Reiseziel Deutschland
Wählen Sie ein anderes Reiseziel oder starten Sie eine Suche.
![]() |
Deutschland - Güstrow
Die Kleinstadt Güstrow mit etwa 30.000 Einwohnern bildet das kulturelle Zentrum der Mecklenburgischen Schweiz in Mecklenburg – Vorpommern. Güstrow liegt etwa 45 km südlich von Rostock. Die Stadt am Flüsschen Nebel ist umgeben von sanft hügeliger, waldreicher und von Seen durchsetzter Landschaft. Das Stadtbild ist geprägt von einem gut erhaltenen Altstadtkern mit schönen Giebelhäusern aus Renaissance, Barock und Klassizismus und wird auch Paris des Nordens genannt. Seit dem Jahr 2006 trägt Güstrow offiziell die Bezeichnung Barlachstadt.Reiseziele Güstrow kurz zusammengefasst:
- Geschichte von Güstrow
- Die historische Altstadt von Güstrow
- Das Schloss Güstrow
- Gedenkstätten Ernst - Barlach Stiftung
- Gertrudenkapelle
- Atelierhaus am Inselsee
- Ausstellungsforum
- Dom zu Güstrow
- Pfarrkirche St. Marien
- Heiliggeistkirche
- Natur- und Umweltpark
Ausflüge
- Krakower See
mehr zum Reiseziel:
Geschichte von Güstrow
Um 1100 wurde der Ort erstmalig erwähnt. Urkundlich belegt gilt aber das Jahr 1228 als Gründungsjahr der Stadt, in welchem sie auch das schwerinsche Stadtrecht erhielt. Während des 16. und 17. Jh. war Güstrow herzogliche Residenz, eine Ära, die mit dem Tod von Herzog Gustav Adolf im Jahr 1695 zu Ende ging. Im Großen Nordischen Krieg fanden in Güstrow Waffenstillstandsverhandlungen unter Beteiligung von Zar Peter I. von Russland, Kurfürst August II. von Sachsen und dem schwedischen General Steenbock statt. Anfang des 19. Jh., als Napoleons Truppen Mecklenburg besetzten, entwickelte sich Güstrow zum Zentrum der Freiheitsbewegung. 1848 war Güstrow Mittelpunkt der Revolution in Mecklenburg als hier Versammlungen zur Verfassungsreform stattfanden. Ab Mitte des 19. Jh. erhielt Güstrow einen Bahnanschluss und der technische Fortschritt hielt in Güstrow seinen Einzug. Während des Nationalsozialismus wurde die jüdische Gemeinde Opfer des NS – Terrors, ihre Synagoge wurde 1938 zerstört. Zur DDR- Zeit wurden große Wohngebiete in Plattenbauweise errichtet. Erst 1991 wurde die Residenzstadt, als Modellstadt der Städtebauförderung, gründlich saniert.
Die historische Altstadt von Güstrow
Insbesondere am Markt von Güstrow kann man das wunderschöne Ensemble historischer Giebelhäuser im Stil des Klassizismus bewundern. Dazu gehört auch die beeindruckende Schaufassade des Rathauses von 1798. Darüber hinaus ist der gesamte Altstadtkern geprägt von gut erhaltenen Gebäuden aus Renaissance, Barock und Klassizismus.
Das Schloss Güstrow
Der Bau des Güstrower Schlosses wurde von Herzog Ullrich von Mecklenburg 1558 in Auftrag gegeben. Im Residenzschloss, das im Stil der Renaissance errichtete wurde, residierte auch Wallenstein als Herzog von Mecklenburg. Die Schlossanlage zählt zu den bedeutendsten Renaissancebauten Norddeutschlands. Bemerkenswert ist der Festsaal mit seiner Kassettendecke und dem ausdrucksvollen Tierfries. Das Schloss präsentiert heute Kunst aus Antike, Mittelalter und Renaissance, Glas von der Antike bis zur Moderne, Jagd – und Prunkwaffen sowie zeitgenössische Kunst.
Gedenkstätten Ernst – Barlach – Stiftung
Der expressionistische Bildhauer, Grafiker und Dichter Ernst Barlach wurde 1780 geboren und kam 1931 von Berlin nach Güstrow. Seine Werke wurden von den Nazis für „entartet“ erklärt und sein berühmtestes Werk „ Der Schwebende“ zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Heute findet man drei Gedenkstätten in Güstrow, die an den berühmten Künstler erinnern, es sind die Gertrudenkapelle, das Atelierhaus am Inselsee sowie das Ausstellungsforum.
Gertrudenkapelle
Am alten Friedhof gelegen beherbergt die Gertrudenkapelle Holzskulpturen und bildhauerische Werke des Künstlers Ernst – Barlach.
Atelierhaus am Inselsee
Im Atelierhaus am Inselsee lebte Ernst Barlach von 1931 bis zu seinem Tod 1938. Sein hier präsentierter Nachlass umfasst 300 Skulpturen, Plastiken und Werkmodelle.
Ausstellungsforum
Im benachbarten Ausstellungsforum findet man ein Graphikkabinett mit Zeichnungen, Drucken und Handschriften.
Dom zu Güstrow
Der Güstrower Dom wurde in norddeutscher Backsteingotik errichtet. Er wurde 1226 gestiftet und 1335 geweiht. Seine kostbare Innenausstattung enthält Werke von der Romanik bis zur Neuzeit.
Bemerkenswert im Innern ist die Figur „ Der Schwebende“ von Ernst – Barlach. Barlach hat dieses Ehrenmal zum Gedenken an die Opfer des 1. Weltkrieges im Jahr 1927 für den Dom geschaffen. Die Figur wurde von den Nazis entfernt und zerstört und kam erst 1953 als Nachbildung wieder an ihren Platz. Zur kostbaren Ausstattung gehören auch die Apostelfiguren aus dem 16. Jh. sowie der Flügelaltar von Hinrik Bornemann von 1495. Beeindruckend ist auch die aufwändige Gestaltung der Wandgräber der Güstrower Fürsten.
Pfarrkirche St. Marien
Die gotische Marienkirche beeindruckt im Inneren mit dem Hochaltar mit Doppelflügeln. Die prachtvollen Schnitzereien stammen von dem Brüsseler Künstler Jan Borman und die Gemälde schuf Bernard van Orley.
Heiliggeistkirche
Die Heiliggeistkirche ist eine um 1300 errichtete Kapelle. Ursprünglich als Spital erbaut, dient der renovierte Bau heute als Krippenausstellung. 177 wertvolle Krippen und Madonnenfiguren aus aller Welt werden hier gezeigt.
Natur – und Umweltpark
Die interessante Anlage entstand ursprünglich 1958 als kleiner Heimattierpark. Sie wurde in der Folge als Landschafts- und Wildpark mit heimischer Flora und Fauna weiterentwickelt. Seit der Expo im Jahr 2000 wird auch mit verschiedenen Projekten die umweltpädagogische Arbeit intensiviert.
Ausflüge
Krakower See
Das Naturschutzgebiet Krakower See befindet sich etwa 20 km südlich von Güstrow. Sein Uferbereich lädt zu erholsamen Spaziergängen ein. Insbesondere Wasservögel haben hier ihr Rast – und Brutgebiet.
ANZEIGE
Reiseinfos
Hier finden Sie Reiseinfos und Reisetipps, wie zum Beispiel die Urlaubs-Checkliste und die Reiseapotheke
Urlaubs-Checkliste Ernährungsregeln der WHO Reiseapotheke Infektionsgefahr auf Reisen Unfall im Ausland











