stadtbrand barock wieder aufgebaut. Die dreischiffige St. Marien – Kirche war ursprünglich ein romanischer Bau, es gibt aber auch gotische Elemente. Vom Turm aus, mit seiner hübschen achtseitigen Haube, hat man eine gute Aussicht auf die Stadt und die Elbtalaue. Im Inneren findet man einen barocken Altar und eine barocke Kanzel, die von einer Hamburger Kirche gestiftet wurden. Die romantische Orgel von 1892 stammt vom Schweriner Hoforgelbauer Friese.

Heimatmuseum

Das Heimatmuseum im denkmalgeschützten Bürgerhaus Markt 1 informiert über Ur – und Frühgeschichte sowie die Stadtgeschichte. Es zeigt anschaulich das kleinstädtische Alltagsleben unter dem besonderen Aspekt der Lage der Stadt an der Elbe. Daneben gibt es thematische Sonderausstellungen.

Erstes Deutsches Fliesenmuseum

Das Erste Deutsche Fliesenmuseum widmet sich vorrangig der Epoche frühindustrieller Fliesen in Deutschland. In wechselnden Ausstellungen werden Fliesen im Stil des Historismus, des Jugendstils und des Art Déco gezeigt. Es werden Einblicke in die Fertigungs – und Dekorierverfahren gegeben. Jährlich findet hier auch mindestens eine öffentliche internationale Fliesensammlerbörse statt.

Elbbergmuseum

Das Elbbergmuseum befindet sich am westlichen Stadtrand in den Räumen des ehemaligen Küchenkellers des KZ - Außenlagers. Es dokumentiert die Geschichte des KZ – Außenlagers, daneben gibt es eine Ausstellung zur Geschichte der innerdeutschen Grenze.

Stadthafen Boizenburg/Elbe

Am westlichen Rand der Altstadt liegt der neu gestaltete Hafen. Hier gibt es Liegeplätze für Sport – und Segelboote. Von hier starten auch die Fahrgastschiffe zu Ausflügen in den Naturpark Mecklenburgisches Elbetal.

Ausflüge

Schweriner Schloss

Das vom Wasser umgebene Schweriner Schloss bietet mit seinen vielen Türmen und Zinnen einen märchenhaften Anblick. Das ehemalige Residenzschloss ist eines der bedeutendsten Bauten des Historismus in Deutschland.

Biosphärenreservat Schaalsee

Das Reservat ist durch die UNESCO anerkannt worden und zu einem Naturraum von überregionaler Bedeutung erklärt worden. Der Schaalsee und seine Umgebung sind Heimat seltener Tiere wie Kranich, Fischotter, Seeadler und Weißstorch sowie zahlreicher seltener Pflanzen. Das Reservat ist Anziehungspunkt für weit mehr als 1000.000 Besucher jährlich.

Naturpark Mecklenburgisches Elbetal

Den mecklenburgischen Teil des UNESCO – Biosphärenreservats bildet der 426qkm große Naturpark Mecklenburgisches Elbetal. Er erstreckt sich auf einer Länge von 65 km zwischen den kleinen Hafenstädten Boizenburg und Dömitz entlang der niedersächsischen Grenze. Der größte Teil des Naturparks ist als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Hier finden Kraniche, nordische Schwäne und Gänse geschützte Rastplätze und Weißstörche haben hier ihre Brutplätze.

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