Kroatien - Süddalmatien - Dubrovnik - Perle der Adria
Ein Hauch von Exklusivität, das Venedig des Südens. Wunderschöne alte Häuser, umgeben von einer mächtigen Befestigungsmauer, das ist die wunderschöne Stadt Dubrovnik. Man möchte nicht an die Kriegswirren 1991 denken, als Teile der Stadt verwüstet wurden. Heute ist vieles wieder aufgebaut und man kann nur hoffen, dass so etwas nie wieder geschieht. Zur Mahnung erinnern die Bilder im Büro der Kommission für Wiederaufbau an die Schrecken der Vergangenheit. Über mehrere Jahrhunderte war Dubrovnik, als Stadt, eine unabhängige Republik. Die Bewohner sind traditionsbewusst und verfügen über ein ausgeprägtes Freiheitsverständnis. Ihr liberales Bewusstsein bestimmte von je her ihr Denken und Handeln. Selbstbewusstes Handeln für politische Neutralität, Freiheit und Unabhängigkeit ist, früher wie heute, ein charakteristisches Markenzeichen der Menschen dieser einzigartigen Stadt. Wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung wurde Dubrovnik / Ragusa zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Viele bezeichnen sie als schönste Stadt im Mittelmeerraum und sie wird immer mehr zum internationalen Treffpunkt der High Society und des Jetsets. Heute zählt Dubrovnik ca. 50.000 Einwohner und die Mehrheit der Bevölkerung sind Kroaten.
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Reiseziele Kroatien - Süddalmatien - Dubrovnik kurz zusammengefasst:
- Geschichte der Stadt Dubrovnik
- Die Stadtbefestigung
- Pile Tor
- Festung Lovrjenac
- Festung Bokar
- Festung Sveti Ivan
- Schifffahrtsmuseum - Pomorski muzej
- Ploče Tor
- Festung Revelin
- Festung Minčeta
Altstadt von Dubrovnik allgemein
- Stadtplanung
- Präventiver Schutz der Bürger
- Baustil
- Onofrio Brunnen
- Erlöserkirche - Sveti Spas
- Franziskanerkloster – Franjevački samostan
- Klarissinnenkloster Samostan Sveta Klara
- Placa / Stradun
- Synagoge
- Luža Platz
- Statue des Roland
- Sponza Palast
- Osttor
- Kleiner Onofrio Brunnen
- Kirche des hl. Blasius
- Grünmarkt / Gemüsemarkt
- Ikonen Museum
- Jesuitenkirche Sveti lgnacije
- Getreidespeicher Rupe
- Rektorenpalast Knežev dvor
- Kathedrale Velika Gospa - Mariä Himmelfahrt
- Schatzkammer der Kathedrale
- Dominikanerkloster - Dominikanski samostan
- Reisetipp
Mehr Informationen zu den Reisezielen:
Geschichte der Stadt Dubrovnik
Die Entstehungsgeschichte Dubrovniks ist eng verbunden mit dem ca.10 km entferntem Ort Cavtat. Unter diesem Ort soll die antike, griechische oder römische Stadt Epidaurum begraben sein. Im Jahr 615 soll Epidaurum von den Awaren erobert und anschließend zerstört worden sein. Die Bewohner flüchteten auf eine schmale Felseninsel vor der Küste. Dieser Teil Dubrovniks liegt heute an der Stelle des Fort Bokar, dem Stadtteil Rupe bis hin zum Fort Sveti Ivan am Hafen. Da, wo heute die Prachtstraße Dubrovniks liegt, war früher ein Kanal, der Schutz vor Angreifern bot. Die Bewohner dieser Siedlung sprachen Latein und in späterer Zeit italienisch, sie nannten die Insel Ragusium/ Ragusa. Danach siedelten auf dem Festland, in der Nähe der Insel, auch viele kroatische Zuwanderer. In dieser Zeit erhielt sie den Namen Dubrave, wegen des Eichenbewuchses der Hügel auf dem Festland.
So wie den Venezianern ging es auch den Bürgern Dubrovniks. Sie hatten keinen Landbesitz und die einzige Möglichkeit zu leben gab ihnen die Seefahrt, die Fischerei und vor allem der Handel. In den nachfolgenden Jahrhunderten entwickelte sich Dubrovnik/ Ragusa zum Mittelpunkt des Seehandels im südlichen Mittelmeerraum. Die Handelsbeziehungen entwickelten sich besonders in der fatimidischen Zeit, im 10. und 11. Jahrhundert. Es war die Zeit des freien Handels mit dem Morgenland/ Levante. In dieser Zeit standen den Schiffen Venedigs und Ragusas die Häfen von Beirut, Tunis und vieler anderer Handelszentren offen. In dieser Epoche entwickelte sich auch der Handel mit den Staaten östlich und nordöstlich des Mittelmeeres. Es war ein stetiger Machtkampf zwischen den großen Handelsmächten und Widersachern dieser Zeit, Venedig und Ragusa. Letztlich war jedoch Venedig stärker und mächtiger und Ragusa/ Dubrovnik wurde in der Zeit von 1205 bis 1358 durch Venedig eingenommen und regiert. Venedig bestimmte die Politik aber die Ablehnung Venedigs durch die verschieden Bevölkerungsschichten wuchs. In der Mitte des 12. Jh. wurde die Stadt befestigt, der Kanal, der die Stadt räumlich trennte, wurde zugeschüttet und die Bevölkerung vereinte sich territorial und im Kampf gegen ihre venezianischen Herrscher. 1397 schloss die Republik Ragusa ein Handelsabkommen mit dem aufstrebenden Osmanischen Reich. In den Jahren 1389 bis 1482 hatten die Türken den Balkan erobert und die Republik Ragusa war Nutznießer dieser politischen Entwicklung. Ihr Freiheitswillen, die Diplomatie und die erkaufte Neutralität stärkten das Ansehen und garantierten das Überleben in jener Zeit. Diese Position der Macht und der Reichtum erlaubten der Republik Ragusa 1339 den Kauf von Land auf dem Festland, im Nordwesten und Südosten. Später folgten der Kauf der Mittelmeerinsel Lastovo, Mljet und der Halbinsel Pelješac. Als letztes kauften sie die Insel Korčula, die jedoch nur von 1413 bis 1417 zur Republik Ragusa gehörte. Ein schweres Erdbeben im Jahr 1667 wäre bald der politische Untergang der Republik gewesen, denn fast 80% der Bevölkerung wurden getötet und die Stadt war fast vollständig zerstört. Venedig versuchte durch Hilfslieferungen an Machteinfluss zu gewinnen und die Osmanen wollten die Stadt von Land aus mit einer Streitmacht einnehmen. Nur durch Diplomatie konnten die Widersacher hingehalten und letztlich abgewehrt werden.
Erst den Franzosen, unter Napoleon, war es 1806 gelungen, die Stadt einzunehmen. Die Verfassung wurde 1808 außer Kraft gesetzt und das Territorium der Republik wurde an das französische Mutterland angeschlossen. Nach den Wiener Friedensverhandlungen 1814/ 1815 wurde Ragusa den Österreichern zugesprochen und die Republik Ragusa abgeschafft. Als Teil des Kronlandes Dalmatiens und unter dem Einfluss der Habsburger Monarchie wurde der Fremdenverkehr Anfang des 20.Jh. entwickelt. Von 1918 bis 1941 gehörte Dubrovnik zum „ersten“ Jugoslawien. 1939 wurde Dubrovnik auf Grund des hohen Anteils an kroatischer Bevölkerung und historischer Gegebenheiten, der Kroatischen Banschaft zugeordnet. Nach dem 2. Weltkrieg war Dubrovnik Teil der kroatischen Teilrepublik Jugoslawien. Auch die Kriegswirren der neunziger Jahre unseres Jahrhunderts wurden zum Glück überstanden und die Stadt ist wieder zur Alltäglichkeit zurückgekehrt. Heute ist Dubrovnik ein beliebtes Urlaubsziel.
Die Stadtbefestigung
Wer Dubrovnik besichtigen möchte, der beginnt am besten mit einem Rundgang auf der gewaltigen Stadtmauer. Man erhält einen guten Überblick und hat eine wunderschöne Aussicht von oben auf die Stadt, den Hafen, das Meer und die Insel Lokrum. Für den Rundgang sollte man ca. eine bis eineinhalb Stunden einplanen.
Blick von der Stadtmauer auf die Insel Lokrum
Pile Tor
Hier beginnt man am besten seinen Rundgang. Der quirlige Platz vor dem Haupttor zur historischen Altstadt ist ein Verkehrknotenpunkt, von dem aus die städtischen Busse in alle Richtungen fahren. Der Platz wird durch zwei Festungen flankiert. Auf einem Felsen in 37m Höhe steht eindrucksvoll die, aus dem Spätmittelalter stammende, Festung Lovrjenac.
Festung Lovrjenac
Solide gebaut, mit ca.12m dicken Mauern, war das Bollwerk sicher vor unliebsamen Besuchern. Beeindruckend ist der Ausblick von oben. Man kann die ganze Befestigungsanlage und die Stadt von hier aus überblicken. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes liegt die Festung Bokar.
Festung Bokar
Ihr massiver und beeindruckender Rundturm und die Wehrmauern zeugen noch heute vom Verteidigungswillen der Menschen dieser Stadt. Die Festung, dern Mauern obehalb des Ufers verlaufen, ist auf einer Landzunge erbaut. Errichtet wurde sie um 1464 nach den Plänen des Architekten Michelozzo Michelozzi. Beeindruckend ist ein schmaler Laufsteg am oberen Grad der Befestigungsanlage. Ein kleines Café auf dem Rundturm lädt zum Verweilen ein.
Festung Sveti Ivan
Über der Hafeneinfahrt erhebt sich die Festung Sveti Ivan. Im 16. Jh., als man die Stadtbefestigung umfangreich erneuerte und modernisierte, ist auch die Festung in der jetzigen Form entstanden.
Im Inneren findet man das städtische Aquarium und das Schifffahrtsmuseum, welches übrigens sehr sehenswert ist.
Schifffahrtsmuseum - Pomorski muzej
Ein Ausgang zur Stadt erlaubt dem Besucher den Rundgang über die Festungsmauer zu unterbrechen und die beiden Museen zu besuchen.
Das Schifffahrtsmuseum zeigt, mit vielen Fotos, Gemälden, Stichen und Modellen, die tausendjährige geschichtliche Entwicklung. Dem Besucher wird vermittelt welche enorme wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung der Hafen, die Werften, die Schifffahrt und der Handel für die Bewohner Dubrovniks / Ragusas hatten.
Ploče Tor
Erbaut wurde es um 1450. Bis ins 20. Jh. wurde hier fast täglich, in der Nähe des Tores, der Bauernmarkt abgehalten.
Festung Revelin
Erbaut wurde sie nach den Plänen des Architekten Antonio Ferramolino. Ihrer Funktion nach sollte sie den Schutz des seitlichen Landzuganges garantieren. Sie diente zusätzlich als Getreidespeicher. Etwas weiter, am großen Asimov Rundturm, beginnt der Teil der Landbefestigungsanlage.
Man erkennt diesen Teil an den großen, runden und nach oben rechteckig ausgebildeten Türmen. Beeindruckend ist auch die Befestigungsmauer, die mit den natürlichen Felsformationen verbunden wurde.
Festung Minčeta
Dem Festland zugewandt liegt der imposanteste Teil der Festungsanlage, die Festung Minčeta. Es ist auch zugleich der höchste Punkt der ganzen Anlage. Der massive untere Teil des Rundturmes wird oben durch einen etwas kleineren runden Turm abgeschlossen. Von der Plattform hat der Besucher einen atemberaubenden Blick auf das Umland und die wunderschöne Stadt. Dieser Teil der Befestigungsanlage wurde, wie die Festung Bokar, von den zwei Baumeistern Michelozzi und Dalmatinac in nur drei Jahren errichtet und 1464 vollendet.
Altstadt von Dubrovnik
Stadtplanung
Im Mittelalter fürchtete man nichts mehr als eine Feuersbrunst in der Stadt. Deshalb erließ die Stadtverwaltung viele Verordnungen und Gesetze zur Bebauung innerhalb der Befestigungsanlage. So war es verboten, Holzhäuser zu errichten oder man begrenzte die Geschosshöhen. Die Gassen - und Straßenbreiten wurden vorgegeben. Sogar die Dachschrägen, Fenster- und Balkongrößen wurden per Gesetz bestimmt.
Das beste Beispiel für die Durchsetzung der Bauarchitektur ist das1667 wieder aufgebaute Viertel im Norden der Placa. Hier verlaufen die parallelen Treppengassen zu der einzigen querenden Aufschließungsstraße entsprechend der vorgegebenen Bebauungsordnung.
Beeindruckend ist auch die Weitsicht der Stadtplaner jener Zeit. Toiletten, Abfallentsorgung, und Kanalisationsnutzung wurden geregelt und überwacht. Auch die Straßenreinigung gehörte seit Jahrhunderten zur alltäglichen Pflicht in der Stadt. Damit war Dubrovnik seit Jahrhunderten eine der saubersten und ästhetisch reizvollsten Städte des Mittelmeerraumes.
Präventiver Schutz der Bürger
Die Angst vor großen Seuchen und Epidemien veranlasste die Verantwortlichen der Stadt auf der Insel Lopud und in der Vorstadt Ploče, Krankenhäuser einzurichten, um ankommende Reisende, zum präventiven Schutz vor Pest und anderen ansteckenden Krankheiten, in eine 40 Tage andauernde Quarantäne zu verbringen. Das geschah schon im Jahr 1377.
Baustil
Wer die Altstadt besichtigt wird feststellen, dass Dubrovnik barocke Züge trägt. Der Grund hierfür war das schwere Erdbeben im Jahr 1667. In der Folgezeit wurde die fast zerstörte Stadt im Stil des Barock neu aufgebaut.
Onofrio Brunnen
Gleich hinter dem Pile Tor befindet sich der, 1444 von Onofrio della Cava geschaffene, Onofrio Brunnen. Er wurde während des großen Erdbebens 1667 stark beschädigt aber in seiner ursprünglichen Form wieder errichtet. Der Brunnen bezeichnet gleichbedeutend die Zisterne, in der das Trinkwasser der Stadt gespeichert wurde.
Erlöserkirche - Sveti Spas
Nicht weit entfernt vom Onofrio Brunnen liegt die kleine Erlöserkirche. Sie stammt aus der Zeit um 1520. Das als Votivkirche erbaute Gotteshaus wurde, wie durch ein Wunder, bei dem Erdbeben 1667 nicht beschädigt und ist deshalb in seiner ursprünglichen Bauform erhalten geblieben. Die elegante und schlichte Fassade, sowie die reinen architektonischen Formen sind ein Werk der Brüder Andrijić. Sie stammen aus Korčula.
Franziskanerkloster – Franjevački samostan
Gleich neben der Erlöserkirche liegt das Franziskanerkloster dessen Bau 1317 begonnen wurde. Nach dem verheerendem Erdbeben 1667 musste auch die Kirche des Klosters völlig neu errichtet werden. Vom ursprünglichen Bau ist das Südportal, aus dem Jahr 1499, erschaffen von den Brüdern Petrovič, noch sehr gut erhalten. Sehr schön ist das, im dekorativen, spätgotischen Flamboyantstil errichtete, Eingangsportal. Auch die Inneneinrichtung wurde mit barockem Inventar, außer der Marmorkanzel, die aus dem 15. Jh. stammt, neu gestaltet.
Sehr sehenswert ist die Klosterapotheke, die auch um1317 gegründet wurde. Heute ist sie ein Museum und der Besucher findet hier viele alte und sehenswerte Utensilien, die ein Apotheker benötigte. Wunderschön ist der Kreuzgang aus der Zeit um 1360.
Klarissinnenkloster Samostan Sveta Klara
Gegenüber der Erlöserkirche, auf der anderen Seite des Platzes, liegt das Kloster Sveta Klara. Es wurde im 13. Jh. errichtet und durch zwei schwere Erdbeben, 1520 und 1667, immer wieder schwer beschädigt. Das Kloster wurde um 1800 geschlossen und danach für militärische Zwecke genutzt. Heute befinden sich hier kleine Läden und Cafés.
Placa / Stradun
Placa oder Stradun, so nennen die Einheimischen Ihre Hauptstraße im Zentrum von Dubrovnik. Sie verläuft in gerader Linie vom Haupteingangstor zu den wichtigsten und imposantesten Bauten der Stadt. Am Ende der Straße, unmittelbar angrenzend an die Befestigungsmauer, liegt der Luža Platz . Um ihn herum findet man den Sponza Palast, die Stadtloggia, den Uhrenturm, die Kirche des hl. Blasius, und den Palast des Rektors. Die Stradun ist die wichtigste Straße von Dubrovnik, hier finden die Prozessionen, Aufmärsche und öffentliche Veranstaltungen statt. Sie ist das Wohnzimmer der Dubrovniker Bürger und allabendlich treffen sich hier die Urlauber und Einheimischen zum Bummel. Die Bauarchitektur stammt aus dem Jahr 1667 und die spiegelglatten Steinplatten der Gehwege aus dem Jahr 1468.
Synagoge
Der Bau in der Judengasse stammt aus der Zeit um 1652 und wird heute noch genutzt. Geschichtliche Anhaltspunkte über das Leben der Juden in Dubrovnik gibt es erst ab 1492. Das war die Zeit der Judenvertreibung in Granada. Es ist denkbar, dass viele Flüchtende auf den Schiffen Ragusas ins Osmanische Reich und auch nach Dubrovnik gekommen sind. Noch heute spricht man von einer kulturellen und wirtschaftlichen Elite, die damals eine neue Heimat in der Stadt gefunden hat. Heute gibt es nur noch eine kleine jüdische Gemeinde in Dubrovnik.
Luža Platz
Es ist der zentrale Platz der Hauptloggia und der Ort für Veranstaltungen, so auch für die Dubrovniker Sommerfestspiele. Jeden Abend ist er das Ziel vieler Menschen und die Cafés, am Rande des Platzes, sind immer gut besucht.
Statue des Roland
Die Statue des Roland, als Zeichen für Freiheit und Selbstbewusstsein, stammt aus dem Jahr 1418. An bedeutenden Feiertagen wurde auf dem Roland die Flagge der freien Republik Dubrovnik gehisst. Heute weht an Feiertagen die Stadtfahne Dubrovniks vom Roland.
Sponza Palast
Auf der Nordseite des Luža Platzes findet man den Sponza Palast. Er diente im Mittelalter vorübergehend als Münze. In ihm ist auch das Archiv der Stadt untergebracht. Leider ist es nicht für den öffentlichen Besuch zugänglich, nur mit Sondererlaubnis. Der Palast grenzt an das Gewölbe des Osttores.
Osttor
Das Osttor bildet den Durchgang zum Stadthafen. Darüber befindet sich die alte, sehenswerte Glockenloggia. Rechts davon stößt man unmittelbar an den Uhrenturm aus dem Jahr 1929.
Dahinter schließt sich der gotische Bau der Stadtloggia an. Sie wurde im 18. Jh. von Marino Groppelli in ihrer heutigen Form geschaffen.
Kleiner Onofrio Brunnen
Er wurde im Zusammenhang mit der 1438 fertig gestellten Wasserversorgung für die Stadt erbaut. Das sich anschließende Gebäude beherbergt das Stadtcafé und das Städtische Theater.
Kirche des hl. Blasius
An der Südseite des Platzes wird der Besucher von der spätbarocken Fassade der Kirche des hl. Blasius fasziniert. Der heilige Blasius ist der Schutzpatron der Stadt. Erbaut wurde die Kirche in den Jahren 1705 bis 1715 vom Architekten Marino Groppelli. Sie ist im Stil des venezianischen Barock gebaut. Auf dem Hochaltar, unter der Orgel, steht eine vergoldete Statue des Schutzpatrons aus dem 15. Jahrhundert. Als Stadt- und Schutzpatron wird er seit dem Jahr 972 verehrt.
Grünmarkt / Gemüsemarkt
In der Nähe der Kirche befindet sich auch der Grünmarkt. Hier werden an den Wochentagen frische Produkte aus der Region angeboten. Meist herrscht ein reges Treiben.
Blick auf den Gemüsemarkt
Ikonen Museum
Eine Sammlung ostmediterraner Ikonen und eine umfassende Bibliothek aus dem 15. bis 18. Jh. werden hier von der orthodoxen Kirchengemeinde Dubrovniks ausgestellt.
Jesuitenkirche Sveti lgnacije
Man findet sie in der Nähe des Grünmarktes. Über die Treppengasse erreicht man nach einigen Stufen die Freitreppe zur Jesuitenkirche. Erbaut wurde sie 1725 von dem römischen Architekten Andrea Pozzo. Sehr schön sind die Wandbilder, sie stellen die Heiligengeschichte des Ignatius von Loyola dar.
Getreidespeicher Rupe
Im Südwesten der Altstadt, unweit der Befestigungsmauer, liegt der Getreidespeicher der Stadt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Heute ist in den Speicherkammern ein Museum für bäuerliche Kultur der Region Dubrovniks untergebracht.
Rektorenpalast Knežev dvor
Im Osten der Stadt, in Hafennähe, findet man den Palast. Entstanden ist das Bauwerk in der Zeit von 1435 bis 1451. Der Architekt war Onofrio della Cava. Im Jahr 1667, nach dem schweren Erdbeben, wurde das Gebäude von Juraj Dalmatinac und Michelozzo Michelozzi wieder aufgebaut. Der Palast war das Regierungsgebäude des Großen- und des Kleinen Rates.
Sehenswert sind die Arkaden mit ihren reich verzierten Kapitellen. In diesem Bereich kann man auch die Darstellung des griechischen Arztes Äskulap, dargestellt als mittelalterlicher Alchimist, bewundern.
Man geht davon aus, dass Äskulap in Epidaurum, der ersten Ansiedlung Ragusas, geboren wurde und aus Stolz und Bewunderung gedenkt man seiner Person in Ragusa/ Dubrovnik.
Vier Gebäudeflügel wurden um einen Innenhof errichtet. Der Palast ist sehr prunkvoll ausgestattet, besonders die im Obergeschoss liegenden Prunksäle und die Wohnräume des Rektors sollte man in einer Extraführung besichtigen. Diese sehr aufschlussreichen und interessanten Führungen werden durch das Stadtmuseum angeboten.
Kathedrale Velika Gospa - Mariä Himmelfahrt
Rechts neben dem Palast erhebt sich der Barockbau der Kathedrale. Sie wurde im Zeitraum von 1671 bis 1713 erbaut. Errichtet wurde sie auf den Resten einer aus dem 6. Jh. stammenden Kirche. Beeindruckend ist die überkuppelte Vierung und die monumentale Front. Im Inneren erwarten den Besucher einige, sehr schöne Altarbilder. Die Himmelfahrt Mariens, am Hauptaltar, ist ein Werk aus der Werkstatt Tizians.
Die Kathedrale Velika Gospa
Schatzkammer der Kathedrale
Sehr sehenswert ist die Schatzkammer der Kathedrale, die man vom Chor aus erreicht. Viele Reliquientruhen aus Gold und Silber, reich verzierte Statuen und vergoldete Bilderrahmen sind hier zu bewundern.
Dominikanerkloster - Dominikanski samostan
Dieses Kloster ist 1315 gegründet und nach der Zerstörung 1667 wieder aufgebaut worden. Sehenswert sind der spätgotische Kreuzgang sowie der im Zentrum des Innenhofs befindliche Brunnen. Der Glockenturm aus der Zeit um 1531 ist vom Erdbeben 1667 verschont worden.
Dieses Kloster besitzt auch ein Museum. Die Sammlung gehört zu der wichtigsten, kulturhistorisch wertvollsten Ausstellung von Dubrovnik.
Reisetipp
Dubrovnik besitzt einen internationalen Flughafen, der auch von Deutschland aus direkt, ohne Zwischenstopp, angeflogen wird. Unter anderem durch die Fluggesellschaften Germanwings und Hapag– Lloyd Express. Der Flug von Frankfurt dauert ca. zwei Stunden. Wer mit dem Auto anreisen möchte, der kann erst ab 2008 die, heute noch im Bau befindliche, Autobahn bis Dubrovnik benutzen.
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