Wenn man der Küstenstraße von Sibenik, weiter auf der E 65, nach Süden folgt, kommt man direkt nach Trogir. Der Ort liegt südlich der Küstenstraße Jadranska Magistrale. Wer über den Flughafen Split anreist benötigt noch ca. 3 km bis Trogir. Flugreisende, die nach Trogir wollen, können auch den Bus für den Transfer nutzen, der Linienbus fährt am Flughafenparkplatz ab. Die Küstenstadt Trogir liegt im Westen an der Bucht Kastelanski zaljev. Der Ort hat ca. 8.500 Einwohner. Trogir ist eine Industriestadt, hat aber eine lange Tradition im Tourismus. Die touristischen Angebote sind gut und eine Vielzahl von Hotels, Ferienwohnungen und Campingmöglichkeiten bieten den Urlaubern einen erholsamen Aufenthalt. Die Gastronomie, vor allem im Bereich der Altstadt, verwöhnt ihre Gäste.
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- UNESCO Weltkulturerbe
- Geschichte der Stadt
- Fosa- Kanal
- Renaissance Landtor
- Palais Garagnin
- Hauptstraße Trogirs - Kohl Genschera
- Kathedrale Sveti Lovro, Kathedrale des hl. Laurentius
- Kapelle des Giovanni Orsini
- Rathaus - Palaca Lucic
- Uhrturm
- Cipico Palast - Cipiko palaca
- Kirche Johannes der Täufer - Sveti Ivan Krititelj
- Nikolauskloster der Benediktinerinnen - Samostan Sveti Nikola
- Seetor
- Kirche - Sveti Dominik
- Festung Kamerlengo
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Mehr Informationen zu den Reisezielen
Bemerkenswert ist die sehr gut erhaltene Bausubstanz der mittelalterlichen Inselstadt. Die aus dem 16.Jh. stammenden Paläste, Kirchen und öffentlichen Bauten sind deshalb in einem so guten baulichen Zustand, weil der Ort im Mittelalter in Vergessenheit geriet. Das politische Interesse war nicht mehr von Bedeutung, die Provinz entwickelte sich zu einer armen und unbedeutenden Region. Seit 1997 ist die gesamte Altstadt von Trogir Weltkulturerbe der UNESCO. Damit wird dem Besucher verdeutlicht, wie wichtig der Schutz des Kulturerbes angesichts der vielen kulturhistorischen Denkmäler für unsere Nachwelt ist.
Eine erste Besiedlung des Gebietes erfolgte im zweiten Jahrhundert vor Christi Geburt. Trogir war eine Inselstadt und ist durch eine Steinbrücke mit dem Festland verbunden. Im Mittelalter war der Ort eine Hochburg des Christentums. Die mächtigen Bischöfe, in Allianz mit reichen Adelsfamilien der Stadt, sorgten für die Unabhängigkeit. In der Zeit des politischen Einflusses der kroatisch-ungarischen Könige, war die Stadt unabhängig und der Einfluss der offiziellen Herrscher garantierte der Stadt eine gewisse Selbständigkeit und Unabhängigkeit in ihrem Handeln.
Nach der Machtübernahme der Venezianer im Jahr 1420 wurde die Eigenständigkeit weitestgehend eingeschränkt. Zu dieser Zeit hieß der Ort Traú. In den Folgejahren wurde der Einfluss der Venezianer immer mehr durch die Macht der Türken zurückgedrängt, der Handel der Stadt verlor immer mehr an Bedeutung, nicht zuletzt dadurch, dass Split und Zadar bevorzugt die Unterstützung der Venezianer erhielten. Durch das in Vergessenheit geratene Dasein der Stadt, unter der Herrschaft der Venezianer und später auch durch die Österreich- ungarische Monarchie, wurde bewirkt, dass uns das einzigartige, kulturhistorisch wertvolle Kulturerbe seit über zweitausend Jahren erhalten geblieben ist.
Heute wird auf dem Festland viel gebaut, schön ist, dass die Altstadt und die Insel Ciovo davon unberührt bleiben. Die Bars, Lokale und Sehenswürdigkeiten geben der Altstadt ein besonderes Flair und eine mediterrane Ausstrahlung.
Der Fosa- Kanal trennt die Insel Trogir vom Festland. Die Altstadt befindet sich auf der Insel. Der Kanal wurde wahrscheinlich schon von den ersten griechischen Siedlern gebaut, um die Siedlung besser vor Angriffen schützen zu können. Bei einem Besuch der Altstadt von Trogir beginnt man den Rundgang am Besten vom Busbahnhof, gegenüber dem Markt.
Über der schlichten Fassade des Torbogens befindet sich eine Statue. Sie stellt den Stadtpatron Giovanni Antonio Orsini dar. Er war um 1419 Hauptwachtmeister des Königreiches von Neapel.
Direkt hinter dem Landtor, auf dem Platz in der alten Befestigungsanlage der Stadt, gelangt man zum Palais Garagina. In ihm befindet sich das Stadtmuseum, welches dem Besucher einen kulturhistorischen Einblick in die Geschichte der Stadt und des Umlandes gewährt. Die im Innenhof des Gebäudekomplexes sichtbaren Ausgrabungen, gehen bis in Zeit der griechischen Besiedlung zurück.
Man erreicht diese Hauptstraße, in dem man vom Innenhof des Stadtmuseums linker Hand durch einen schmalen Durchgang schreitet. Von hier aus ist es nur noch ein kleines Stück bis zum zentralen Platz der Stadt, dem Trg Ivan Pavla II., er trägt den Namen Johannes Paul des II.
An diesem Platz befinden sich eine Vielzahl öffentlicher Gebäude.
Dieses Gotteshaus wurde in der Zeit um 1123 bis 1610 erbaut. Auf Grund der langen Bauzeit bzw. Umbauten der Kathedrale findet man verschieden Stilelemente im Bauwerk verwirklicht. Am deutlichsten ist diese Bauarchitektur am Glockenturm zu bewundern. Der untere Teil des Glockenturmes stammt aus der romanischen Baukunst, der mittlere Teil ist der venezianischen Gotik zuzuordnen und der obere Teil gehört in die Epoche der Renaissance. Der Höhepunkt romanischer Baukunst ist das Westportal der Kathedrale. Erbaut wurde dieser Teil um 1240 vom dalmatinischen Meister Rodovan. Das Innere der Kathedrale ist wegen der Darstellung der Entstehungsgeschichte des Christentums sehr interessant. Ein weiterer Höhepunkt erwartet den Besucher bei der Betrachtung des Südportals der Kathedrale und des Baptisteriums. Das Baptisterium wurde um 1464 von Andrea Alessi geschaffen.
An das linke Seitenschiff angrenzend, befindet sich die Kapelle des Giovanni Orsini. Geschaffen wurde dieses Bauwerk von Andrea Alessi und Nicolo Fiorentino in den Jahren 1468 bis 1472. Die liegende Statue stellt den selig gesprochenen Stadtpatron und ersten Bischof der Stadt dar.
Das aus dem 15. Jh. stammende Gebäude wurde während seiner Geschichte mehrfach umgebaut. Die Stadtloggia wurde schon im Jahr 1308 errichtet und damit früher als in anderen Städten der Region. Beeindruckend sind die sechs Säulen an der Front mit seinen aus römischer Zeit stammenden Kapitellen. Das große Relief, aus der Zeit von 1471, ist in der Werkstatt der beiden Baumeister Andrea Alessi und Niccolo Fiorentino entstanden. Ein zweites Relief, es stellt einen kroatischen Ban dar, ist das Werk von Mestovic aus dem Jahr 1970.
In früherer Zeit ein Kirchturm der Kirche des hl. Sebastian, ist der Uhrturm heute ein eigenständiges Bauwerk. Der Turm wurde um 1477 erbaut.
Zu einem der schönsten Bauwerke der Altstadt gehört der Cipico Palast. Er befindet sich gegenüber der Kathedrale. An der Gestaltung der Fenster im ersten Stock erkennt man die typisch gotisch- venezianische Bauarchitektur. Im Innenhof des Palastes steht eine ca. 110cm hohe Holzskulptur. Sie stellt einen krähenden Hahn, auf einer Faust stehend, dar. Die Statue ist ein mahnendes Andenken an die Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571, als eines der türkischen Schiffe gekapert wurde.
In der Nähe des Rathauses findet man die kleine romanische Kirche. In ihr werden vor allem sakrale Gegenstände, Gemälde und Skulpturen gezeigt. Unter den Kunstwerken befinden sich auch zwei Orgelgehäuseflügel von Giovanni Bellini.
In einem Seitenflügel des nicht frei zugänglichen Benediktinerinnen Klosters werden eine Reihe von kostbaren, sakralen Kunstgegenständen aufbewahrt. Das wertvollste Stück ist das im Jahr 1928 gefundene Relief des Kairos. Er war in der Antike der Gott der Gunst des Augenblicks. Es wird vermutet, dass dieses Kunstwerk im 1. Jh.v.Chr. als Kopie eines Lysipp - Originales geschaffen wurde.
Beim Durchschreiten des Tores gelangt man in den Bereich der Mole. Von hier aus erblickt man die westlich vor gelagerte, größere Insel Ciovo. Diese Insel ist über eine Brücke erreichbar. Das Seetor ist im Stil von Sanmichelis erbaut. An der äußeren Befestigungsmauer ist heute eine Außenloggia angebaut worden, die dem hier täglich stattfindenden Fischmarkt Schutz vor Wind und Wetter bietet.
Man erreicht diese Kirche des Dominikanerklosters, die aus dem 14. Jh. stammt, in dem man entlang des Kais geht. Das im Stil der Renaissance errichtete Bauwerk ist das Grabmal der Adelsfamilie Sobota. Erbaut wurde es von Niccolo Fiorentino.
An der Nordspitze der Insel befinden sich das Bauwerk und auch der Rundturm Sveti Marko. Bis in das 19. Jh. war diese Festung mit der Stadtmauer baulich verbunden.
Marina ist ein beliebter Urlaubsort und liegt westlich von Trogir. Hier befindet sich ein Jachthafen und in der näheren Umgebung gibt es viele schöne Badebuchten.
An dem ca. 16 km langen Küstenabschnitt zwischen Trogir und Split befinden sich noch insgesamt 13 Überreste von Kastellen aus dem 15. und 16. Jh., von denen heute noch 7 zu sehen sind. Ein Besuch des Kastell Gomilica lohnt sich auf jeden Fall.
Ist eine Kleinstadt ca. drei km nördlich von Split, an der Mündung des Flusses Jadro. Der Besucher hat hier die Möglichkeit die Ruinen des römischen Forums, Reste der römischen Porta Caesarea und die Stadtmauer, die Ruine des Amphitheaters, Reste altchristlicher Kirchen, Reste eines römischen und frühchristlichen Friedhofes und das Archäologische Museum zu besuchen.
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