Reiseziel Deutschland
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Deutschland - Ostseebad Rerik

Das Ostseebad Rerik liegt zwischen Salzhaff und Mecklenburger Bucht im Landkreis Bad Doberan in Mecklenburg – Vorpommern. Mit sechs weiteren Gemeinden gehört es zum Amt Neubuckow – Salzhaff. Die Städte Rostock und Wismar sind jeweils 35 km entfernt. Das Ostseebad Rerik ist staatlich anerkanntes Seebad und bietet dem Besucher ein ruhiges und beschauliches Ambiente. Das einstige Fischerdorf hat einen schmalen Sandstrand mit romantischer Steilküste.

Reiseziele Deutschland – Ostseebad Rerik kurz zusammengefasst:

- Geschichte des Ostseebades Rerik
- Das Ostseebad Rerik
- Pfarrkirche St. Johannes
- Heimatmuseum
- Hafen von Rerik
- Seebrücke
- Großsteingräber

Ausflüge
- Neubuckow

Mehr Informationen zu den Reisezielen:

Geschichte von Rerik

Ursprünglich hieß Rerik Alt Gaarz. Ein Name slawischen Ursprungs, der erstmals 1230 urkundlich erwähnt wurde. Gaarz war bereits im Mittelalter ein wohlhabendes Dorf. Man betrieb Landwirtschaft und Fischfang und fuhr zur See. Vom 14. – 16. Jh. in wechselndem Familienbesitz, waren Gaarz und die Halbinsel Wustrow seit 1648 Eigentum des Kommandanten von Wismar und damit in schwedischer Hand. Bereits um 1900 begann in Alt Gaarz der Badebetrieb. Während nationalsozialistischer Zeit wollte man die slawische Vergangenheit verleugnen. Mit der Verleihung des Stadtrechts im Jahre 1938 änderte man deshalb den Namen in Rerik, da man hier, den 808 von den Dänen verwüsteten Handelsort, die ehemalige Wikingersiedlung Reric, vermutete. Die Halbinsel Wustrow wurde zum Ortsteil von Rerik. Die Reichswehr betrieb hier eine Flak – Artillerie – Schule und besaß ausgedehnte Kasernenanlagen. Ein Umstand, der während des Zweiten Weltkrieges zu häufigen Luftangriffen und damit zu großen Zerstörungen führte. Seit 1949 – 1993 war die Halbinsel Wustrow russische Garnison. Seit 1998 befindet sie sich im Besitz der Fundus Gruppe. Zu DDR – Zeit erfolgte in Rerik der Aufbau eines staatlichen Erholungswesens. Erst seit 1991 wurde Rerik im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert.

Das Ostseebad Rerik

Im Rahmen der Städtebauförderung entstanden im beschaulichen Ostseebad eine Promenade mit Kurpark und Kinderspielplatz entlang des Salzhaffs. Beim Bummel schaut man hier auf das malerische Bild der Bootsstege des Segelvereins „Alt Gaarz“. Der Haffplatz wurde neu gestaltet. Hier laden kleine Läden und Imbisslokale zum Bummeln ein. Am schmalen Sandstrand, im Schutz des Haffs, finden vor allem Kinder und Surfanfängerbei ruhigen Wellen ideale Bedingungen.

Pfarrkirche St. Johannes

Von 1250 – 1270 wurde die Pfarrkirche St. Johannes errichtet. Sie ist ein Beispiel für frühgotischen Backsteinbau. Die dänische Königin soll sie einst gestiftet haben, in Dankbarkeit für die Errettung aus Seenot durch Alt Gaarzer Fischer. Von außen schlicht gestaltet, ist das Innere von einer einheitlichen, barocken Ausstattung geprägt. Besonders hervorzuheben ist die farbenprächtige Ausmalung von Heinrich Greve aus Wismar. Sie entstand 1668 bei Renovierungsarbeiten und ist ein Meisterwerk barocker Kirchenmalerei im Ostseeraum.

Heimatmuseum

Im Heimatmuseum Rerik kann man die Dauerausstellung zur Lokalgeschichte besuchen. Hier werden unter anderem auch Buddelschiffe und Schiffsmodelle gezeigt.

Hafen von Rerik

Der Segel- , Jacht- und Fischereihafen von Rerik ist in jedem Fall einen Besuch wert. Hier starten die Bootsrundfahrten über das Salzhaff. Jährlich zu Pfingsten findet die beliebte Pfingstregatta auf dem Salzhaff statt. Besonders idyllisch ist die Atmosphäre wenn die einheimischen Fischer allmorgendlich vom Fang heimkehren und frischen Fisch direkt vom Boot verkaufen.

Seebrücke

Die Seebrücke von Rerik ragt 170 m in die Ostsee hinaus. Ein beliebter Anziehungspunkt für Spaziergänger und Angler. Gelegentlich starten von hier aus auch Angelfahrten zum Dorschfang.

Großsteingräber

In der Nähe von Rerik findet man mehrere Großsteingräber aus der jüngeren Steinzeit(3000 – 1800 v. Chr.) Auch im Museum gibt es dazu eine ur- und frühgeschichtliche Sammlung.

Ausflüge

Neubuckow

Nicht weit entfernt liegt das kleine Städtchen Neubuckow. Hier wurde am 6. Januar 1822 der berühmte Archäologe und Entdecker von Troja Heinrich Schliemann geboren. Ihm zu Ehren wurde im Pfarrhaus, seinem Geburtshaus, eine kleine, liebevoll gestaltete Gedenkstätte eingerichtet.

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