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Deutschland - Insel Usedom
Die Insel Usedom ist Deutschlands zweitgrößte Insel. Sie liegt in der Ostsee vor dem Stettiner Haff. Der größte Teil der Insel Usedom gehört zu Mecklenburg – Vorpommern, der östliche Teil ist polnisches Staatsgebiet. Die sonnenreichste Gegend Deutschlands ist geprägt von Hügeln, Wäldern und Binnenseen. Wegen des ausgezeichneten Klimas, das gekennzeichnet ist von der klaren salzhaltigen Seeluft sowie der guten Waldluft umliegender Kiefernwälder, gilt ein Aufenthalt auf Usedom als besonders gesundheitsfördernd. Auf der etwa 470 km² großen Insel finden sich viele traditionsreiche Ostseebäderwie Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz, Zempin, Koserow, Kölpinsee, Ückeritz , Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin. Hier gibt es auch eine Vielzahl von Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen sowie Campingplätze. Zahlreiche Süßwasserseen findet man auf Usedom, darunter der Schmollensee, der Gothensee und der Wolgastsee. Mehr als 20 Naturschutzgebiete sind ausgewiesen. Hauptattraktion für die Touristen ist natürlich Usedoms beliebter, feiner Sandstrand, der sich auf eine Gesamtlänge von etwa 40 km erstreckt.Geschichte von Usedom
Im 12.Jh. wurde die gleichnamige Kleinstadt erstmals erwähnt. 1295 erhielt die deutsche Stadt Usedom, die sich aus der slawischen Großsiedlung Usedom entwickelt hatte, lübisches Stadtrecht. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde Usedom Teil von Schwedisch – Pommern. Die Insel war zwischen 1648 und 1720 Schauplatz verschiedener kriegerischer Auseinandersetzungen. Im Ergebnis des Nordischen Krieges wurde Usedom endgültig preußisch. Um 1825 begann der Badebetrieb in Swinemünde und in Heringsdorf. Im 19. Jh. war die touristische Bedeutung so groß, dass eine direkte Bahnlinie von Berlin nach Ahlbeck gebaut wurde. Allen voran war es Kaiser Wilhelm II., der es bevorzugte, seine Sommerfrische auf Usedom zu verbringen. Ihm folgte das betuchte Bürgertum, was Usedom die Bezeichnung „Badewanne von Berlin“ einbrachte. Im Zweiten Weltkrieg befand sich in Peenemünde die Heeresversuchsanstalt, ein Testgelände für Raketen und in Swinemünde ein Stützpunkt der Marine. Ein Umstand, der zu Luftangriffen der Alliierten führte und unter den dort befindlichen Flüchtlingen furchtbare Opfer forderte. Neben der Landwirtschaft und der Fischerei blieb der Fremdenverkehr immer ein wichtiger Wirtschaftszweig. Während der DDR – Zeit wurden Hotels und Pensionen enteignet und dem staatlichen Feriendienst übergeben. Erst nach der politischen Wende begann die Rückführung an die ehemaligen Besitzer. Die nachfolgende grundlegende Sanierung lässt die traditionsreichen Ostseebäder wieder in altem Glanz, in der klassischen Bäderarchitektur, erstrahlen.
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