Reiseziel Deutschland
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Deutschland - Insel Hiddensee

Die Insel Hiddensee ist der Insel Rügen westlich vorgelagert, sie gehört zum Landkreis Rügen in Mecklenburg – Vorpommern. Die kleine naturbelassene Insel ist gerade 19 km² groß. Etwa 1300 Einwohner leben hier im „sötes Länneken“, im süßen Ländchen, wie sie ihre Heimat liebevoll nennen. Die Insel Hiddensee ist 18 km lang und teils nicht einmal 1 km breit. Seit Ende des 19. Jh. hat man die Insel behutsam touristisch genutzt und damit dazu beigetragen, dass sich ihr Bild kaum verändert hat. Dazu gehört auch, dass es auf Hiddensee, mit wenigen Ausnahmen, keinerlei private Kraftfahrzeuge gibt. Die wichtigsten Verkehrsmittel sind Fahrrad und Pferdekutsche. Auch zu Fuß kann man die vielfältige Landschaft der Insel, die Heide- und typische Küstenlandschaft aber auch Hügelland aufweist, hervorragend erkunden. Die ganze Insel ist Teil des EU – Vogelschutzgebietes Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

Seit 1995 ist Hiddensee auch Seebad. Der feine Sandstrand der Insel ist bis zu 30 m breit mit vorgelagertem Flachwasserbereich von ebenfalls 30 m.

Reiseziele Insel Hiddensee kurz zusammengefasst:

- Geschichte der Insel Hiddensee
- Vitte
- Kloster
- Inselkirche Kloster
- Heimatmuseum Kloster
- Leuchtturm Dornbusch
- Neuendorf

Mehr Informationen zu den Reisezielen:

Geschichte Insel Hiddensee

Die erste urkundliche Erwähnung der Insel stammt aus dem Jahr 1159 unter dem Namen Insula Hythini. Damals gehörte Hiddensee zum Einflussbereich der rügischen Fürsten. Witzlaw II. schenkte 1296 die Insel an einen Zisterzienserorden, der ein mächtiges Kloster errichtete. Es wurde aber während des Dreißigjährigen Krieges komplett zerstört. Von 1648 – 1815 stand Hiddensee unter schwedischer Verwaltung. Von 1815 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Insel preußisch. Zu DDR – Zeiten kam es durch die Bodenreform zur Landaufteilung aber auch zur Enteignung von privatem Hotelbesitz. Nach der politischen Wende sind neue Ferienhäuser und Ferienwohnungen entstanden. Heute leben die Einwohner hauptsächlich vom Tourismus.

Vitte

Vitte ist die Inselhauptstadt der kleinen Insel. Mit Post, Sparkasse, Gemeinde – und Kurverwaltung herrscht hier schon kleinstädtischer Betrieb. In Vitte findet man auch das sogenannte Karusel. Den Rundbau hatte der Bauhaus – Architekt Max Tauth speziell für den UFA – Star Asta Nielson entworfen. Auch andere Künstlerpersönlichkeiten wie Joachim Ringelnatz und Heinrich George waren hier zu Gast. Das Haus befindet sich heute in privatem Besitz. In unmittelbarer Nähe findet man auch die „Blaue Scheune“, das Domizil des 1922 gegründeten „Hiddenseer Künstlerinnenbundes“, sie wurde jahrelang für Kunstausstellungen benutzt. Einzigartig ist auch die Seebühne von Vitt, die seit 1997 Stücke für Kinder und Erwachsene aufführt.

Kloster

Der kleine Ort Kloster gilt als das kulturelle Zentrum der Insel, er liegt im Norden am Rand des Hügellandes. Der Name des Ortes geht auf die 1296 gegründete Zisterzienserabtei zurück. Im Ort kann man die Gerhart – Hautmann – Gedenkstätte im Haus Seedorn besuchen. Im einstigen Sommerhaus des bekannten Dichters sind fünf Räume mit einer Ausstellung zu Leben und Werk des Künstlers ausgestaltet. Der sozialkritische Schriftsteller und Nobelpreisträger verbrachte hier viele Jahre seines Lebens. Sein Grab, er starb 1946, befindet sich auf dem Inselfriedhof.

Inselkirche Kloster

Das einzig erhaltene Gotteshaus von Hiddensee wurde Mitte des 19. Jh. von Mönchen errichtet. Der ursprünglich spätgotische Bau wurde Anfang des 18. Jh. umgebaut. Im Inneren sind der Kanzelaltar von 1781 sowie die Deckenbemalung aus dem Jahr 1922 besonders sehenswert.

Heimatmuseum Kloster

Bereits 1888 wurde das Heimatmuseum im Gebäude des Seenotrettungsdienstes eingerichtet. Man kann hier Interessantes über die Flora und Fauna der Insel erfahren. Auch findet man hier ein Modell der ehemaligen Zisterzienser Abtei. Ein absoluter Höhepunkt ist jedoch die Nachbildung des Berühmten Hiddenseer Goldschatzes. Der Schatz, dessen Original im Kulturhistorischen Museum in Stralsund aufbewahrt wird, wurde 1872 – 74 gefunden.

Leuchtturm Dornbusch

Die Steilufer des Dornbusch sind ein tolles Wandergebiet. Hier steht auch der 23 m hohe Leuchtturm an der Nordspitze der Insel, er ist das Wahrzeichen von Hiddensee. Auf dem 72 m hohen Schluckwieksberg steht die 1888 errichtete Leuchtfeueranlage, die noch voll funktionstüchtig ist.

Neuendorf

Neuendorf ist der südlichste Ort der Insel Hiddensee. Die malerische Fischersiedlung mit reetgedeckten Häusern und alten Schifferkneipen steht unter Denkmalschutz. Südlich von Neuendorf liegt der Gellen, ein Vogelschutzgebiet, das zur Schutzzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft gehört, es darf nicht betreten werden.

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