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Deutschland - Stavenhagen

Stavenhagen liegt im Landkreis Demmin in Mecklenburg – Vorpommern. 30 km nordwestlich von Brandenburg und 120 km entfernt von der Landeshauptstadt Schwerin. Bekannt ist Stavenhagen wegen des berühmtem Sohnes der Stadt, dem Schriftsteller Fritz Reuter. Nach ihm trägt die Stadt auch seit 1949 die Bezeichnung „Reuterstadt“ vor ihrem Namen. Neben dem allgegenwärtigen Reuter ist Stavenhagen aber auch bekannt als Tor zur Mecklenburgischen Schweiz. Die Urlaubs- und Freizeitregion bietet ein ausgedehntes Wander – und Radwegenetz und die zahlreichen Gewässer laden zum Baden, Angeln, Segeln und Surfen ein. Über romantische alte Alleen kann man auf Entdeckungsreise zu den vielen alten Gutshöfen und Schlössern gehen.

Reiseziele Stavenhagen kurz zusammengefasst:

- Geschichte von Stavenhagen
- Fritz Reuter - Literaturmuseum
- Schloss Stavenhagen

Ausflüge
- Ivenack
- Burg Schlitz
- Schloss Ulrichshusen
- Schloss Basedow

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Geschichte von Stavenhagen

1230 wird der Ort Stovenhage erstmals urkundlich erwähnt. Bereits 1264 wird der Siedlung das Stadtrecht erteilt. 1648 am Ende des Dreißigjährigen Krieges wird die Stadt fast völlig zerstört. Auch Großbrände in den Jahren 1727 – 1746 richteten großen Schaden an. 1740 wurde mit dem Bau des heutigen Schlosses begonnen. 1790 kommt die Stadtkirche und 1788 das Rathaus hinzu. Im Jahr 1810 wird Fritz Reuter, der Sohn des Bürgermeisters, geboren. Fritz Reuter gilt heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller und Dichter niederdeutscher Literatur. Zu Beginn des 19. Jh. setzte auch in Stavenhagen die industrielle Entwicklung ein, Fabriken entstanden und die Infrastruktur wurde verbessert. Erst nach der politischen Wende wurden der historische Stadtkern und das Schloss gründlich saniert.

Fritz Reuter – Literaturmuseum

Das Fritz Reuter – Literaturmuseum wurde 1960 im Rathaus am Markt eingerichtet, es war zugleich das Geburtshaus Reuters, da sein Vater mehrere Jahre Bürgermeister war. Das im Jahr 2000 sanierte Museum zeigt neben Reuters Biografie auch die Geschichte der niederdeutschen Literatur. Unmittelbar vor dem Museum steht das eindrucksvolle Fritz Reuter- Denkmal, das 1911 von Wilhelm Wandschneider geschaffen wurde.

Schloss Stavenhagen

Das Schloss Stavenhagen ist heute Verwaltungssitz und Standesamt. Auch das Schloss birgt Erinnerungen an Fritz Reuter, da er als Kind hier oft seinen Patenonkel besuchte.

Ausflüge

Ivenack

Nur etwa 6 km sind es von Stavenhagen bis zum idyllischen Ivenack. Ein Ausflugsziel, das sich auch gut erwandern lässt. Über Felder und Wiesen gelangt man zum Schloss Ivenack am Ufer des malerischen Ivenacker Sees. Das Schloss wurde 1730 – 40 errichtet. Sehr zu empfehlen ist auch ein Spaziergang durch den umliegenden Park mit Teehaus und Orangerie. Der Marstall neben dem Schloss gehörte einmal zum berühmten Ivenacker Gestüt. Dessen Prachthengst Herodot einst von Napoleon erbeutet wurde. Sehenswert ist auch der Tiergarten von Ivenack. Hauptattraktion im Tiergarten sind die 1000 – jährigen Eichen. Von den sechs Exemplaren besitzt die dickste einen Umfang von 11 m.

Burg Schlitz

Die klassizistische Schlossanlage der Burg Schlitz befindet sich etwa 15 km südlich von Teterow. Sie gehört zu den bedeutendsten Schlossanlagen Mecklenburgs. Graf von Schlitz ließ die prächtige Anlage 1806 –1823 vom Berliner Architekten Otto Hirth errichten. Bemerkenswert auch die weitläufige Parkanlage mit Seen, einer Kapelle und dem berühmten Nymphenbrunnen, der ursprünglich von Walter Scott für das Berliner Kaufhaus Wertheim geschaffen wurde. In der Schlossanlage befindet sich heute das Schlosshotel und Restaurant Burg Schlitz.

Schloss Ulrichshusen

Das malerisch am See gelegene Schloss Ulrichshusen ließ Ulrich von Maltzahn 1562 errichten. Seinem Nachfahren Freiherr Helmut von Maltzahn gelang es, die einstige Schlossruine in ein Hotel umzubauen. Im Jahr 1994 wurde die Festspielscheune mit einem Konzert des bereits verstorbenen Sir Yehudi Menuhin eröffnet. Ulrichshusen hat sich zwischenzeitlich zum zentralen Festspielort der Festspiele Mecklenburg – Vorpommern entwickelt.

Schloss Basedow

Die schöne Schlossanlage wurde vom 16. –19. Jh. errichtet. Sie gehört zu den bedeutendsten Schlossanlagen Mecklenburg – Vorpommerns. Die unregelmäßige Dreiflügelanlage wird von einem ca. 200 Hektar großen Landschaftspark umgeben. Die Parkanlage wurde vom königlich preußischen Gartenkünstler Peter Joseph Lenné gestaltet. Die Gestaltung der Landschaft von Basedow gilt als eines der Hauptwerke von Lenné außerhalb von Potsdam. Neben dem Schloss gehört der Ort Basedow zu einem der schönsten und eindrucksvollsten Dorfensembles in Mecklenburg – Vorpommern. Sehenswert ist auch die Basedower Kirche aus dem 13. Jh., deren bemerkenswerte Orgel aus dem 17. Jh. gelegentlich zu Konzerten erklingt.

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